Helfen ist Trumpf!

Warum Gesellschaft und Arbeitgeber mit einem Feuerwehrler einen Trumpf in der Hand haben

Unterallgäu. Unter dem Motto „Helfen ist Trumpf“ stellen in ihrer diesjährigen Imagekampagne die bayerischen Feuerwehren ihre Arbeit in den Mittelpunkt die über das normale Feuerwehr-Handwerk „Retten, Löschen, Bergen, Schützen“ hinaus geht.

Das Ehrenamt Freiwillige Feuerwehr ist unbezahlbar: Ab 11. September zeigen die Helfer auf, dass durch ihren Einsatz auch abseits eines Notfalls, der Allgemeinheit eine Vielzahl von freiwilligen Aktivitäten, dem Gemeinwohl nachhaltig und effektiv zugutekommen.
Möglich wird dies durch eine fundierte, vielfältige Ausbildung, die neben der Vermittlung von fachlichen Fähigkeiten auch für die persönliche Lebensgestaltung gewinnbringend sein kann.

Und darum haben die ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und -männer des Landkreises Unterallgäu nicht nur für sich selbst einen Trumpf in der Hand, sondern sind insgesamt ein Trumpf für alle! Egal ob in der Freizeit oder im Job: Feuerwehrleute sind eine Bereicherung.

Für beinahe jedes Kind hat die Feuerwehr eine besondere Faszination. Naheliegend, dass die Feuerwehren schon sehr frühzeitig Kindern und Jugendlichen den Zugang zu diesem besonderen Ehrenamt öffnen. Kinderfeuerwehr (ab sechs Jahren) und Jugendfeuerwehr (ab zwölf Jahren) bieten Mädchen und Jungen eine Freizeitbeschäftigung, die Spaß macht, sinnvoll ist und die Persönlichkeitsentwicklung fördert. Im Landkreis Unterallgäu sind die Feuerwehren stolz auf unsere Kinder und Jugendlichen, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren.

Vor allem im ländlichen Bereich ist die Freiwillige Feuerwehr eine tragende Säule des Gemeindelebens und des Gemeinwohls – jederzeit bereit, Mitbürgerinnen und Mitbürgern in der Not tatkräftig und kompetent zur Seite zu stehen.

Zupacken und Machen: Dieser Geist prägt die Feuerwehren. Bayernweit leisten ca. 315000 Feuerwehrfrauen und -männer zigtausende freiwillige Stunden zum Erhalt ihrer Gerätehäuser, zur Pflege und Wartung ihrer Fahrzeuge und Ausrüstung. Und sie erhalten Werte durch ihren schnellen und professionellen Einsatz im Notfall.

Die bayerischen Feuerwehren setzen auf Vielfalt, Respekt und Toleranz. In der Feuerwehrgemeinschaft leben und fördern die Feuerwehren die demokratische Vielfalt. Ganz parteilos aber mit klarem Standpunkt für ein respektvolles Miteinander und gegenseitige Achtung. Um diese Vielfalt zu stärken, freuen sich die Feuerwehren auf alle die diese Werte mit ihnen teilen.

Der KFV Unterallgäu und alle bayerischen Feuerwehren freuen sich, wenn die diesjährige Kampagne dazu beiträgt, neue Interessenten für den aktiven Dienst zu gewinnen. Die Freiwilligen Feuerwehren heißen jeden herzlich willkommen!

Weitere Informationen zum Ehrenamt Feuerwehr und wie ein Interessierter einer Freiwilligen Feuerwehr beitritt, gibt es unter www.helfenisttrumpf.de.

Waldbrandgefahr – Bayern ist gut vorbereitet

Gleich vorneweg – Bayern und eigentlich auch Deutschland braucht keine Löschflugzeuge. Zur Wasseraufnahme bei Löschflugzeugen braucht man größere Wasserflächen um dort quasi „Wasser auftanken“ zu können.

(lfv-bayern) Bayern ist aber trotzdem gut und vielleicht auch viel besser als andere Bundesländer auf Waldbrände vorbereitet. Schon vor über 30 Jahren wurde ein flächendeckendes Stationierungssystem von Löschwasseraußenlastbehältern bei den Feuerwehren aufgebaut und wurde bis heute vom Freistaat Bayern erhalten. In den letzten Jahren wurde zudem eine Vielzahl der Behälter technisch verbessert und den Einsatzanforderungen angepasst.

