Jugend: Löschen und Retten im Team

Bei einer großen Jugendübung der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, der Rettungshundestaffel, dem lieben Team der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie die BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen, konnten wir am Sonntag das richtige Vorgehen bei einer Großschadenslage mit zahlreichen Verletzten üben.

Der Sonntag startete für unsere Jugendlichen früh. Um 09.00 Uhr wurde Übungsalarm für die Jugendfeuerwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen gegeben. In der Übungsannahme hatte ein Blitz in eine Jugendherberge eingeschlagen, daraufhin war es zu einer Explosion sowie einer Rauchentwicklung im Dachstuhl des Gebäudes gekommen.

Vor Ort erwarteten uns bereits die Fellnasen der Rettungshundestaffel, sowie die Helferinnen und Helfer der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen.

1. Teil der Übung: Brandbekämpfung und Menschenrettung

Diesmal hielten sich die drei Ausbilder, Anja, Thomas und Jerry ganz im Hintergrund und überließen Einsatzabarbeitung der anspruchsvollen Lage ganz den Jugendlichen. Zwei ältere Kameraden wurden zu Gruppenführern „ernannt“ und dürften Ihre jüngeren Kameraden und Kameradinnen in den Einsatz führen. Nach kurzer Einweisung folgte bereits der Einsatzbefehl: „Starke Rauchentwicklung im Dachgeschoss des Gebäudes, Angriffstrupp unter (simulierten) Atemschutz mit 1. C-Rohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das 1. Obergeschoss vor, Wassertrupp als Sicherungstrupp, Verteiler vor den Eingang, Wasserentnahme aus dem Unterflurhydranten, zum Einsatz fertig!“. Sofort schossen die Nachwuchsfeuerwehrkräfte los, setzten das Standrohr und legten mehrere B-Schläuche zum Verteiler aus. Gleichzeitig rückte der Angriffstrupp mit Schlauchreserve in das 1. Obergeschoss vor. Dort konnte hinter einer verschlossenen Türe eine starke Hitze- und Rauchentwicklung festgestellt werden, doch die Tür ließ sich nicht öffnen. Unter fachkundiger Aufsicht der Ausbilder mussten die Jugendlichen die Tür mit einem Halligan Tool gewaltsam öffnen und den dahinter befindlichen Brand ablöschen. Nach gut 15 Minuten konnte „Feuer aus!“ gemeldet werden.

2. Teil der Übung: Verletzensuche mit Rettungshunden

Nach einer kurzen Verschnaufpause, ging es dann wieder zur Sache. Gemeinsam mit den Rettungshunden musste das „einsturzgefährdete Gebäude“ nach Verletzen abgesucht werden. Durch das Notfalldarstellungsteam des BRK wurden vorher mehrere geschminkte Jugendliche im Gebäude versteckt. Während die Fellnasen nach und nach die Verletzten fanden, konnten unsere Nachwuchskräfte ihr Erste-Hilfe Wissen unter Beweis stellen und die „Verletzten“ richtig erstversorgen. Doch nicht nur im Gebäude wurde nach Vermissten gesucht, auch außerhalb. Hier kam ein speziell auf Geruchssuche trainierter Rettungshund, ein sogenannter „Mantrailer“ zum Einsatz. Trotz Regen gelang es dem Vierbeiner bereits nach kürzester Zeit den Vermissten „Vater und seine beiden Kinder“ zu entdecken. Für unsere Jugendlichen war hier besonders die Arbeit mit den Hunden sowie die Besonderheiten bei der Suche nach verletzten oder vermissten Personen eine besondere Herausforderung, die Erste-Hilfe rundete diesen Ausbildungsabschnitt ab.

3. Teil der Übung: Ablöschen von Trümmerteilen

Im dritten Teil der Übung (nach dem Durchtauschen der Gruppenführer) mussten die Wehrjungs und Mädels wieder an die Schläuche. Diesmal, so die Übungsannahme, hatten sich beiseite geräumte Trümmerteile entzündet. Um den „Schuttberg“ dauerhaft abzulöschen, sollten die Jugendlichen mit einem Verteiler, einem C-Schlauch, sowie einem B-Rohr und Stützkrümmer einen provisorischen Wasserwerfer bauen. Mit diesem konnten dann erfolgreich der „Trümmerberg“ in Schach gehalten werden.

