Corona und Jugendfeuerwehr – Geht das überhaupt?

Nicht nur im Übungsbetrieb der Erwachsenen sind die Auswirkungen der Corona Pandemie bemerkbar, auch bei der Jugend hat der Virus den Ablauf beeinträchtigt. Doch wie gehen wir damit um?

Seit März ruhte der Übungsbetrieb bei Aktiven und Jugendfeuerwehr aufgrund der Corona Pandemie. Um diese Zeit zu überbrücken und den Jugendlichen trotzdem etwas „Feuerwehr und Übungsbetrieb“ zu bieten, haben wir Alternativen zum klassischen Übungsablauf erarbeitet.

Virtuelle Funkübung erfolgreich durchgeführt

Im Frühjahr führten wir zum ersten mal eine virtuelle Funkübung durch, dazu mussten wir jedoch kreativ sein und eine sinnvolle und vor allem lehrreiche Alternative zur echten Funkübung mit Koordinaten und Ablaufen von Wegpunkten finden. Für die technische Umsetzung entschieden wir uns für eine Übungsleitstellensoftware, mit welcher wir den Funkbetrieb, von der Alarmierung bis zur Lagemeldung inklusive FMS-Statussimulation und Atemluftverbrauch im virtuellen Atemschutzeinsatz, abbilden konnten. Für den „Funkbetrieb“ nutzten wir die Push-to-Talk App von Zello, welche auf den Mobiltelefonen der Jugendlichen installiert wurde.

Die Leitstellenleitung wurde durch die Jugendwarte Jeremy und Simon übernommen, wobei Jeremy für Alarmierung, Statusmeldungen und Lagemeldungen sowie Nachalarmierungen verantwortlich war und Simon als „Springer“ für den spannenden Einsatzablauf in den verschiedenen Übungsszenarien sorgte.

Wie lief so eine Übung ab?

Über die Leitstellensoftware wurde ein „Notruf“ aufgenommen und dann, wie in der Realität, ein Stich- und Schlagwort hinterlegt sowie das passende Einsatzmittel disponiert und „alarmiert“. Dieser Alarm löste am PC des Jugendlichen als Melderalarm mit Alarmdepesche, also Einsatzart, Ort und „Besonderheiten“ aus. Jetzt konnten die alarmierten Jugendfeuerwehrler mit dem PC „Status- und Funkhörer“ ihren Status setzen, z. B. 3 – Einsatz übernommen. Gleichzeitig wurde der Funkverkehr über Zello simuliert, dazu wurde die virtuelle Leitstelle „angefunkt“ und der Einsatz entsprechend abgearbeitet. Dabei ist es auch wichtig mit Phantasie an die Szenarien zu gehen, um auch „virtuell“ vor Ort, das Einsatzziel erfolgreich abzuarbeiten.

Je nach „Szenarien“ und Motivation / Lust der Teilnehmer dauern solche Übungen 1-3 Stunden.

Ab Juli wieder „echte Übungen“

Mit dem Abklingen der 1. Welle war es uns ab Mitte Juli auch wieder möglich, den normalen Übungsbetrieb aufzunehmen. Dabei galt es jedoch die Vorgaben zum Infektionsschutz zu beachten. So mussten die Jugendlichen Mund-Nasen-Schutz tragen und es wurde auf ausreichende Abstände geachtet. Trotzdem gelang es den Ausbildern aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen spannende Übungen durchzuführen.

Nach nur zwei Übungen ging es dann jedoch erst einmal wieder in die planmäßige Sommerferienpause.

Wie geht es weiter?

Nach den Sommerferien hatten wir eigentlich unsere 24-Stunden-Übung geplant, an welchem wir den Ablauf einer Berufsfeuerwehr mit vielen Einsätzen und Übungen durchführen wollten. Diese Übung muss vorerst auf kommendes Jahr verschoben werden.

Je nach Infektionsgeschehen planen wir wieder gemeinsame echte Übung unter Beachtung der Infektionsschutzregelungen durchzuführen. Sobald dies nicht mehr geht oder das Wetter wieder auf Winter zusteuert, werden wir auch wieder unsere virtuellen Funkübungen durchführen und planen auch weitere Lehrgangsangebote über Web durchzuführen.