Unter der Federführung des Kompetenzzentrums für Flughelfer an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg wurde dort in den letzten Jahren in enger Abstimmung mit den 17 Flughelferstandorten und dem Landesfeuerwehrverband Bayern Erneuerungen und eine Ergänzung der Ausstattung der 17 Flughelferstandorte abgestimmt. Zudem erfolgt die Ausbildung der Flughelfergruppen hier bayernweit einheitlich und regelmäßig.

Jeder dieser 17 Standorte hat ca. 20 ausgebildete und ständig fortgebildete Flughelfer, die im Umgang mit den Außenlastbehältern und den dafür benötigten Hubschraubern geschult sind. Insgesamt werden über 40 Behälter mit 900 Liter oder auch 5.000 Liter Fassungsvermögen vorgehalten.

Die Hubschrauber werden vornehmlich durch die Polizeihubschrauberstaffel Bayern (acht Hubschrauber) gestellt. Bei größeren Schadenslagen werden zusätzliche Hubschrauber der Bundespolizei und der Bundeswehr angefordert. Gelegentlich kommen aber auch private Hubschrauberbetreiber hier zum Einsatz.

Das System der Löschwasseraußenlastbehälter stellt eine Wasserentnahme aus jedem See, Weiher oder auch einem Fluss sicher. Zudem können die Behälter auch von den Flughelfergruppen selbst befüllt werden. Damit ist ein Einsatz überall und vor allem auch kurzfristig möglich. Durch die relativ kurzen Anflugzeiten bei der Wasseraufnahme halten sich die Einsatzkosten hier auch noch in Grenzen.

Im Rahmen der Konzeption von Hilfeleistungskontingenten können aus mehreren Flughelfergruppen spezielle Kontingente gebildet werden und sogar in andere Bundesländer oder auch ins Ausland verlegt werden. Das Kompetenzzentrum für Flughelfer an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg kümmert sich hierbei um die Koordinierung. Dort ist der jeweilige Ausbildungsstand aber auch die Einsatzfähigkeit der staatlichen Löschwasseraußenlastbehälter aktuell bekannt, da die Behälter von der Feuerwehrschule bayernweit geprüft werden.

Beobachtung aus der Luft seit über 50 Jahren!

Des Weiteren gibt es mittlerweile seit über 50 Jahren die Luftrettungsstaffel Bayern. Die Luftrettungsstaffel schützt mit derzeit rund 300 ehrenamtlichen Piloten, über 150 Flächenflugzeugen und fünf Hubschraubern, die auf 32 Flugplätzen in ganz Bayern verteilt sind sowie rund 250 aktiven Luftbeobachtern die Wälder in Bayern. Bei besonders hoher Waldbrandgefahr können die Bezirksregierungen Überwachungsflüge durch die Luftrettungsstaffel anordnen. Dadurch können Waldbrände noch schneller erkannt werden und die Einsatzkräfte direkt zu den Rauchentwicklungen oder Bränden geführt werden.

Ausstattung der Feuerwehren in Bayern

In rund 7.600 Feuerwehren leisten rund 320.000 Feuerwehrangehörige ihren Dienst. Unter den rund 14.500 Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren in Bayern befinden sich rund 1.000 Tanklöschfahrzeuge die Wasser mitführen und dieses direkt an die Einsatzstelle bringen können.

Zudem halten die Feuerwehren rund 150 Schlauchwägen vor, auf denen zwischen 1.000 und 2.000 m B-Schläuche transportiert werden, um z.B. eine Wasserförderung über lange Schlauchstrecken aufbauen zu können.

Ergänzt werden diese durch insgesamt 12 Wasserfördersysteme, die der Freistaat Bayern in den letzten Jahren für den Katastrophenschutz beschafft hat. Diese sind an 12 Standorten bayernweit stationiert und können große Wassermengen (über 4.000 Liter/min.) über längere Strecken fördern.

Konzeption der Hilfeleistung – Hilfeleistungskontingente in Bayern

Seit 2007 hat der Freistaat Bayern mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern die Planungsrichtlinien für die Aufstellung von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten zur überregionalen bzw. länder- oder staatenübergreifende Katastrophenhilfe erstellt und fortgeführt. Mit Hilfe dieser Planung haben die Landkreise und Städte ihre Einsatzmittel zu Hilfeleistungskontingenten für verschiedene Einsatzszenarien zusammen gefasst.