4. Teil der Übung: Vornahme eines mit Wasser gefüllten Schlauches im Gebäude

Da wir nicht mit Wasser am Schlauch im Gebäude üben konnten, entschieden wir uns zu einem kleinen Trick, mit einer eingeschraubten ein Euro Münze im Mundstück des Strahlrohres, konnten die Jugendlichen den Unterschied der Schlauchführung mit Wasser im Gebäude üben. Dabei war das Übungsziel zu zeigen, wie schwer so ein Schlauch werden kann und vor allem wie stark die Kondition beeinträchtigt wird, wenn mit einem gefüllten Schlauch im Gebäude gearbeitet wird.

5. Teil der Übung: Gewaltsame Türöffnung

Im letzten Übungsabschnitt ging es um das Thema „gewaltsame Türöffnung“. Dabei nutzen wir das Halligan Tool der Türkheimer Wehr um verschiedenste Öffnungsmethoden und Besonderheiten in der Praxis zu üben. Auch hier zeigten sich die Jugendlichen interessiert und konnten geschickt mit dem Werkzeug der „großen“ Helfer umgehen.

Nach gut drei Stunden intensiven Übens und einer kleinen Feedbackrunde mit viel Lob der Ausbilder, halfen auch wieder alle eingesetzten Kameradinnen und Kameraden die Fahrzeuge wieder mit Schläuchen zu bestücken und einsatzklar zu machen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Rettungshundestaffel für die freundliche Einladung zu dieser Übung, dem Team vom BRK für die Unterstützung und Schminken der Verletzendarsteller und natürlich der BRK Bereitschaftsjugend aus Bad Wörishofen für die Teilnahme als „Verletzte“ an dieser Übung.

Insgesamt waren 11 Jugendliche, ein aktiver Kamerad aus Irsingen und drei Ausbilder der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, neun Kinder- und Jugendliche der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen nebst Ausbildern und dem Team der Notfalldarstellung Unterallgäu sowie 10 Hundeführern der Rettungshundestaffel an der Übung beteiligt.

Gemeinsam Helfen, gemeinsam Retten!

Feuerwehr Irsingen
Feuerwehr Wiedergeltingen
Feuerwehr Türkheim
BRK Bereitschaft Bad Wörishofen
Rettungshundestaffel Kaufering

Fotos

Jugend: Ab in´s kühle Nass

Bei Temperaturen um die 30°C ließen sich die Jugendausbilder aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen eine besondere Übung einfallen.

Das es bei der Jugendfeuerwehr nicht nur „ernst“ zur Sache geht, sondern auch viel Zeit für Spiel, Spaß und Erholung bleibt, zeigte die Übung am letzten Mittwoch. Ursprünglich hatten wir eine kleine Waldbrandübung geplant, aufgrund des bevorstehenden Jugendzeltalgers in Babenhausen sowie der hohen Temperaturen, entschieden wir uns kurzfristig, die Übung umzustellen.

„Badesachen mitbringen!“

Unter dem Motto „Faltbehälter“ stand dann unser besonderer Ausbildungsabend an der Feuerwache Türkheim an. Während eine Gruppe den Aufbau des Zeltes für das Wochenende übte, dürften die anderen Nachwuchkräfte einen Faltbehälter, welcher auch bei der Waldbrandbekämpfung zum Einsatz kommt, mit Wasser befüllen.

„Ab ins Wasser!“

Nachdem beide Gruppen ihre Aufgaben schnell abgeschlossen hatten, konnte sich erst mal alle Jugendlichen auf ein leckeres Eis freuen. Anschließend hieß es dann „ab ins Wasser!“ Diejenigen, welche Lust auf eine Erfrischung hatten konnten sich im Faltbehälter abkühlen und einfach planschen oder etwas „Kneipen“. Nach der erfrischenden Übung ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen, das Wasser aus dem Faltbehälter wurde dann der durstigen Natur, Bäumen und Pflanzen zur Verfügung gestellt.