Mein Kind möchte gerne zur Jugendfeuerwehr, ist dies aktuell möglich?

Selbstverständlich ist ein Beitritt zu unseren Jugendfeuerwehren jederzeit und weiterhin möglich. Wir bieten Mädchen und Jungen ab 13 Jahren die spannende Welt der Feuerwehr und ermöglichen eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung.

Gerne können Sie an einem unserer nächsten Übungstermine mit Ihrem Kind vorbeischauen und „reinschnuppern“. Bitte melden Sie sich in diesem Fall kurz bei uns an.

Zum Formular

Ich möchte oder kann selbst nicht bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, möchte dennoch diese Arbeit unterstützen, ist dies möglich?

Sie können unsere Jugendarbeit gerne mit Ihrer Spende unterstützen. Über den nachfolgenden Button kommen Sie direkt auf unser Spendenformular für die Jugendarbeit.

Außergewöhnliche Abnahme – 18 Nachwuchsfeuerwehrkräfte stellen sich der Jugendleistungsprüfung

Stolz und unglaublich erleichtert waren 18 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen am Dienstagabend nach der erfolgreichen Ableistung der anspruchsvollen Jugendleistungsprüfung.

Die Spannung knisterte förmlich am Dienstag in der Türkheimer Feuerwache. Gleich drei Jugendfeuerwehren, 11 Jungen und 7 Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren, hatten ihren besonderen Abend. Unter den wachsamen Augen der vier Kreisschiedsrichter Andreas Thiel (Kreisjugendwart), Tobias Reiber (stv. Kreisjugendwart), Johann Roch und Peter Anwander, sowie der mindestens ebenso aufgeregten Jugendwarte aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen, mussten sich die Nachwuchsfloriansjünger der Jugendleistungsprüfung stellen.

Vom Schlauchausrollen, über Teamarbeit bis zum gefürchteten „Rettungsknoten“

Ganze zwei Stunden mussten die Jugendlichen konzentriert und unter Zeitdruck die anspruchsvollen Aufgaben an den verschiedenen Stationen abarbeiten. Um den Nachwuchs auf diese wichtige Prüfung vorzubereiten, wurde zweieinhalb Wochen intensiv geübt. Und dieses Üben zahlte sich letzten Endes aus. Besonders gefürchtet bei den „Großen“ und „Kleinen“ Helfern waren die Knotenstationen. Vor allem der besonders „beliebte“ Rettungsknoten musste nicht nur innerhalb von 40 Sekunden angelegt werden, dieser Knoten musste auch fest und vor allem korrekt sein. Schlauchausrollen, Leinenbeutelwurf, Kuppeln von Saugschläuchen, Kuppeln eine 90 Meter langen C-Leitung und abschließend noch ein theoretischer Test mit 10 Fragen aus dem Feuerwehralltag, verlangte von den Teilnehmer alles ab.

Außergewöhnliche Gruppe

Nach zwei Stunden war es dann endlich geschafft. Gespannt standen die Jugendfeuerwehrler in Reih und Glied vor den Schiedsrichtern, Jugendwarten, Kommandanten und dem Bürgermeister aus Wiedergeltingen, welche die Übung ebenfalls beobachtet hatten. Als Johann Roch, leitender Schiedsrichter des Kreisfeuerwehrverbandes Unterallgäu, die erleichternden Worte „Ihr habt alle die Prüfung bestanden!“ aussprach, kannte die Freude und Erleichterung der Teilnehmer kein Halten mehr. Freudestrahlend holten sich die Jungen und Mädchen die begehrte „Jugendleistungsspange“ mit einem Handschlag aus den Händen der Schiedsrichter ab. Ein Abzeichen, was die Feuerwehrler ihr ganzes Leben an der Uniform tragen dürfen. Besonders viel Lob gab es für die bisher einmalige Zusammenstellung der Prüflinge. Nicht jede Wehr für sich, sondern gemischte Teams stellten sich den Prüfungen. Egal ob Türkheimer, Wiedergeltinger oder Irsinger, für die Jugendlichen gab es nur ein gemeinsames Ziel: Die erfolgreiche Jugendleistungsprüfung. Dieses erfolgreiche Ausbildungskonzept der Jugendfeuerwehren Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen ist derzeit einmalig im Landkreis. Nicht nur bei der Prüfung zeigt sich der Erfolg dieses ungewöhnlichen Weges, auch bei den zahlreichen Jugendausbildungsabenden und verschiedenen „Hauptübungen“ arbeiten die jungen Wehrmänner und Frauen Hand in Hand zusammen. Statt als Wehr in kleinen Gruppen ein eigenes „Süppchen“ zu kochen, wird gemeinsam geübt und auch gemeinsame Freizeitaktivitäten durchgeführt.