Diese vorbereitenden Maßnahmen ermöglichen relativ schnell eine organisierte und dem entsprechenden Einsatzauftrag oder auch Hilfeersuchen angepasste Hilfe.

Bei Großschadenslagen innerhalb Bayerns fordern die Landkreise oder Städte diese Kontingente bei ihrer zuständigen Bezirksregierung an. Bei Schadensereignissen, die über einen Regierungsbezirk hinaus gehen, koordiniert das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Integration die Entsendung von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten.

Bei der Anforderung von Hilfeersuchen aus anderen Bundesländern oder auch dem Ausland prüft und koordiniert das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Integration die Entsendung von geeigneten Hilfeleistungskontingenten.

BRANDSCHUTZTIPP DES MONATS – Grillen: Genuss ohne Reue

Kaum klettern die Temperaturen am Thermometer, beginnt wieder die Grillsaison.

Doch Fehler beim Anzünden oder beim Betreiben des Grills können sich „brandheiß“ oder sogar lebensgefährlich auswirken. Eine „abgebrannte“ Gartenparty oder äußerst schwere und schmerzhafte Verbrennungen (von Körperteilen) sind keine Seltenheit.

Im Extremfall kann es sogar zu einem tödlichen Unfall kommen. Verdeutlichen kann man sich die Gefahren daran, dass die aus dem Grill lodernden Flammen ca. 800 Grad Celsius, die Glut und der Rost ca. 500 Grad Celsius und das Gehäuse eines Metallgrills noch ca. 400 Grad Celsius Temperatur haben.

Deshalb sollten die folgenden Ausführungen beachtet werden:

  • Achten Sie beim Kauf von Grillgeräten auf die DIN EN 1860 – 1 und vorzugsweise auch auf das GS-Zeichen, bei Gasgrills auf eine „CE“-Kennzeichnung.
  • Der Grill gehört ausschließlich ins Freie, ausgenommen hiervon sind die elektrischen Tischgrills. Betreiben Sie einen Holz- oder Gassgrill nie in geschlossenen Räumen, versuchen Sie auch nach dem Grillen auf keinen Fall die Restwärme zur Erwärmung einer Gartenlaube oder Wohnung zu nutzen. Selbst ein vermeintlich erkalteter Grill kann zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden, wenn Sie ihn zum Schutz vor einem Gewitter in die Wohnung tragen! Schuld daran ist entstehendes Kohlenmonoxid, ein hochgiftiges und geruchloses Gas, das innerhalb kürzester Zeit zum Tode durch Ersticken führt.
  • Der Grill sollte stabil sein und einen sicheren Stand auf festem Untergrund haben. Zu brennbaren Gegenständen wie z. B. Sonnenschirmen etc. muss ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden. Bewegen Sie den Grill nicht mehr, wenn er schon brennt.
  • Wenn Sie an einem Lagerfeuer grillen, sorgen Sie für einen nicht brennbaren Streifen rund um den Grillplatz – am einfachsten, indem Sie Grasboden ausheben, bis die Erde freiliegt. Am besten grillen Sie in der Natur auf dafür ausgewiesenen Plätzen – und nie im Wald!
  • Bei der Verwendung eines Gasgrills prüfen Sie vorher, ob die Anschlüsse dicht sind. Der Verbindungsschlauch und die Gasflasche dürfen beim Grillen nicht der Hitze ausgesetzt werden.
  • Wer seine Speisen mit Holzkohle zubereitet, sollte zur Sicherheit einen Eimer Wasser neben dem Grill platzieren. Bei einem Gas- oder Stromgrill hingegen dürfen aufkommende Flammen keinesfalls mit Wasser bekämpft werden.
  • Achten Sie darauf, dass Sie möglichst keine Kunstfasertextilien beim Grillen tragen.
  • Beachten Sie beim Grillen die Windrichtung, um Gefahren durch Funkenflug und Rauchentwicklung zu vermeiden. Grillen Sie möglichst nicht bei starkem Wind, sonst besteht die Gefahr, dass Glut verweht wird. Löschen Sie bei aufkommendem Wind die Glut mit ausreichend Wasser ab und/oder vergraben Sie die Glutreste in Erde oder Sand. Beim Gasgrill besteht bei starkem Wind die Gefahr, dass die Flamme erlischt und Gas weiterhin unkontrolliert austritt.
  • Das Anheizen eines Holzkohlegrills nimmt mindestens eine halbe Stunde in Anspruch. Man sollte sich also Zeit nehmen. Mit Brandbeschleunigern wie Spiritus, Alkohol, Benzin oder Lampenöl zu hantieren, ist hochgefährlich, da es bei diesem leicht brennbaren Material zu Verpuffungen kommen kann. Dabei kommt es oft zu schweren Brandverletzungen, die besonders den empfindlichen Gesichtsbereich und den Oberkörper treffen.
  • Es wird daher empfohlen, nur solche Anzündhilfen zu verwenden, die von einer anerkannten Prüfstelle getestet und für sicher befunden wurden, z. B. nach DIN EN 1860 – 3 geprüften Grillanzündhilfen mit DIN-CERTCO Zeichen. Bei Verwendung von flüssigen Anzündhilfen ist darauf zu achten, dass die Flasche über eine Ausgießhilfe und ein Sicherheitsventil verfügt, welches einen Flammenrückschlag verhindert.
  • Spritzen Sie niemals flüssigen Grillanzünder in den bereits entzündeten Grill. Durch einen Flammenrückschlag kann die gesamte Flasche in der Hand explodieren und zu schwersten Brandverletzungen am Körper führen.
  • Es ist darauf zu achten, dass vor dem Auflegen des Grillgutes die Anzündhilfe vollständig verbrannt ist.
  • Beginnen Sie mit dem Grillen erst, wenn die Flammen beim Durchbrennen erloschen sind und sich auf der Grillkohle eine weiße Aschenschicht zeigt.
  • Mit Grillhandschuh oder langer Grillzange arbeiten.
  • Da sich abtropfendes Fett entzünden kann, sollten Auffangschalen benutzt werden. Neben einer verringerten Geruchsbelästigung der Nachbarn hat das den Vorteil, dass weniger sogenannte Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen. Das sind Krebserregende Stoffe, die beim Grillen entstehen können, insbesondere wenn Fett, Fleischsaft oder Marinade in die Holzkohle tropft und die Grillwurst oder das Kotlett dabei geräuchert werden.
  • Sollte sich Fett entzünden, so löschen Sie es bitte niemals mit Wasser, dabei können sich gefährliche Stichflammen bilden. Weitaus ungefährlicher ist es, diese Flammen mit Sand oder einer Löschdecke einzudämmen. In der Regel reicht es jedoch schon, den Grillrost mit den Grillhandschuhen vom Grill zu heben.
  • Grillasche erst entsorgen, wenn die Feuerstelle vollständig erkaltet ist. Diese Asche ist nicht kompostierbar und gehört deshalb in den Restmüll.