Fotos

Jugend: Gemeinsam Üben – gemeinsam lernen

Während die „Großen“ den Atemschutzeinsatz probten, waren auch wir von der Jugendfeuerwehr plötzlich mehr als Zuschauer.

Am Mittwoch wollten wir, gemeinsam mit den Jugendlichen aus Wiedergeltingen und Türkheim, nur die große Übung der Feuerwehren aus Türkheim, Amberg und Wiedergeltingen beobachten. Doch ganz Feuerwehrlike blieb es natürlich nicht beim Zuschauen.

Wasserversorgung in den Händen der Jugend

Während die aktiven Kameradinnen und Kameraden mit schwerem Atemschutz in das verqualmte Übungshaus vorgingen, übernahmen wir mit den Jugendlichen die Wasserversorgung und die Verkehrsabsicherung. Auch die Ausleuchtung wurde kurzerhand von unseren Nachwuchskräften übernommen. Mit vollem Einsatz ging es also daran, die Schläuche auszulegen, einen Unterflurhydranten zu setzen, Aggregat und Bleuchtung aufzubauen und natürlich die Übungsstelle abzusichern. Routiniert wurden alle Aufgaben gemeinsam übernommen und ausgeführt.

Kommandant voll des Lobes

Positiv überrascht durch diese „Verstärkung“ zeigte sich der Kommandant und Übungsleiter der Amberger Feuerwehr. Hand in Hand arbeiteten unsere Jungs und Mädels zusammen, um ihre Aufgaben zu erledigen. Denn nach kurzer Zeit war bereits die Wasserversorgung und die Beleuchtung aufgebaut.

Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit klappt halt einfach!

Wieder zeigte sich, das es nicht die Feuerwehr gibt, sonder die Feuerwehren. Gemeinsam mit den Kameraden und Kameradinnen aus Widergeltingen, Türkheim, Irsingen und Amberg konnte auch der anwesenden Presse wieder bewiesen werden, dass die Wehren der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim hervorragen zusammen Arbeiten wenn es drauf ankommt und jede Minute zählt.

Jugend: Wissentest nach Winterpause

Nach der Übungs ist vor der Übung und so mussten unsere Nachwuchsfeuerwehrkräfte am ersten Jugendübungsabend vor allem ihr Wissen aus dem letzten Jahr abrufen können.

Nach der Winterpause ging es beim ersten Übungsdienst erst mal um die Kameradschaft und den Austausch. Nach einer kurzen Begrüßung und Ausblick auf das kommende Übungsjahr ging es gleich wieder an die Fahrzeuge. Heute stand Gerätekunde auf dem Lehrplan.

In zwei Gruppen wurden die Einsatzfahrzeuge und die verladenden Gerätschaften erklärt und gezeigt. Dabei gingen die Ausbilder auch auf Besonderheiten im Einsatz und der Übung ein. Faszinieren konnte diesmal vor allem die sogenannte „Chiemsee-Pumpe“, eine spezielle Hochwasserleistungspumpe. Durch die besondere Konstruktion kann diese Pumpe sogar große Gegenstände, wie beispielsweise einen Tennisball, einsaugen und auch unbeschädigt wieder „ausspucken“. Auch der klassische „Einreißhaken“ wurde erklärt, dabei fühlte sich der eine oder andere Türkheimer sofort an die Sieben Schwaben erinnert.

Nach dem Zeigen mussten die Jugendlichen auf Zuruf den richtigen Ort und die Funktion der Geräte benennen. Auch dies funktionierte wieder hervorragend. Wir freuen uns besonders über die neue Kameradin in der Jugendfeuerwehr Wiedergeltingen. Auch wir in Irsingen freuen uns sehr, wenn wir auch heuer wieder interessierte Jugendliche ab 13 Jahren bei unseren Übungen begrüßen können.