Verdienter Abendabschluss

Als kleine Zusatzbelohnung konnten alle Teilnehmer der Jugendleistungsprüfung den Abend gemeinsam bei einem leckeren Abendessen ausklingen lassen.

Jugend: Vorbereitung für die Jugendleistungsprüfung

Ganz im Zeichen der geplanten Abnahme zur Jugendleistungsprüfung stand unser vergangene Übungsmittwoch.

Zum Abschluss der Jugendfeuerwehrzeit möchten wir unseren Jugendlichen die Möglichkeit geben, die Jugendleistungsprüfung abzulegen. Dabei dürfen die Feuerwehrnachwuchskräfte zeigen, was sie bisher gelernt haben und bekommen als kleine Belohnung die begehrte Jugendleitsungsspange, dem ersten Abzeichen für die Feuerwehruniform.

Die Anforderungen bei dieser Prüfung sind hoch, neben dem schnellen und vor allem fehlerfreien Kuppeln von zwei Saugschläuchen, dem Auswerfen eines C-Rollschlauchs, Kuppeln von C-Leitungen, Auswurf einer Feuerwehrleine und natürlich die gefürchteten Knoten und Stiche sind Inhalte dieser Prüfung.

Um die Jungs und Mädels optimal auf die Prüfungspunkte vorzubereiten, bauten wir an der Türkheimer Wache eine entsprechende Übungsstrecke auf. An jeder Station wurde den Jugendfeuerwehrlern langsam gezeigt was gefordert wird, anschließend konnten sich die Floriansjünger selbst versuchen und wurden dabei immer durch die geschulten Ausbilderinnen und Ausbilder unterstützt.

Überraschung nach der Übung

Nach dem Abschluss der Übungen luden uns die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Türkheim noch zu ihrer Hilfeleistungsübung ein. Unter Aufsicht der Erwachsenen konnten die Jugendlichen die Arbeit der Feuerwehr nach einem schweren Verkehrsunfall trainieren. Neben dem Unterbauen des PKW sowie dem Betreuen des „Verunfallten“ war natürlich auch der Einsatz der schweren hydraulischen Rettungsschere und Spreizer ein besinderes Highlight.

Auch in den nächsten Übungswochen werden wir unseren Fokus auf die Vorbereitung zur Abnahme der Jugendleistungsprüfung legen.

Fotos 

Jugend: Löschen und Retten im Team

Bei einer großen Jugendübung der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, der Rettungshundestaffel, dem lieben Team der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie die BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen, konnten wir am Sonntag das richtige Vorgehen bei einer Großschadenslage mit zahlreichen Verletzten üben.

Der Sonntag startete für unsere Jugendlichen früh. Um 09.00 Uhr wurde Übungsalarm für die Jugendfeuerwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen gegeben. In der Übungsannahme hatte ein Blitz in eine Jugendherberge eingeschlagen, daraufhin war es zu einer Explosion sowie einer Rauchentwicklung im Dachstuhl des Gebäudes gekommen.

Vor Ort erwarteten uns bereits die Fellnasen der Rettungshundestaffel, sowie die Helferinnen und Helfer der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen.