Grillen mit Kindern

Besonders vorsichtig gilt es zu sein, wenn Kinder beim Grillen dabei sind! Denn Kinder sind neugierig. Feuer ist für Sie etwas ganz Besonderes: Es raucht, es zischt, da tut sich was! Doch leider kommt es immer wieder vor, dass Kinder beim Grillen schwer verletzt werden.

Die Gründe:

  • Kinder können die Gefahr nicht einschätzen.
  • Erwachsene sind häufig unachtsam. Sie konzentrieren sich auf das Feuer und vergessen dabei, auf die Kinder aufzupassen. Vor allem dann, wenn Alkohol im Spiel ist.
  • Es ist schon oft genug vorgekommen, dass Kinder oder Haustiere versehentlich gegen den Grill gestoßen sind und damit schwere Unfälle ausgelöst haben.
  • Immer wieder kommt es zu Vergiftungen, weil Kinder an Flüssigen Grillanzündern genippt haben.

Deswegen:

  • Der Grillbereich ist kein Spielbereich. Halten Sie die Kinder vom Grill fern (ausreichender Sicherheitsabstand ca. 2 bis 3 m)
  • Äußerste Vorsicht beim Grillen
  • Immer die Kinder im Blickfeld haben.
  • Frühzeitig die Kinder über die Gefahren beim Grillen aufklären und ihnen durch gutes Beispiel zeigen, wie man richtig mit dem Grillfeuer umgeht.

Achtung!

Auch scheinbar erloschenes Feuer birgt noch Gefahren: Schwerste Hand- und Fußverletzungen kommen durch die noch glimmende Asche vor. Also: Auch nach dem Grillen ist die Gefahr noch nicht vorbei.