Jugend: Ausbildung mit Hund(en)

Die ruhige Zeit zwischen den Jahren nutzen wir gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim und den Rettungshunden für eine große Übung in einem Bad Wörishofer Abbruchhaus.

Am letzten Samstag des Jahres 2018 trafen sich unser Nachwuchs und Ausbilder mit den Rettungshundestaffeln aus Augsburg und Donau-Iller. Unser Ziel war es zum einen den Ablauf des Einsatzes von Rettungshunden zu verstehen und zu unterstützen, sowie das Vorgehen bei Zimmerbränden zu üben. Ein weiterer besonderer Übungsschwerpunkt galt dem gewaltsamen und gewaltlosen öffnen von Türen. Hierzu nutzen wir verschiedenste Hilfmittel vom Löschgruppenfahrzeug. Neben dem bekannten Halligan-Tool kam dabei auch die Feuerwehraxt zum Einsatz

Eindrucksvolle Leistung der vierbeinigen Helfer

Beeindruckend war selbstverständlich die Arbeit der Fellnasen. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durchsuchten die Rettungshunde das komplette Gebäude (ein altes Brauereihotel mit zahlreichen Stockwerken und Kellergeschossen) nach „verschütteten“ Personen. Neben unserer Feuerwehrausbildung nutzten die Hundeführer dieses besondere Objekt auch für die Ausbildung der schnellen Schnüffelnasen.

Flash-Over und vorgehen bei einem Zimmerbrand

Auch wenn unsere jugendlichen Nachwuchskräfte natürlich noch keine schweren Atemschutzgeräte auf dem Rücken trugen, ging es bei der Stationsausbildung auch um das richtige Vorgehen bei Wohnungs- und Zimmerbranden. So mussten die Jugendlichen die Türen öffnen, „Rauchbewegungen“ und Flammen beobachten (theoretisch) sowie anschließend die Räume nach Personen durchsuchen. Dabei wurde auch die Selbstrettung bei einem Flash-Over geübt, also dem Fall, bei welchem sich die heißen Brandgase über den Köpfen der Einsatzkräfte entzünden und explosionsartig nach draußen schlagen. Hierzu setzten die Jugendlichen das gelernte richtig ein und „retteten“ sich und ihre Kameraden aus der Gefahrensituation.

Tür nicht gleich Tür

Interessant war auch das Thema gewaltsame Türöffnung. Während bei den meisten Einsätzen eher der langsame und schadensmindernde Vorgang mit sogenannten „Zieh-Fix“ Gerätschaften angewendet wird, bei dem mit dem Spezialwerkzeug der Zylinder einer Türe gezogen wird, ging es am Samstag um den sinnvollen Einsatz von Gewalt um möglichst schnell in einen Raum zu kommen. Dazu setzten die Ausbilder unter anderem das Haligan-Tool ein. Bei diesem Tool werden Brecheisen und Feuerwehraxt in einem Werkzeug vereint. Bei richtigem Einsatz ist ein schnelles und trotz Gewalteinwirkung vergleichsweise schadfreier Zugang zu einem Raum möglich. Die richtige Anwendung wurde von den Ausbildern gezeigt und konnte von den Jugendlichen direkt in der Praxis angewendet werden. Das auch die klassische Feuerwehraxt ein adäquates Mittel für einen schnelle Zugang ist, zeigte die zweite Ausbildungsstation. Hier wurde mit Hilfe der Feuerwehraxt ebenfalls die Türe aufgebrochen. Auch die Schaffung einer „Löschöffnung“ durch das Türblatt wurde gezeigt.

Nach gut drei Stunden intensiven Übens konnten die Jugendlichen mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen in das wohlverdiente Wochenende starten. Auch die Fellnasen der Rettungshundestaffel machten sich nach der Übung auf den Heimweg.

Auf diesem Wege bedanken wir uns zum einen bei den Rettungshundestaffeln für den spannenden Einblick in die Arbeit sowie im Besonderen bei der Fa. Glass für die Nutzung des Abbruchgebäudes für unsere Übung.

