Feuerwehr Irsingen

Aktuelles

Service – Brandschutz

Waldspaziergang nach Sturm

Wenn es draußen stürmt und tobt und auch die Feuerwehren im Dauereinsatz auf den Straßen unterwegs sind um umgestürzte Bäume zu entfernen oder Keller leerzupumen, denkt niemand an einen Waldspaziergang. Doch auch Tage nach Stürmen kann ein Ausflug in den Wald lebensgefährlich werden. Nach dem Sturm folgt meist die Sonne oder zumindest ein laueres Lüftchen als vorher. Warum dann nicht

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Jugendfeuerwehr

Außergewöhnliche Abnahme – 18 Nachwuchsfeuerwehrkräfte stellen sich der Jugendleistungsprüfung

Stolz und unglaublich erleichtert waren 18 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen am Dienstagabend nach der erfolgreichen Ableistung der anspruchsvollen Jugendleistungsprüfung. Die Spannung knisterte förmlich am Dienstag in der Türkheimer Feuerwache. Gleich drei Jugendfeuerwehren, 11 Jungen und 7 Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, hatten ihren besonderen Abend. Unter den wachsamen Augen der vier Kreisschiedsrichter Andreas

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Verein

Verein: Ehrungen für langjährige Verdienste und Wechsel in der Vorstandschaft der Feuerwehr

Am Freitag trafen sich die Mitglieder sowie Gönner und Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen zur Generalversammlung 2019 im Gasthof Kreuz in Irsingen. Neben den allgemeinen Berichten, Zahlen und Daten standen einige Veränderungen auf der Tagesordnung. Mit seinem Bericht zum Jahr 2018 begann der scheidende 1. Vorstand Josef Santjohanser den Abend. Bei zahlreichen Veranstaltungen zeigte der Verein seine Bürgerverbundenheit und auch

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Tödlicher Angriff auf Augsburger Feuerwehrkameraden

Am Freitagabend wurde in Augsburg ein Feuerwehrkamerad der Berufsfeuerwehr Augsburg wegen einer Nichtigkeit vor den Augen seiner Ehefrau totgeschlagen. Auch wir, die Freiwillige Feuerwehr Irsingen, sind fassungslos und bestürzt über diesen Vorfall. Daher haben wir beschlossen am Montag um 18 Uhr, im Rahmen einer stillen Anteilnahme, eine Kerze zur Erinnerung und Mahnung am Gerätehaus zu entzünden. In Gedanken sind wir bei der Familie und den Angehörigen des verstorbenen Kameraden aus Augsburg.

Gleichzeitig möchten wir damit auch auf die immer stärker werdende Respektlosigkeit gegenüber allen Einsatzkräften hinweisen. Nicht nur in Großstädten wie Augsburg oder heute München (bei dem ein Polizeibeamter hinterrücks durch einen Messerangriff lebensgefährlich verletzt wurde) kommt es zu Übergriffen auf Einsatzkräfte, auch in unserer Region nimmt der Respekt gegen die überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stetig ab. Sei es durch rücksichtsloses Verhalten an Straßenabsperrungen oder mit Beleidigungen und Bedrohungen bei Einsätzen. Es kann nicht angehen, das Menschen die ihr Leben und ihre Freizeit für das Leben und die Sicherheit IHRES Lebens tagtäglich riskieren, beleidigt, bedroht, bespuckt oder gar getötet werden. Wir fordern mehr Respekt für die Arbeit der Rettungs- und Einsatzkräfte überall!

Aktuelle Fälle sorgen für besondere Übung

Ein Brandversuch in unserer Irsinger Kirche sowie ein Verkehrsunfall waren Anlass die Abläufe im Einsatz noch mal besonders zu beüben.