Sollte es doch zu Brandverletzungen kommen

  • Kühlen Sie Brandwunden ca- 10 – 20 Minuten lang mit kühlem, sauberen Wasser.
  • Ab etwa 10% verbrannter Hautoberfläche ist der Grillunfall ein Fall für den Notarzt! Rufen Sie dann unverzüglich Hilfe über den Notruf 112. Bei Kindern gilt: Schon eine Brandverletzung in der Größe eines 2 Euro-Stücks muss vom Notarzt versorgt werden.
  • Decken Sie die Wunde nach der Kühlung möglichst keimfrei ab. Verwenden Sie jedoch niemals Haushaltsmittel wie Mehl oder Ähnliches.
  • Betreuen Sie den Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
  • Suchen Sie auch bei kleineren Verbrennungen baldmöglichst den Arzt auf.

Textquelle: Landesfeuerwehrverband Bayern e. V. – Symbolbild Bild von Karolina Grabowska auf Pixabay

Corona – Keine Chance den „Fake News“

Derzeit trifft uns die größte Herausforderung seit dem Ende des zweiten Weltkrieges. Die Corona Pandemie hat Deutschland und auch die Welt fest im Griff. Leider nutzen auch Wichtigtuer und Betrüger das Informationsbedürfnis und auch die Angst der Menschen aus um Fehlinformationen zu streuen oder sogar betrügerische Geschäfte durchzuführen.

Wir haben uns daher entschlossen die bisher bekannten offizielle Informationen auf unserer Seite zu teilen – jetzt ist es besonders wichtig sich nicht verrückt machen zu lassen, sondern ruhig und besonnen zu bleiben.

1. Ausgangsbeschränkung für Bayern
(Wichtig! Ausgangsbeschränkung ist nicht gleich Ausgangssperre!)

Informationen dazu hier (Link)

https://ogy.de/8aer

Ausgangsbeschränkung als Volltext (pdf)

Hygienemassnahmen für Einsatzkräfte (pdf)

Waldspaziergang nach Sturm

Wenn es draußen stürmt und tobt und auch die Feuerwehren im Dauereinsatz auf den Straßen unterwegs sind um umgestürzte Bäume zu entfernen oder Keller leerzupumen, denkt niemand an einen Waldspaziergang. Doch auch Tage nach Stürmen kann ein Ausflug in den Wald lebensgefährlich werden.

Nach dem Sturm folgt meist die Sonne oder zumindest ein laueres Lüftchen als vorher. Warum dann nicht einfach einen schönen Ausflug in die Natur oder am besten in den Wald unternehmen? Gerade nach heftigen Stürmen kommt es auch in den Wäldern zu entsprechenden Schäden. Bäume die durch den Wind abgebrochen oder gar entwurzelt werden stehen unter erheblicher Spannung. Auch droht noch mehrere Tage nach Unwettern Gefahr von Oben, Äste und ganze Baumkronen können weiterhin abbrechen und in die Tiefe stürzen. Oftmals sind auch Wald- und Forstwege durch umgestürzte Bäume versperrt.

Unser Rat lautet daher: Nach Stürmen die Wälder mehrere Tage nicht betreten! Geben Sie den Waldbesitzern Zeit die Schäden zu begutachten und entsprechend zu beseitigen. Helfen Sie Unfälle zu vermeiden in dem Sie sich nicht zusätzlich in Gefahr bringen.

Übrigens: Wussten Sie das die Waldbrandgefahr in den Monaten April und Mai am höchsten ist? Das trockene Blattwerk aus dem Herbst und meist trockene Waldböden sind ideale Voraussetzungen für die Entstehung von Waldbränden. Achten Sie daher bitte bereits jetzt darauf, in und an Wäldern keine offenen Flammen zu verwenden und entsorgen Sie Ihre mitgebrachten Verpackungen in den Abfalleimern und nicht in der Natur.

Foto: Image by Antranias on Pixabay

CO macht K.O. – Schütze dich vor Kohlenmonoxid!

Dortmund (ots) / Berlin, 4. Februar 2019 – Mit einer Aktionswoche startet die neu gegründete Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen vom 18. bis 24. Februar 2019 ihre erste bundesweite Aufklärungswoche. Ziel ist es, die Bevölkerung über die gesundheitsgefährdenden Gefahren von Kohlenmonoxid (CO) zu informieren und damit die Zahl der CO-Vorfälle deutlich zu reduzieren.