Fotos (© Schreiegg / Rizer)

Jugend: Knobelaufgaben für den Nachwuchs

Am letzten Mittwoch musste die Jugendlichen unserer Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen mit Köpfchen eine knifflige Aufgabe lösen.

Das es bei der Feuerwehr nicht nur um Geschwindigkeit geht, sondern auch einiges an Köpfchen gefordert ist, bewiesen am Mittwoch unsere Jugendfeuerwehrler bei einer Knobelaufgabe sowie bei den Stichen und Bunden.

In zwei Gruppen aufgeteilt ging es rund um das Thema taktisches, überlegtes Vorgehen sowie die richtige Anwendung der bekannten Feuerwehrknoten. Während eine Gruppe die verschiedensten Knoten übte, musste sich die andere Gruppe hinter dem Feuerwehrhaus der Aufgabe stellen, eine Kübelspritze aus einem Fass zu „bergen“ ohne einen Kreis zu betreten oder das Fass zu berühren. Ohne große Berührungsangst begannen die jungen Feuerwehrler mit dem Zusammentragen von verschiedensten Ideen und setzten diese auch gleich in die Tat um. Bereits nach kurzer Zeit konnten mit verschiedenen Wegen die richtige Lösung gefunden werden.

Sichtlich beeindruckt von der tollen Leistung des Feuerwehrnachwuchses konnten wir diese, vorletzte, Übung des Jahres wieder mit einem tollen Erlebnis abschließen.

Besonders gefreut hat uns der „Zuwachs“ bei den Wiedergeltinger Kameraden, welche unter anderem aufgrund unserer „25h-Übung“ gleich zwei neue Mitgliederinnen für die Jugendfeuerwehr gewinnen konnten. Klasse!

Auch wir in Irsingen suchen Kinder- und Jugendliche ab 13 Jahren für unsere Jugendfeuerwehr. Gerne beraten wir Eltern und interessierte Kinder auch außerhalb unserer Übungszeiten. Bei Interesse schreiben Sie uns eine Email an jugendfeuerwehr(Ersetzen Sie diesen Text durch das @ Zeichen)ff-irsingen.de

Fotos

Jugend: 25h im vollen Einsatz

Wir trotzen weder Wind noch Wetter! Unter diesem Motto fand unsere große 25h Jugendübung zwar nicht statt, jedoch war gerade das Wetter mit Schnee und eisigem Wind eine besondere Herausforderung am Übungswochenende.

18 Jugendliche und mehrere Betreuer der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen starteten im vergangenen Oktoberwochenende gemeinsam in die wohl längste Jugendübung dieses Jahres. Ganze 25 Stunden ging es neben Theorie, Ausbildung sowie Spaß und Spiel auch und besonders um spannende Einsatzübungen aus dem Alltag einer Feuerwehr. Während der Samstag ruhig begann und wir den Jugendlichen die Schlafplätze sowie theoretischen Unterricht im Bereich Funken gaben, kam bereits der erste ungeplante Einsatz. Aufgrund eines (echten) Heizungsdefektes war der Keller der Feuerwache Türkheim mit Wasser überflutet. Mit entsprechenden Geräten machten sich die jungen Kameraden sofort an die Arbeit und entfernten mit Wassersauger und Pumpen das Wasser nach draußen. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb den Nachwuchseinsätzkräften jedoch nicht. Gegen 16 Uhr meldete sich zum ersten mal der Hausalarm mit einer ausgedehnten Ölspur in Wiedergeltingen. Vor Ort mussten die Jugendfeuerwehrler nicht nur zeigen, wie Einsatzstellen gegen den fließenden Verkehr abgesichert werden, auch das Abbinden und Aufnehmen von gefährlichen Flüssigkeiten (in unserem Fall ungefährliches Glykol) wurde in der Praxis umgesetzt.

Pizzabuffet zum Abendessen

Erschöpft vom ersten Einsatz freuten sich die Jugendlichen über das große Pizzabuffet. Gleich mehrere Partypizzen luden zum „Kräftetanken“ ein – und diese Kraft sollten die Übungsteilnehmer auch brauchen.