Im Rahmen unserer Ausbildungsabende nehmen wir immer wieder aktuelle Ereignisse und echte Einsätze als Grundlagen für unsere Ausbildung. Am heutigen Freitag stand die Irsinger Kirche im besonderen Fokus. Nachdem es in den letzten Wochen einen inzwischen aufgeklärten Brandversuch gab (Kinder entzündeten alle Kerzen und einen Liederzettel), übten wir heute, wie am besten und effektivsten bei einem Brand in der Kirche vorgegangen werden kann.

Übungsannahme „Rauch und Feuerschein in der Kirche“

Das Übungsszenario lautete daher heute: „Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Irsingen, Feuerschein und Rauchentwicklung in der Kirche!“. Vor Ort erkundeten wir zuerst die Lage. In der Übungsannahme konnte ein Brand im Bereich des Altares vorgefunden werden, Rauch breitete sich in den Dachbereich der Kirche aus. Unter Vornahme von mehreren Schläuchen wurde trocken (bis zur Eingangstüre der Kirche) die Brandbekämpfung geübt. Dabei galt es besonders Rücksicht auf die Grabstätten und auch das Kirchengebäude zu nehmen. Trotzdem gelang es den Helfern den Löschaufbau schnell durchzuführen und den „Brand“ mit einem C-Rohr abzulöschen, bevor die „Flammen“ auf die wertvollen Kirchenreliquien übergreifen konnten. Im Ernstfall wäre bei einem Brand auch die Feuerwehr aus Wiedergeltingen, Türkheim und/oder Bad Wörishofen im Einsatz, um bei einer stärkeren Brandausbreitung oder komplett verrauchten Kirche unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung übergehen zu können.

Verkehrsabsicherung nach Unfall

Im zweiten Teil unseres Übungsabends nahmen wir ebenfalls ein aktuelles Ereignis zum Anlass. Vor kurzem kam es bei Wiedergeltingen zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Dabei war auch unsere Wehr im Einsatz (wir berichteten). Dies mal wurde ein Unfall auf der Stockheimer Straße angenommen, bei der ein PKW von der Fahrbahn abgekommen war und sich überschlagen hatte. Wir sicherten mit dem Löschgruppenfahrzeug die „Unfallstelle“ in beide Fahrtrichtungen ab und übernahmen die fiktive Erstversorgung des verletzten Insassen (in der Übungsannahme nicht eingeklemmt) bis zum Eintreffen der weiteren Rettungskräfte. Dabei ging es zum einem um den richtigen Einsatz des vorhanden Verkehrssicherungsmaterials sowie die im Fahrzeug befindlichen Erste-Hilfe Mittel wie Ambu Beutel und Erste-Hilfe Kasten. Im weiteren Übungsverlauf leuchteten wir noch die „Unfallstelle“ mit einem Scheinwerfer aus.

Mit diesen beiden Übungsszenarien beendeten wir unser Übungsjahr 2019 und hoffen, dass wir das geübte nicht im Ernstfall einsetzen müssen, sollten wir jedoch zum Einsatz gerufen werden, sind wir wieder auf dem aktuellen Stand 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr.

 

Außergewöhnliche Abnahme – 18 Nachwuchsfeuerwehrkräfte stellen sich der Jugendleistungsprüfung

Stolz und unglaublich erleichtert waren 18 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen am Dienstagabend nach der erfolgreichen Ableistung der anspruchsvollen Jugendleistungsprüfung.

Die Spannung knisterte förmlich am Dienstag in der Türkheimer Feuerwache. Gleich drei Jugendfeuerwehren, 11 Jungen und 7 Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, hatten ihren besonderen Abend. Unter den wachsamen Augen der vier Kreisschiedsrichter Andreas Thiel (Kreisjugendwart), Tobias Reiber (stv. Kreisjugendwart), Johann Roch und Peter Anwander, sowie der mindestens ebenso aufgeregten Jugendwarte aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen, mussten sich die Nachwuchsfloriansjünger der Jugendleistungsprüfung stellen.