Die Feuerwehr Dortmund unterstützt die Initiative und klärt mit diversen Hinweisen in den sozialen Medien über die Gefahren rund um das Thema „Kohlenmonoxod“ in der Aktionswoche auf.

Laut der im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Übersicht „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonxidvergiftung“ verzeichnen deutsche Kliniken jährlich rund 3.900 Einweisungen aufgrund von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer, da viele Fälle nicht erkannt werden. Gerade in der kalten Jahreszeit treten CO-Vergiftungen vermehrt auf. Auslöser können technische Defekte, mangelnde Wartung oder verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen sein. Auch der unsachgemäße Gebrauch von Grills oder Heizpilzen in geschlossenen Räumen stellt eine häufige Unfallursache dar. Kohlenmonoxid dringt zudem mühelos durch Wände und Fußböden und kann sich unabhängig von der Quelle im ganzen Haus verteilen.

Atemgift Kohlenmonoxid

Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid, ist ein gefährliches Atemgift, das man weder sehen, riechen noch schmecken kann. Der Mensch merkt daher nicht, wenn er CO einatmet, denn der Körper reagiert weder mit Husten noch mit Atemnot. Das macht das Gas so gefährlich. Kohlenmonoxid verdrängt den Sauerstoff im Blut. Die Versorgung von lebenswichtigen Organen und dem besonders auf Sauerstoff angewiesenen Gehirn wird blockiert. „Die Folgen einer CO-Vergiftung können verheerend sein“, erläutert Dr. Hella Körner-Göbel vom Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und ergänzt: „Während bei hohen CO-Konzentrationen in der Luft schnell der Tod eintritt, können typische Vergiftungssymptome bei niedrigen Werten auch erst nach längerer Zeit auftreten. Diese reichen von Gedächtnisstörungen und Verhaltensänderungen bis hin zum Parkinsonismus.“

CO-Warnmelder schützen vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen

„Das Risiko von CO-Vergiftungen in den eigenen vier Wänden lässt sich durch die Installation von CO-Warnmeldern deutlich reduzieren. Weil das Gas für den Menschen nicht erkennbar ist, kann eine Frühwarnung nur durch technische Geräte erfolgen. Diese reagieren auf gesundheitsgefährdende CO-Konzentrationen in der Raumluft und der schrille Alarmton warnt die Menschen vor dem gefährlichen Atemgift“, erklärt Norbert Schaaf vom BHE Bundesverband Sicherheitstechnik. „Bei einem Verdacht auf Kohlenmonoxid oder wenn der CO-Melder anschlägt, sollte man schnell das Haus verlassen. Außerdem, wenn möglich, Fenster und Türen öffnen und von draußen den Notruf 112 der Feuerwehr wählen“, erläutert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Mehr Informationen zu den Gefahren von Kohlenmonoxid sind online unter www.co-macht-ko.de und auf Facebook unter „CO-macht-KO“ zu finden. Auf der Homepage der Initiative gibt es auch Empfehlungen, wie man sich zu Hause vor einer CO-Vergiftung schützen kann sowie einen Informations-Flyer zum Download.

Foto: © Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen

Wenn der Kamin plötzlich Funken schlägt

Wohlige Wärme, dazu knistert das Holz, richtig toll kann so ein Kaminofen sein. Die Öfen sind gefragt, aber beim Betrieb wird viel falsch gemacht. Immer öfter muss die Feuerwehr ausrücken, um Kaminbrände zu löschen. Was kann man vorsorglich dagegen tun?

Aus dem Schlot schlagen Flammen, giftige Gase strömen ins Zimmer, das Haus droht abzubrennen. Wenn der Kamin brennt, kann es richtig gefährlich werden.

„Wenn es tatsächlich brennt, sollte man auf jeden Fall gleich die „112“ wählen und nicht versuchen, das Feuer mit Wasser zu löschen“, rät die Feuerwehr Irsingen. Ein Löschen mit Wasser dagegen ist sogar besonders gefährlich, da im heißen Kamin das Wasser schlagartig verdampft, sein Volumen enorm vergrößert und dann den Kamin sprengen kann. Ein Kaminbrand entsteht, wenn sich Ablagerungen im Schornstein oder im Rauchrohr entzünden. Diese Ablagerungen entstehen durch Ruß oder Rauch-Kondensation. Die Hauptursache für Kaminbrände ist falsches Heizen. Es werden oft ungeeignete oder zu feuchte Brennstoffe verwendet.

