Jugend: Mit „Hochdruck“ gegen den Rauch

Wenn mehr als 45 m³ Luft pro Minute benötigt werden, dann wird die Feuerwehr Wiedergeltingen mit ihrem Hochdrucklüfter angefordert. Um genau diesen „Lüfter“ ging es in unserer letzten Jugendausbildung.

Ganz im Zeichen von Atmosphäre stand unser Ausbildungsabend am Mittwoch in Wiedergeltingen. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr aus Türkheim widmete die Feuerwehr Wiedergeltingen den Abend für die Ausbildung rund um das Thema „Überdrucklüfter“.

Prototyp ganzer Stolz der Wehr

Mit einem Durchsatz von über 45 m³ Luft pro Minute und gut 170 PS sowie einem modifizierten Propeller eines Sportflugzeuges, wird dieses „Luftmonster“ bei größeren Schadensereignissen, wie Industriebränden oder auch bei Bränden in Tunnel angefordert. Das die Wiedergeltinger, zu Recht, stolz auf diesen ehemaligen Prototypen sind, den es in dieser Form kein zweites mal gibt, kann man Verstehen.

Verschiedene Lüfter vorgestellt

Doch nicht nur Praxis stand auf dem Ausbildungsplan, auch das theoretische Wissen wurde aufgefrischt. Dabei zeigten die Ausbilder die verschiedenen Hochdrucklüfter, von klein über mittel bis gigantisch sowie die unterschiedlichen Antriebsmöglichkeiten für die Geräte. Dabei wurde auch auf die Besonderheit von Arbeiten in sogenannten „EX“ Bereichen, also Bereichen in welchen Explosionsgefahr besteht, hingewiesen. Nach dem theoretischen Teil wussten die Jungfeuerwehrler, dass es neben den mit Verbrennungsmotoren betriebenen Lüftern auch weitere mit Stromantrieb und sogar Wasserantrieb gibt. Vor allem diese wasserbetriebenen Hochdrucklüfter ermöglichen auch die Arbeit in den oben genannten „EX“ Bereichen.

Mit viel neuem Wissen ging es im Anschluss wieder zurück nach Irsingen.