Vom Schlauchausrollen, über Teamarbeit bis zum gefürchteten „Rettungsknoten“

Ganze zwei Stunden mussten die Jugendlichen konzentriert und unter Zeitdruck die anspruchsvollen Aufgaben an den verschiedenen Stationen abarbeiten. Um den Nachwuchs auf diese wichtige Prüfung vorzubereiten, wurde zweieinhalb Wochen intensiv geübt. Und dieses Üben zahlte sich letzten Endes aus. Besonders gefürchtet bei den „Großen“ und „Kleinen“ Helfern waren die Knotenstationen. Vor allem der besonders „beliebte“ Rettungsknoten musste nicht nur innerhalb von 40 Sekunden angelegt werden, dieser Knoten musste auch fest und vor allem korrekt sein. Schlauchausrollen, Leinenbeutelwurf, Kuppeln von Saugschläuchen, Kuppeln eine 90 Meter langen C-Leitung und abschließend noch ein theoretischer Test mit 10 Fragen aus dem Feuerwehralltag, verlangte von den Teilnehmer alles ab.

Außergewöhnliche Gruppe

Nach zwei Stunden war es dann endlich geschafft. Gespannt standen die Jugendfeuerwehrler in Reih und Glied vor den Schiedsrichtern, Jugendwarten, Kommandanten und dem Bürgermeister aus Wiedergeltingen, welche die Übung ebenfalls beobachtet hatten. Als Johann Roch, leitender Schiedsrichter des Kreisfeuerwehrverbandes Unterallgäu, die erleichternden Worte „Ihr habt alle die Prüfung bestanden!“ aussprach, kannte die Freude und Erleichterung der Teilnehmer kein Halten mehr. Freudestrahlend holten sich die Jungen und Mädchen die begehrte „Jugendleistungsspange“ mit einem Handschlag aus den Händen der Schiedsrichter ab. Ein Abzeichen, was die Feuerwehrler ihr ganzes Leben an der Uniform tragen dürfen. Besonders viel Lob gab es für die bisher einmalige Zusammenstellung der Prüflinge. Nicht jede Wehr für sich, sondern gemischte Teams stellten sich den Prüfungen. Egal ob Türkheimer, Wiedergeltinger oder Irsinger, für die Jugendlichen gab es nur ein gemeinsames Ziel: Die erfolgreiche Jugendleistungsprüfung. Dieses erfolgreiche Ausbildungskonzept der Jugendfeuerwehren Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen ist derzeit einmalig im Landkreis. Nicht nur bei der Prüfung zeigt sich der Erfolg dieses ungewöhnlichen Weges, auch bei den zahlreichen Jugendausbildungsabenden und verschiedenen „Hauptübungen“ arbeiten die jungen Wehrmänner und Frauen Hand in Hand zusammen. Statt als Wehr in kleinen Gruppen ein eigenes „Süppchen“ zu kochen, wird gemeinsam geübt und auch gemeinsame Freizeitaktivitäten durchgeführt.

Verdienter Abendabschluss

Als kleine Zusatzbelohnung konnten alle Teilnehmer der Jugendleistungsprüfung den Abend gemeinsam bei einem leckeren Abendessen ausklingen lassen.

Irsinger Kameraden bei Fachvortrag in Bad Wörishofen

Am Samstag fand bereits zum dritten mal ein Fachvortrag des Kreisfeuerwehrverbandes Unterallgäu statt. Diesmal waren die Themen Belüftung von Gebäuden sowie Atemschutz. Zum ersten mal nahm auch eine Abordnung von drei Irsinger Kameraden am Fachvortrag statt – nicht ganz uneigennützig.

Aufmerksam verfolgten auch Irsinger Kameraden die Vorträge der Referenten.

Unter dem Motto „Sicherheit im Atemschutzeinsatz“ referierten drei hochkarätige Fachmänner aus dem Feuerwehrwesen im Kurtheater Bad Wörishofen. Im ersten Vortrag referierte Hubert Prechtel von der Berufsfeuerwehr Augsburg rund um das Thema Belüftung. Dabei zeigte er die richtige Anwendungsweise von Belüftungsgeräten und besprach Einsatzszenarien aus Augsburg. Auch die Feuerwehr Irsingen hat einen kleinen Überdrucklüfter, daher war für unsere Kameraden dieser Vortrag mit sehr vielen Praxistipps besonders wertvoll.