Um Kaminbrände zu vermeiden, ist Folgendes zu beachten:

Vorsorgemaßnahmen

  • Bei der Anschaffung muss berücksichtigt werden, dass Heizleistung und Kaminquerschnitt angepasst sind. Das muss in Rückssprache mit dem Kaminkehrer oder Ofenbauer entschieden werden.
  • Zum Anzünden sollten Sie immer nur trockenes Holz, etwas Papier oder Anzünder, auf keinen Fall aber Flüssiges verwenden.
  • Das Holz, das Sie verwenden, sollte maximal einen Feuchtigkeitsgehalt von 20 Prozent haben. Das ist in der Regel nach zwei Jahren Lagerung erreicht.
  • Achten Sie auf genügend Zuluft. Wenn nach dem Anschüren die Zuluft zu schnell abgeschnitten wird, schwelt das Holz nur an. Es kommt zur Rußbildung. Wenn die Sichtscheibe schwarz beschlagen ist, ist das ein Warnsignal.
  • Verwenden Sie ordnungsgemäßes Brennmaterial- kein Gerümpel, Haushaltsabfälle, Windeln (Pampers), Joghurtbecher etc.. Die Verfeuerung von unerlaubten Brennmaterial ist nicht nur verboten, sondern führt zu extremen Schadstoffausstößen und kann Schäden in Feuerstätten und Rauchfängen auslösen!

Wenn es doch zum Brand kommt, bewahren Sie Ruhe und rufen Sie die Feuerwehr unter 112 an.

Unterlassen Sie eigene Löschungversuche mit Wasser. Die Gefahr, dass der Schornstein explodiert, ist zu groß.

Schließen Sie alle Zuluftöffnungen am Ofen. Kontrollieren Sie die Umgebung und stellen Sie einen Feuerlöscher bereit, um vorbereitet zu sein, wenn es durch die große Hitzeentwicklung bis zu 1.400 Grad zu einem Sekundärbrand kommt.

Waldbrandgefahr steigt!

Während es bisher vor allem im Norden Deutschlands zu schweren Wald- und Flächenbränden kam, kann es ab Mittwoch auch verstärkt in unserer Region zu Bränden kommen.

Mit der Waldbrandstufe 4 von 5 wird ab Mittwoch auch bei uns die Waldbrandgefahr auf der dann zweit-höchsten Gefahrenstufe stehen. Auch wenn es am Mittwoch zu kurzen aber heftigen unwetterartigen Gewittern kommen kann, wird es auch weiterhin gefährlich trocken bleiben.

Wir haben dazu ein paar Tipps für Sie zusammengetragen um Brände auf Freiflächen und Wäldern zu vermeiden:

  • Das RAUCHEN in oder an Wäldern, Waldrändern und auch Badeseen in Waldgebieten ist strengstens verboten. Bereits eine nicht vollständig gelöschte Zigarette kann schwerwiegende Brände auslösen.
  • Werfen Sie keinen Kippen, Flaschen oder sonstigen Müll aus dem Fahrzeug (generell nicht nur bei Waldbrandgefahr)
  • Grillen an Waldrändern oder auch Badeseen / Baggerseen am Waldrand ist verboten, schnell kann hier Funken und Glut durch den Wind in den Wald getragen werden.
  • Das Betreten von Wäldern kann ggf. eingeschränkt werden. Achten Sie vor allem auf mitgebrachte Gegenstände und nehmen Sie alles wieder mit.
  • PKW-Katalysatoren werden sehr heiß und bleiben auch nach dem Abstellen des Fahrzeuges heiß genug um Gräser oder andere trockenen Sträucher zu entzünden. Beachten Sie dies bei der Parkplatzsuche.
  • Melden Sie Brände und Rauchentwicklung SOFORT per 112 an die Notruf-Leitstelle – versuchen Sie dabei möglichst präzise Ortsangaben zu machen UND BLEIBEN Sie vor Ort um den Einsatzkräften den Weg zu weisen.

Eichenprozessionsspinner: Vorsicht, reizend!

Sie sind klein, sie sind haarig, sie sind nicht alleine und sie sind gefährlich – die Eichenprozessionsspinner!

Es ist doch nur „ne Raupe“! So könnte man meinen, wenn man die meist in großen Mengen auftretenden Raupen in diesen Tagen an Bäumen, auf Wiesen oder Spielplätzen kriechen sieht. Doch die Eichenprozessionsspinner sind gefährlich – denn sie haben kleine Brennhaare, die schwerste allergische Reaktionen auslösen können.