Verkehrsunfall fordert alle Einsatzkräfte

Um 19.30 Uhr meldete sich wieder der laute Alarmton – diesmal hieß es: „Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen in Irsingen“. Mit Einsatzhorn und Blaulicht ging es auf den Hof der Feuerwehr Irsingen, dort waren zwei PKW „verunfallt“ ein Fahrer wurde vermisst, drei Personen waren in den Wracks eingeschlossen. Unter Vornahme von Schere und Spreizer gingen die älteren Jugendlichen an die technische Rettung, während die jüngeren den vermissten Fahrer suchten und die Verletzten in den Fahrzeugen betreuten. Trotz wenig oder bisher gar keiner Einsatzpraxis entfernten die Florianer fachgerecht Türen und das Dach und konnten nach kürzester Zeit alle Personen aus den Fahrzeugen befreien.

Nachtruhe? Nicht mit uns!

Nach dem anstrengenden Einsatz brauchten die Jugendlichen erst mal eine Verschnaufpause. Während sich die jüngeren bereits bettfertig machten, erklang erneut der Alarmton. Diesmal zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im JuZe Irsingen. Wieder ging es mit Blaulicht und Einsatzhorn durch dichtes Schneegestöber (!) nach Irsingen. Aus den dortigen Fenstern quoll bereits dichter Rauch. Mit einer Wärmebildkamera und einem Löschschlauch erkundeten zwei Trupps das verrauchte Gebäude und konnten auf dem Herd einen Topf mit „verbrannten“ Essen finden. Nach diesem Löscheinsatz ging es dann erst mal in die Kojen zum Schlafen.

Alarm: Personensuche im Schnee

Pünktlich um 6 Uhr war die Nachtruhe bereits wieder um, eine Person wurde vermisst. Mit Funkgeräten ausgestattet machten sich die Feuerwehrjungs und Mädchen im winterlichen Türkheim auf die Suche nach einer Person mit weißem Mantel, kohleartigen Augen und einer Möhrennase. Da trotz intensiver Suche keine derartige Person gefunden werden konnte, ging es direkt zum leckeren Frühstück mit frischer Milch, Rührei und Speck.

Starke Rauchentwicklung in der Kiesgrube

Nach dem Frühstück ging es bereits weiter zum nächsten Einsatz. In der Kiesgrube Türkheim war ein großer Holzhaufen in Brand geraten. Ausgerechnet als die Löschmannschaften alle Schläuche verlegt hatten piepsten plötzlich die Funkmelder der erwachsenden Kameraden zum echten Einsatz, einem Verkehrsunfall auf der A96. Während ein Teil der Kameraden zum Einsatz auf die Autobahn fuhren, kümmerten sich die anderen Betreuuer um ein kontrolliertes Abbrennen des Haufens, sowie die Beaufsichtigung der Jugendlichen.

Letzter Einsatz hatte es noch mal in sich

Nach einem stärkenden Mittagessen folgte der letzte aber wieder sehr anspruchsvolle Alarm für die Nachwuchskräfte. In einem Wiedergeltinger Unternehmen war es zu einem Betriebsunfall gekommen. Mehrere Arbeiter waren unter einem tonnenschweren Container begraben. Mit Hebekissen und Spreizer sowie der Winde vom Löschfahrzeug wurde auch dieser Einsatz schnell und fachgerecht von den Jugendlichen abgearbeitet. Müde aber zufrieden konnten nach diesem spannenden 25 Stunden der Restsonntag zuhause genutzt werden.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den zahlreichen Sponsoren von Semmeln, Milch, Eiern und vielem mehr, sowie der tollen Berichterstattung in der Mindelheimer Zeitung und dem Wochenkurier Mindelheim bedanken.

Ganz besonders freuen wir uns natürlich über neue Mitglieder die sich der Jugendfeuerwehr anschließen wollen, getreu dem Motto #findedeinfeuer!