Direkt nach Prechtel wurde es anspruchsvoll. Referent Marcus Rauch von der Berufsfeuerwehr Köln zeigte anhand eines Einsatzes bei einem Tiefgaragenbrand, wie schnell aus einem Standarteinsatz unter Atemschutz eine Situation entstehen kann, die im Kölner Fall auch zwei schwer verletzte Atemschutzgeräteträger zur Folge hatte. Hier war vor allem hervorzuheben, dass Rauch, welcher der Ständigen Unfallkommission (SUK) der Stadt Köln angehört und gemeinsam mit seinen Kollegen diesen Atemschutzunfall untersuchte, nicht nach „Schuldigen“ für den Zwischenfall suchte, sondern gemeinsam mit der SUK nach Lehren aus dem Vorfall suchte, um solche Unfälle zukünftig zu verhindern.

Um Atemschutzunfälle, leider auch um solche die tödlich endeten, ging es im letzten Vortrag von Lars Seeger von der Berufsfeuerwehr Hamburg, welcher als Referent der Webseite „atemschuetzunfaelle.eu“ besondere Unfälle und Situationen aufzeigte, um den Einsatzkräften unter Atemschutz und auch den Führungskräften zu zeigen, wie schwere Unfälle verhindert werden können.

Alles in allem war es für unsere Kameraden ein äußerst interessanter und lehrreicher Vormittag.

Atemschutz? Gibt es doch in der Irsinger Feuerwehr gar nicht!

Spannende Vorträge rund um den Atemschutzeinsatz.

Derzeit gibt es in der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen keine Kameraden oder Kameradinnen in der „Spezialeinheit“ der Feuerwehr, den Atemschutzgeräteträgern. Im Einsatzfall unterstützen uns die Kameraden der Nachbarwehren Türkheim, Wiedergeltingen oder Bad Wörishofen mit entsprechenden Fachkräften. Aktuell gibt es jedoch Interesse und Bestrebungen innerhalb der Irsinger Wehr, das Thema Atemschutz auch bei uns anzugehen und idealerweise acht Kameraden / Kameradinnen zu Atemschutzgeräteträgern fortzubilden. Was einfach klingt ist jedoch ein langer Weg. Neben einer arbeitsmedizinischen Untersuchung, einem zwei-wöchigen Intensivlehrgang in Mindelheim oder Memmingen und mindestens einer Belastungs,- einer Einsatzübung und einer theoretischen Fortbildung (pro Jahr), muss natürlich auch die entsprechende Spezialausrüstung (Spezialkleidung, Atemschutzgeräte usw.) beschafft und beübt werden. Ob es in Zukunft auch in Irsingen heißt: „Angrifftrupp unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor!“ werden die nächsten Monate zeigen.

190 Sekunden: Neun Kameraden stellen sich der Leistungsprüfung

Nur 190 Sekunden haben die Wehrmänner und Frauen in der Leistungsprüfung die „Gruppe im Löscheinsatz“ Zeit um einen kompletten Löschaufbau zu realisieren und im Anschluss noch drei mit Wasser gefüllte Eimer umzuspritzen. Am Freitag konnten alle Kameraden und Kameradin dieses Ziel erfolgreich meistern.

„Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen zur Leistungsprüfung angetreten!“ mit dieser Aussprache unseres Gruppenführers begann am Freitag um 18.30 Uhr die Leistungsprüfung. Unter den wachsamen Augen der Schiedsrichter des Kreisfeuerwehrverbandes Unterallgäu mussten sich die Teilnehmer erst den Feuerwehrknoten stellen. Diese mussten, je nach Trupp, in einer bestimmten Zeit richtig angelegt werden.