Unsichtbar mit Folgen

Auch den Redakteur dieses Artikels haben die kleinen Raupen vor einigen Jahren einige Tage „Arbeitsunfähigkeit“ beschert. Auf einem Basketballplatz waren nur ein paar Würfe auf den Korb geplant, von den kleinen Tierchen war nichts zu sehen – doch die Brennhaare waren auf dem gesamten Platz verteilt. Bereits wenige Stunden nach dem Sport traten die ersten Symptome auf, erst ein Jucken auf der ganzen Haut dann ein Brennen später folgte Schüttelfrost und Atemnot. Damals ging es unter Notarztbegleitung mit einem sogenannten anaphyllaktischer Schock in das Krankenhaus und das alles innerhalb von nur gut drei Stunden. Einen Tag später rückte die Feuerwehr unter CSA (Chemikalienschutzanzug) an und entfernte das Nest der Tiere. Der Platz wurde gesperrt und gründlichst mit Spezialmittel abgesprüht. Erst ein Herbststurm mit Starkregen löste das Brennhaarproblem entgültig.

Nest entdeckt was tun?

Wenn Sie im Garten ein Nest der Tiere entdecken sollten Sie dieses durch einen Fachmann oder eine Fachfirma entsorgen lassen. Anders sieht es aus wenn Sie die fiesen Tierchen in der Nähe von Spielplätzen, Kindergärten, Schulen oder anderen Plätzen an denen häufig Kinder oder ältere Menschen zu finden sind, entdecken. Hier sollten sie die nächste Polizeiinspektion bzw. die Leitstelle der Feuerwehr und des Rettungsdienstes unter 112 informieren. Wichtig! Warnen Sie in diesem Fall ihre Mitmenschen vor der Gefahr.

Kein Grund zur Panik

Trotz der Gefährlichkeit der kleinen Raupen heißt die Devise auch hier „Ruhe bewahren!“ und die richtigen Schritte einleiten.

Weitere Informationen zu den Eichenprozessionsspinnern finden Sie unter anderem bei

Brandschutztipp des Monats – Asche richtig entsorgen

„Gestern war mein Haus noch da!“ So fühlen sich immer wieder Hausbesitzer nachdem es bei Ihnen gebrannt hat. In letzter Zeit mussten die Wehren wieder häufiger zu brennenden Mülltonnen ausrücken – nicht immer bleibt es bei einem kleinen Schaden

Bei diesem Brand in Kaufbeuren wurde durch nicht abgekühlte Aschereste verursacht (Foto: mindelmedia)

Was gibt es schöneres als einen gemütlichen Abend am Kamin oder ein leckeres Steak vom Grill? Oft werden nach dem Genießen Asche- oder Kohlereste in der Restmülltonne entsorgt. Auch wenn die Asche bereits ein paar Stunden abgekühlt ist, können sich immer noch einzelne Glutnester in der grau-schwarzen Masse befinden und wenn diese in der Restmülltonne auf etwas brennbares stoßen steht schon bald die Plastiktonne in Vollbrand. Bis hierhin, kann die Feuerwehr meist schlimmeres verhindern, doch oft stehen die Restmülltonnen unter dem Vordach oder in Garagen / Wintergärten. Hier können die Flammen rasend schnell auf die Fassade und das Dach übergreifen und erheblichen Brandschaden verursachen.

Brände verhindern – Tipps Ihrer Feuerwehr

  • Aschereste nur vollständig abgekühlt in die Restmülltonne einfüllen. Idealerweise vorher noch mit Wasser ablöschen.
  • Restmülltonnen die auch als „Aschetonne“ genutzt werden nicht unter brennbaren Material oder in der Garage abstellen.
  • Sollte es bereits zu einer Rauchentwicklung kommen, Tonne wenn möglich vom Gebäude wegziehen und Löschversuch unternehmen WENN DIES OHNE EIGENGEFÄHRDUNG MÖGLICH ist. Bei Rauchentwicklung in geschlossenen Räumen (Keller, Garage usw.) niemals selber betreten (Rauchgas tötet nach zwei Atemzügen).
  • Immer  sofort über 112 die Feuerwehr alarmieren auch nach erfolgreichem Löschversuch (Brandnachschau).
  • Im Brandfall Nachbarn und andere Hausbewohner warnen und einen Einweiser an der Straße platzieren.
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