Fotostrecke (Fotos Schreiegg / Rizer / Karatas)

Jugend: Gemeinsame Großübung in Berg

Zusammen mit den Feuerwehren aus Ettringen, Wiedergeltingen und Türkheim sowie der BRK-Bereitschaftsjugend aus Bad Wörishofen, führten wir am Samstag eine Alarmübung für unsere Jugendfeuerwehr durch

Um 18.12 Uhr piepsten die Handys der Irsinger Jugendfeuerwehrler. „+++ÜBUNGSALARM für die Jugendfeuerwehr, bitte ins Feuerwehrgerätehaus kommen!“ hieß es in der Einsatz-SMS.

Gemeinsam mit den Jugendausbildern Jürgen Kreher und Jeremy Rizer ging es dann mit unserem Einsatzkombi zum Bereitstellungsraum an der Türkheimer Feuerwache. Dort fuhren wir gemeinsam mit den Wehren aus Türkheim und Wiedergeltingen zum Übungsobjekt nach Berg.

„Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens“

Vor Ort meldete der Einsatzleiter der Ettringer Feuerwehr den „Brand“ eines landwirtschaftlichen Anwesens. Während ein Teil unserer Jungkameraden die BRK Helfer bei der Patientenrettung und Betreuung unterstützte, bauten wir einen Faltbehälter für die Wasserversorgung, sowie einen Löschangriff mit drei Rohren auf.

Höhepunkt der 12-Stunden Übung

Der „Großbrand“ war die Abschlussübung der Ettringer Feuerwehr, welche eine sogenannte 12-Stunden Übung durchgeführt hatte. Gemeinsam zeigten alle Wehren wieder einmal eindrucksvoll wie gute Zusammenarbeit aussieht. Nach dem „Löscherfolg“ ließen wir den Abend bei einem leckeren Steak vom Grill ausklingen.

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Jugend: „Rauch über Irsingen“ – Brennen und Löschen

Diesmal war es nicht das Wetter, welches am Abend für die „Nebelschwaden“ rund um das Feuerwehrhaus Irsingen sorgte, sondern der Übungs- und Ausbildungsabend der Jugendfeuerwehren aus Irsingen, Wiedergeltingen und Türkheim.

Unter dem Motto „Brennen und Löschen“ ging es in der Jugendübung am Mittwoch rund um Brände und das richtige Löschmittel. Dazu hatten wir in einem Brennkorb mehrere Brennholzscheite entzündet. Während die Flammen sich langsam in das Holz fraßen, ging es für die Nachwuchsfeuerwehrler erst mal in die Theorie. Dabei ging es um das „Dreieck des Brennens“. Damit Feuer brennen kann benötigt es immer drei Faktoren:

  1. Brennstoff (brennbares Material)
  2. Sauerstoff
  3. Temperatur

Wenn auch nur einer der Punkte nicht erfüllt ist, kann kein Brand entstehen. Bei der Brandbekämpfung hat die Feuerwehr also mehrere Möglichkeiten ein Feuer zu löschen. Wir können den Brennstoff entfernen, den Sauerstoff entziehen oder das Brenngut abkühlen. Mit unserem „Standardlöschmittel“ Wasser können zwar viele Brände (vor allem Feststoffe) abgelöscht werden, jedoch bietet sich Wasser nicht für alle Brände an. So führen Fett- und Metallbrände bei Kontakt mit Wasser zu sehr heftigen Reaktionen.

Jugendliche üben mit Feuerlöschern

Gemäß unserem Motto konnten die Jugendfeuerwehrler nach der theoretischen Unterweisung selber mit den verschiedensten Feuerlöschern üben. Dabei zeigte sich recht schnell, dass beispielsweise der CO Löscher für Brände von Holz im Freien nicht geeignet ist. Die „erstickende“ Wirkung ist in der Natur nicht gegeben. Gute Erfolge erzielten die Jugendlichen beim Löschen mit dem Schaumlöscher. Durch das zugefügte Netzmittel kann das Wasser noch besser in das Holz eindringen somit dort das Feuer ersticken und gleichzeitig kühlen. Ähnliche Erfolge hatte auch der Einsatz des Pulverlöschers. Mit einer dichten weißen Wolke wurde das Feuer „ausgeschlagen“. Neben der großen Oberfläche ist auch hier das „Ersticken“ der Weg zum Löscherfolg. Für die große Pulverwolke, die sich noch einige Minuten im westlichen Ortsbereich bewegte, möchten wir uns an dieser Stelle entschuldigen.