Die nächste Aufgabe hatte es richtig in sich. In nur 190 Sekunden mussten die Teilnehmer eine Wasserversorgung vom Hydranten zur Pumpe und von der Pumpe zum Verteiler aufbauen, vom Verteiler ging es dann mit 3x 2-C-Schläuchen weiter zum Umspritzen von drei mit Wasser gefüllten Eimern. Auch diese Aufgabe konnten die Prüflinge erfolgreich ablegen.

Doch auch nach dieser knackigen Prüfung war noch lange nicht Schluss. Im letzten Prüfungsbestandteil mussten noch mal fünf Teilnehmer vor dem Löschgruppenfahrzeug in Aufstellung gehen. Jetzt galt es vier Saugschläuche in gerade ein mal 100 Sekunden zu Kuppeln, einen Mastwurf sowie mehrere Halbschläge anzulegen und die komplette Saugleitung an die Pumpe anzukuppeln.

Nach einer kurzen Besprechung, erfuhren wir das Ergebnis der Leistungsprüfung. Alle unsere Kameraden und unsere Kameradin haben erfolgreich die Leistungsprüfung abgelegt und konnten dann gemeinsam mit den Prüfern den Abend ausklingen lassen.

„Feuer in der Villa Zollhaus“ – Gemeinsame Hauptübung

Am Freitag eilten zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Irsingen und der Feuerwehr Bad Wörishofen durch den Ort – diesmal brannte es nicht wirklich, doch die Kameraden mussten bei der Hauptübung ihr Können unter Beweis stellen.

Gegen 19.00 Uhr wurde für die Freiwilligen Feuerwehren Irsingen und Bad Wörishofen Übungsalarm zur diesjährigen Hauptübung gegeben. „Brand in der Villa Zollhaus, mehrere Personen auf dem Balkon in Gefahr!“ so die angenommene Übungslage. Nur kurze Zeit später fuhr unser Löschgruppenfahrzeug sowie unser Mannschaftstransporter und der Einsatzleiter Bad Wörishofen mit Blaulicht durch Irsingen zur Villa Zollhaus. Dort standen bereits mehrere Personen auf dem Balkon und riefen um Hilfe.

Löschwasserversorgung durch Irsingen, Menschenrettung über die Drehleiter

Aufgrund unserer Ortskenntnis lautete unser Einsatzauftrag die Wasserversorgung zum Brandobjekt herzustellen. Dazu trugen wir unsere Tragkraftspritze an die Wertach und legten mehrere B-Schläuche durch das Gestrüpp und die Uferböschung zum „brennenden Wohnhaus“. Zeitgleich bauten die Einsatzkräfte aus Bad Wörishofen ihre Drehleiter im Hof auf uns begannen mit Einsatzkräften unter schwerem Atemschutz die eingeschlossenen Personen vom Balkon zu retten.

Nach der Übungsnachbesprechung ließen wir den Abend gemeinsam mit den Kameraden aus Bad Wörishofen ausklingen.

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Jugend: Vorbereitung für die Jugendleistungsprüfung

Ganz im Zeichen der geplanten Abnahme zur Jugendleistungsprüfung stand unser vergangene Übungsmittwoch.

Zum Abschluss der Jugendfeuerwehrzeit möchten wir unseren Jugendlichen die Möglichkeit geben, die Jugendleistungsprüfung abzulegen. Dabei dürfen die Feuerwehrnachwuchskräfte zeigen, was sie bisher gelernt haben und bekommen als kleine Belohnung die begehrte Jugendleitsungsspange, dem ersten Abzeichen für die Feuerwehruniform.

Die Anforderungen bei dieser Prüfung sind hoch, neben dem schnellen und vor allem fehlerfreien Kuppeln von zwei Saugschläuchen, dem Auswerfen eines C-Rollschlauchs, Kuppeln von C-Leitungen, Auswurf einer Feuerwehrleine und natürlich die gefürchteten Knoten und Stiche sind Inhalte dieser Prüfung.