1. Teil der Übung: Brandbekämpfung und Menschenrettung

Diesmal hielten sich die drei Ausbilder, Anja, Thomas und Jerry ganz im Hintergrund und überließen Einsatzabarbeitung der anspruchsvollen Lage ganz den Jugendlichen. Zwei ältere Kameraden wurden zu Gruppenführern „ernannt“ und dürften Ihre jüngeren Kameraden und Kameradinnen in den Einsatz führen. Nach kurzer Einweisung folgte bereits der Einsatzbefehl: „Starke Rauchentwicklung im Dachgeschoss des Gebäudes, Angriffstrupp unter (simulierten) Atemschutz mit 1. C-Rohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das 1. Obergeschoss vor, Wassertrupp als Sicherungstrupp, Verteiler vor den Eingang, Wasserentnahme aus dem Unterflurhydranten, zum Einsatz fertig!“. Sofort schossen die Nachwuchsfeuerwehrkräfte los, setzten das Standrohr und legten mehrere B-Schläuche zum Verteiler aus. Gleichzeitig rückte der Angriffstrupp mit Schlauchreserve in das 1. Obergeschoss vor. Dort konnte hinter einer verschlossenen Türe eine starke Hitze- und Rauchentwicklung festgestellt werden, doch die Tür ließ sich nicht öffnen. Unter fachkundiger Aufsicht der Ausbilder mussten die Jugendlichen die Tür mit einem Halligan Tool gewaltsam öffnen und den dahinter befindlichen Brand ablöschen. Nach gut 15 Minuten konnte „Feuer aus!“ gemeldet werden.

2. Teil der Übung: Verletzensuche mit Rettungshunden

Nach einer kurzen Verschnaufpause, ging es dann wieder zur Sache. Gemeinsam mit den Rettungshunden musste das „einsturzgefährdete Gebäude“ nach Verletzen abgesucht werden. Durch das Notfalldarstellungsteam des BRK wurden vorher mehrere geschminkte Jugendliche im Gebäude versteckt. Während die Fellnasen nach und nach die Verletzten fanden, konnten unsere Nachwuchskräfte ihr Erste-Hilfe Wissen unter Beweis stellen und die „Verletzten“ richtig erstversorgen. Doch nicht nur im Gebäude wurde nach Vermissten gesucht, auch außerhalb. Hier kam ein speziell auf Geruchssuche trainierter Rettungshund, ein sogenannter „Mantrailer“ zum Einsatz. Trotz Regen gelang es dem Vierbeiner bereits nach kürzester Zeit den Vermissten „Vater und seine beiden Kinder“ zu entdecken. Für unsere Jugendlichen war hier besonders die Arbeit mit den Hunden sowie die Besonderheiten bei der Suche nach verletzten oder vermissten Personen eine besondere Herausforderung, die Erste-Hilfe rundete diesen Ausbildungsabschnitt ab.

3. Teil der Übung: Ablöschen von Trümmerteilen

Im dritten Teil der Übung (nach dem Durchtauschen der Gruppenführer) mussten die Wehrjungs und Mädels wieder an die Schläuche. Diesmal, so die Übungsannahme, hatten sich beiseite geräumte Trümmerteile entzündet. Um den „Schuttberg“ dauerhaft abzulöschen, sollten die Jugendlichen mit einem Verteiler, einem C-Schlauch, sowie einem B-Rohr und Stützkrümmer einen provisorischen Wasserwerfer bauen. Mit diesem konnten dann erfolgreich der „Trümmerberg“ in Schach gehalten werden.

4. Teil der Übung: Vornahme eines mit Wasser gefüllten Schlauches im Gebäude

Da wir nicht mit Wasser am Schlauch im Gebäude üben konnten, entschieden wir uns zu einem kleinen Trick, mit einer eingeschraubten ein Euro Münze im Mundstück des Strahlrohres, konnten die Jugendlichen den Unterschied der Schlauchführung mit Wasser im Gebäude üben. Dabei war das Übungsziel zu zeigen, wie schwer so ein Schlauch werden kann und vor allem wie stark die Kondition beeinträchtigt wird, wenn mit einem gefüllten Schlauch im Gebäude gearbeitet wird.

5. Teil der Übung: Gewaltsame Türöffnung

Im letzten Übungsabschnitt ging es um das Thema „gewaltsame Türöffnung“. Dabei nutzen wir das Halligan Tool der Türkheimer Wehr um verschiedenste Öffnungsmethoden und Besonderheiten in der Praxis zu üben. Auch hier zeigten sich die Jugendlichen interessiert und konnten geschickt mit dem Werkzeug der „großen“ Helfer umgehen.