Vorbereitungen für 24-Stundenübung laufen

Auch am heutigen Abend warf die große 24-Stundenjugendübung wieder ihre Schatten voraus. Im Oktober werden die drei Jugendgruppen gemeinsam Übungen und „Einsätze“ abarbeiten, dabei wird der „Alltag“ einer „Berufsfeuerwehreinheit“ nachgestellt. Wer jetzt noch Lust auf Jugendfeuerwehr bekommen hat schreibt uns am besten eine Mail an jugendfeuerwehr(Ersetzen Sie diesen Text durch das @ Zeichen)ff-irsingen.de

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Jugend: Gemeinsam auf „Vermisstensuche“

Was passiert eigentlich, wenn Menschen im Wald vermisst werden und wie kann schnell und Effizient gesucht werden? Unter diesem Motto ging es am Mittwoch gemeinsam mit unseren Kameraden und Kameradinnen zur Jugendübung in ein Waldstück bei Türkheim.

Nach der Sommerpause ging es am Mittwoch bei der gemeinsamen Jugendübung der Jugendfeuerwehren aus Irsingen, Türkheim und Wiedergeltingen gleich wieder richtig zur Sache. Als Ausbildungsthema wurde das Thema „Vermisstensuche“ gewählt. Immer wieder wird die Feuerwehr zur Unterstützung der Polizei und des Rettungsdienstes bei der Suche nach vermissten Personen angefordert, wie dabei vorgegangen werden kann übten wir gemeinsam in Türkheim.

Suchketten erleichtern die Arbeit

In sechs Gruppen aufgeteilt, suchten die Jugendlichen den nahen Wald in einer Suchkette ab. Dazu liefen die Jugendfeuerwehrler mit gut einer Armlänge Abstand nebeneinander und suchten den Nahbereich nach Personen oder Gegenständen ab. Ausgestattet mit Funkgeräten und Rettungstrage wurden die Jugendlichen auch schnell fündig. Unter einem Baum war bereits die erste „vermisste“ Person entdeckt worden. Über Funk wurde der Standort an die Einsatzleitung mitgeteilt und mit der Rettung der Puppe begonnen.

Person unter Stamm eingeklemmt

Anspruchsvoller wurde es nur wenige Meter weiter für die anderen Suchtruppmitglieder. Unter einem „Baumstamm“ war ein „Verletzter“ in Form einer Übungspuppe eingeklemmt und nicht Ansprechbar. Auch hier mussten die Nachwuchsfeuerwehrler über Funk Verstärkung anfordern um dann – mit vereinten Kräften – den Baum vom Patienten zu entfernen. Nach der „Erstversorgung“ wurde auch diese Puppe in „Sicherheit“ gebracht.

Nach der Übung folgte noch eine kurze Nachbesprechung mit Tipps und Hinweisen. Auch stellten sich die Ausbilder den Fragen der Jugendlichen.

Ankündigung auf Jahreshighlight

Besonders interessant war die Vorankündigung auf die sogenannte 24-Stunden Jugendübung der drei Jugendfeuerwehren. Für den Oktober ist ein gemeinsames Übungswochenende geplant. In „24 Stunden“ steht dabei nicht nur Ausbildung und Theorie auf der Liste sondern auch Kennenlernen, Spiel und Spaß, Kameradschaft, Teamgeist und natürlich zahlreiche „Übungseinsätze“. Mehr zu diesem spannenden Wochenende in Kürze.

Jetzt noch Anmelden und dabei sein!

Wer 13 Jahre oder älter ist und Lust auf ein spannendes und abwechslungsreiches Hobby hat, ist herzlich willkommen sich bei unsere nächsten Übung selbst ein Bild zu machen. Wer schnell ist kann unverbindlich bereits bei der kommenden 24-Stunden Übung dabei sein. Wir freuen uns auf Euch!

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