Um die Jungs und Mädels optimal auf die Prüfungspunkte vorzubereiten, bauten wir an der Türkheimer Wache eine entsprechende Übungsstrecke auf. An jeder Station wurde den Jugendfeuerwehrlern langsam gezeigt was gefordert wird, anschließend konnten sich die Floriansjünger selbst versuchen und wurden dabei immer durch die geschulten Ausbilderinnen und Ausbilder unterstützt.

Überraschung nach der Übung

Nach dem Abschluss der Übungen luden uns die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Türkheim noch zu ihrer Hilfeleistungsübung ein. Unter Aufsicht der Erwachsenen konnten die Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr nach einem schweren Verkehrsunfall trainieren. Neben dem Unterbauen des PKW sowie dem Betreuen des „Verunfallten“ war natürlich auch der Einsatz der schweren hydraulischen Rettungsschere und Spreizer ein besinderes Highlight.

Auch in den nächsten Übungswochen werden wir unseren Fokus auf die Vorbereitung zur Abnahme der Jugendleistungsprüfung legen.

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Gruppenübergreifender Übungsabend

In einer gemeinsamen Übung konnten die Montags- und Freitagsgruppe die Zusammenarbeit im Einsatzfall trainieren.

Um die reibungslosen Abläufe bei Einsätzen zu optimieren und das richtige Vorgehen bei Bränden zu üben, trafen sich am Montag beide Gruppen zu einer gemeinsamen Lösch- und Rettungsübung.

Im Vorfeld hatten zwei Kameraden ein Übungsszenario vorbereitet. In diesem Szenario wurde die Leitstelle über einen lauten Knall sowie eine Rauchentwicklung und Hilferufe im Wald informiert. Mit dieser „Erstmeldung“ rückten die 18 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen zum gemeldeten Ort aus. Hier wurden die Gruppenführer bereits vor die erste Herausforderung gestellt, denn die angenommene Explosion hatte eine Waldhütte in „Brand“ gesetzt, mindestens eine Person wurde vermisst. Doch weit und breit stand keine Wasserversorgung zur Verfügung. Die einzige Quelle für das Löschwasser war der Stausee, welcher jedoch nur über einen steilen Hang zu erreichen war. In der Übungsannahme wurde die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke „trocken“ aufgebaut und geübt. Zeitgleich suchte die Gruppe aus dem Mannschaftstransportwagen die vermisste Person und konnte diese dann auch in einem Hochsitz finden.

„Brandbekämpfung und Personenrettung“

Während die Gruppe vom Löschfahrzeug die „Brandbekämpfung“ der Hütte vornahm, rettetet die Kameraden den „verletzten Arbeiter“ vom Hochsitz und leisteten im Anschluss gleich noch Erste Hilfe.

Um den Löschgruppenaufbau auch noch mit „Wasser am Rohr“ zu üben, wurde eine weitere Übungssituation geschaffen. Diesmal musste das Vereinsheim eines Segelvereines gelöscht werden. Dazu war es notwendig die Tragkraftspritze an den Stausee zu tragen, von dort Wasser anzusaugen und dieses dann im „Löschangriff“ auf den „Brandherd“ zu bringen.

Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt lag bei der richtigen Nutzung der digitalen Handfunkgeräte. Aufgrund der Lage konnte nicht mit Handzeichen und Zurufen gearbeitet werden. Die Abstimmung musste also „Blind“ über Funk erfolgen.

Nach fast zwei Stunden intensiven Übens folgte dann noch die Nachbestückung der Einsatzfahrzeuge im Gerätehaus. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

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Jugend: Löschen und Retten im Team

Bei einer großen Jugendübung der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, der Rettungshundestaffel, dem lieben Team der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie die BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen, konnten wir am Sonntag das richtige Vorgehen bei einer Großschadenslage mit zahlreichen Verletzten üben.

