Übung: Wasserentnahme aus Gewässern

Kein Regen, Temperaturen um die 30°C und ausgetrocknete Böden – ideale Voraussetzungen für Flächen- und Waldbrände. Doch gerade im Freiland ist Wasser in Form von Hydranten nicht vorhanden – wie wir trotzdem an unser Löschmittel Nummer 1 kommen, übten wir am Montag.

Brennt es im Ort oder im Gewerbegebiet haben wir schnell Zugriff auf eine Vielzahl von Ober- und Unterflurhydranten, die unsere Einsatzfahrzeuge mit Wasser versorgen. Wenn es jedoch auf einem Feld, Wiese oder im Wald brennt steht – meist – kein Hydrant zur Verfügung. Im Rahmen unseres Ausbildungs- und Übungsabends beschäftigten wir uns daher mit dem Thema Wasserentnahme aus Oberflächengewässern, Pools und unterirdischen Schächten.

Bereits ein kleines Planschbecken enthält ausreichend Wasser für einen Erstangriff

Ein kleines Planschbecken war daher die erste Wasserquelle für einen angenommenden Brand einer Wiese am Ortsrand von Irsingen. Mit einer speziellen Tauchpumpe wurde das Plastikbecken innerhalb von ein paar Minuten leergesaugt. Im Einsatzfall reichen die gut 1.200 Liter für 3-5 Minuten Löscheinsatz. Zumindest einen Entstehungsbrand könnten wir damit schnell unter Kontrolle bekommen, bis die Wasserversorgung zu einem Tanklöschfahrzeug oder einem Hydranten aufgebaut wurde.

Zweite Übung „Brennt Mähdrescher auf Feld“

In der zweiten Übung nahmen wir den vermeintlichen Brand eines Mähdreschers auf einem Feld an. Als Wasserquelle sollte uns hier das Hinterlandwasser der Stauanlage am Irsinger See dienen. Leider war auch hier – aufgrund der Trockenheit – der Wasserstand zu niedrig, um mit der Pumpe Wasser sicher fördern zu können. Im Einsatzfall hätten wir jetzt unsere Hochdrucklöschanlage sowie Feuerlöscher zum Einsatz gebracht und die Schlauchleitungen für die nachrückenden wasserführenden Fahrzeuge aus Bad Wörishofen oder Türkheim bereitgestellt.

Nach gut zwei Stunden Praxis kehrten wir gemeinsam wieder in das Feuerwehrhaus zurück.