Der Sonntag startete für unsere Jugendlichen früh. Um 09.00 Uhr wurde Übungsalarm für die Jugendfeuerwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen gegeben. In der Übungsannahme hatte ein Blitz in eine Jugendherberge eingeschlagen, daraufhin war es zu einer Explosion sowie einer Rauchentwicklung im Dachstuhl des Gebäudes gekommen.

Vor Ort erwarteten uns bereits die Fellnasen der Rettungshundestaffel, sowie die Helferinnen und Helfer der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen.

1. Teil der Übung: Brandbekämpfung und Menschenrettung

Diesmal hielten sich die drei Ausbilder, Anja, Thomas und Jerry ganz im Hintergrund und überließen Einsatzabarbeitung der anspruchsvollen Lage ganz den Jugendlichen. Zwei ältere Kameraden wurden zu Gruppenführern „ernannt“ und dürften Ihre jüngeren Kameraden und Kameradinnen in den Einsatz führen. Nach kurzer Einweisung folgte bereits der Einsatzbefehl: „Starke Rauchentwicklung im Dachgeschoss des Gebäudes, Angriffstrupp unter (simulierten) Atemschutz mit 1. C-Rohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das 1. Obergeschoss vor, Wassertrupp als Sicherungstrupp, Verteiler vor den Eingang, Wasserentnahme aus dem Unterflurhydranten, zum Einsatz fertig!“. Sofort schossen die Nachwuchsfeuerwehrkräfte los, setzten das Standrohr und legten mehrere B-Schläuche zum Verteiler aus. Gleichzeitig rückte der Angriffstrupp mit Schlauchreserve in das 1. Obergeschoss vor. Dort konnte hinter einer verschlossenen Türe eine starke Hitze- und Rauchentwicklung festgestellt werden, doch die Tür ließ sich nicht öffnen. Unter fachkundiger Aufsicht der Ausbilder mussten die Jugendlichen die Tür mit einem Halligan Tool gewaltsam öffnen und den dahinter befindlichen Brand ablöschen. Nach gut 15 Minuten konnte „Feuer aus!“ gemeldet werden.

2. Teil der Übung: Verletzensuche mit Rettungshunden

Nach einer kurzen Verschnaufpause, ging es dann wieder zur Sache. Gemeinsam mit den Rettungshunden musste das „einsturzgefährdete Gebäude“ nach Verletzen abgesucht werden. Durch das Notfalldarstellungsteam des BRK wurden vorher mehrere geschminkte Jugendliche im Gebäude versteckt. Während die Fellnasen nach und nach die Verletzten fanden, konnten unsere Nachwuchskräfte ihr Erste-Hilfe Wissen unter Beweis stellen und die „Verletzten“ richtig erstversorgen. Doch nicht nur im Gebäude wurde nach Vermissten gesucht, auch außerhalb. Hier kam ein speziell auf Geruchssuche trainierter Rettungshund, ein sogenannter „Mantrailer“ zum Einsatz. Trotz Regen gelang es dem Vierbeiner bereits nach kürzester Zeit den Vermissten „Vater und seine beiden Kinder“ zu entdecken. Für unsere Jugendlichen war hier besonders die Arbeit mit den Hunden sowie die Besonderheiten bei der Suche nach verletzten oder vermissten Personen eine besondere Herausforderung, die Erste-Hilfe rundete diesen Ausbildungsabschnitt ab.

3. Teil der Übung: Ablöschen von Trümmerteilen

Im dritten Teil der Übung (nach dem Durchtauschen der Gruppenführer) mussten die Wehrjungs und Mädels wieder an die Schläuche. Diesmal, so die Übungsannahme, hatten sich beiseite geräumte Trümmerteile entzündet. Um den „Schuttberg“ dauerhaft abzulöschen, sollten die Jugendlichen mit einem Verteiler, einem C-Schlauch, sowie einem B-Rohr und Stützkrümmer einen provisorischen Wasserwerfer bauen. Mit diesem konnten dann erfolgreich der „Trümmerberg“ in Schach gehalten werden.

4. Teil der Übung: Vornahme eines mit Wasser gefüllten Schlauches im Gebäude

Da wir nicht mit Wasser am Schlauch im Gebäude üben konnten, entschieden wir uns zu einem kleinen Trick, mit einer eingeschraubten ein Euro Münze im Mundstück des Strahlrohres, konnten die Jugendlichen den Unterschied der Schlauchführung mit Wasser im Gebäude üben. Dabei war das Übungsziel zu zeigen, wie schwer so ein Schlauch werden kann und vor allem wie stark die Kondition beeinträchtigt wird, wenn mit einem gefüllten Schlauch im Gebäude gearbeitet wird.

5. Teil der Übung: Gewaltsame Türöffnung

Im letzten Übungsabschnitt ging es um das Thema „gewaltsame Türöffnung“. Dabei nutzen wir das Halligan Tool der Türkheimer Wehr um verschiedenste Öffnungsmethoden und Besonderheiten in der Praxis zu üben. Auch hier zeigten sich die Jugendlichen interessiert und konnten geschickt mit dem Werkzeug der „großen“ Helfer umgehen.

Nach gut drei Stunden intensiven Übens und einer kleinen Feedbackrunde mit viel Lob der Ausbilder, halfen auch wieder alle eingesetzten Kameradinnen und Kameraden die Fahrzeuge wieder mit Schläuchen zu bestücken und einsatzklar zu machen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Rettungshundestaffel für die freundliche Einladung zu dieser Übung, dem Team vom BRK für die Unterstützung und Schminken der Verletzendarsteller und natürlich der BRK Bereitschaftsjugend aus Bad Wörishofen für die Teilnahme als „Verletzte“ an dieser Übung.

Insgesamt waren 11 Jugendliche, ein aktiver Kamerad aus Irsingen und drei Ausbilder der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, neun Kinder- und Jugendliche der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen nebst Ausbildern und dem Team der Notfalldarstellung Unterallgäu sowie 10 Hundeführern der Rettungshundestaffel an der Übung beteiligt.

Gemeinsam Helfen, gemeinsam Retten!

Feuerwehr Irsingen
Feuerwehr Wiedergeltingen
Feuerwehr Türkheim
BRK Bereitschaft Bad Wörishofen
Rettungshundestaffel Kaufering

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Jugend: Ab in´s kühle Nass

Bei Temperaturen um die 30°C ließen sich die Jugendausbilder aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen eine besondere Übung einfallen.

Das es bei der Jugendfeuerwehr nicht nur „ernst“ zur Sache geht, sondern auch viel Zeit für Spiel, Spaß und Erholung bleibt, zeigte die Übung am letzten Mittwoch. Ursprünglich hatten wir eine kleine Waldbrandübung geplant, aufgrund des bevorstehenden Jugendzeltalgers in Babenhausen sowie der hohen Temperaturen, entschieden wir uns kurzfristig, die Übung umzustellen.

„Badesachen mitbringen!“

Unter dem Motto „Faltbehälter“ stand dann unser besonderer Ausbildungsabend an der Feuerwache Türkheim an. Während eine Gruppe den Aufbau des Zeltes für das Wochenende übte, dürften die anderen Nachwuchkräfte einen Faltbehälter, welcher auch bei der Waldbrandbekämpfung zum Einsatz kommt, mit Wasser befüllen.

„Ab ins Wasser!“

Nachdem beide Gruppen ihre Aufgaben schnell abgeschlossen hatten, konnte sich erst mal alle Jugendlichen auf ein leckeres Eis freuen. Anschließend hieß es dann „ab ins Wasser!“ Diejenigen, welche Lust auf eine Erfrischung hatten konnten sich im Faltbehälter abkühlen und einfach planschen oder etwas „Kneipen“. Nach der erfrischenden Übung ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen, das Wasser aus dem Faltbehälter wurde dann der durstigen Natur, Bäumen und Pflanzen zur Verfügung gestellt.

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