Nach gut drei Stunden intensiven Übens und einer kleinen Feedbackrunde mit viel Lob der Ausbilder, halfen auch wieder alle eingesetzten Kameradinnen und Kameraden die Fahrzeuge wieder mit Schläuchen zu bestücken und einsatzklar zu machen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Rettungshundestaffel für die freundliche Einladung zu dieser Übung, dem Team vom BRK für die Unterstützung und Schminken der Verletzendarsteller und natürlich der BRK Bereitschaftsjugend aus Bad Wörishofen für die Teilnahme als „Verletzte“ an dieser Übung.

Insgesamt waren 11 Jugendliche, ein aktiver Kamerad aus Irsingen und drei Ausbilder der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, neun Kinder- und Jugendliche der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen nebst Ausbildern und dem Team der Notfalldarstellung Unterallgäu sowie 10 Hundeführern der Rettungshundestaffel an der Übung beteiligt.

Gemeinsam Helfen, gemeinsam Retten!

Feuerwehr Irsingen
Feuerwehr Wiedergeltingen
Feuerwehr Türkheim
BRK Bereitschaft Bad Wörishofen
Rettungshundestaffel Kaufering

Fotos

Jugend: Ab in´s kühle Nass

Bei Temperaturen um die 30°C ließen sich die Jugendausbilder aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen eine besondere Übung einfallen.

Das es bei der Jugendfeuerwehr nicht nur „ernst“ zur Sache geht, sondern auch viel Zeit für Spiel, Spaß und Erholung bleibt, zeigte die Übung am letzten Mittwoch. Ursprünglich hatten wir eine kleine Waldbrandübung geplant, aufgrund des bevorstehenden Jugendzeltalgers in Babenhausen sowie der hohen Temperaturen, entschieden wir uns kurzfristig, die Übung umzustellen.

„Badesachen mitbringen!“

Unter dem Motto „Faltbehälter“ stand dann unser besonderer Ausbildungsabend an der Feuerwache Türkheim an. Während eine Gruppe den Aufbau des Zeltes für das Wochenende übte, dürften die anderen Nachwuchkräfte einen Faltbehälter, welcher auch bei der Waldbrandbekämpfung zum Einsatz kommt, mit Wasser befüllen.

„Ab ins Wasser!“

Nachdem beide Gruppen ihre Aufgaben schnell abgeschlossen hatten, konnte sich erst mal alle Jugendlichen auf ein leckeres Eis freuen. Anschließend hieß es dann „ab ins Wasser!“ Diejenigen, welche Lust auf eine Erfrischung hatten konnten sich im Faltbehälter abkühlen und einfach planschen oder etwas „Kneipen“. Nach der erfrischenden Übung ließen wir gemeinsam den Abend ausklingen, das Wasser aus dem Faltbehälter wurde dann der durstigen Natur, Bäumen und Pflanzen zur Verfügung gestellt.

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Jugend: Gemeinsam Üben – gemeinsam lernen

Während die „Großen“ den Atemschutzeinsatz probten, waren auch wir von der Jugendfeuerwehr plötzlich mehr als Zuschauer.

Am Mittwoch wollten wir, gemeinsam mit den Jugendlichen aus Wiedergeltingen und Türkheim, nur die große Übung der Feuerwehren aus Türkheim, Amberg und Wiedergeltingen beobachten. Doch ganz Feuerwehrlike blieb es natürlich nicht beim Zuschauen.

Wasserversorgung in den Händen der Jugend

Während die aktiven Kameradinnen und Kameraden mit schwerem Atemschutz in das verqualmte Übungshaus vorgingen, übernahmen wir mit den Jugendlichen die Wasserversorgung und die Verkehrsabsicherung. Auch die Ausleuchtung wurde kurzerhand von unseren Nachwuchskräften übernommen. Mit vollem Einsatz ging es also daran, die Schläuche auszulegen, einen Unterflurhydranten zu setzen, Aggregat und Bleuchtung aufzubauen und natürlich die Übungsstelle abzusichern. Routiniert wurden alle Aufgaben gemeinsam übernommen und ausgeführt.

Kommandant voll des Lobes

Positiv überrascht durch diese „Verstärkung“ zeigte sich der Kommandant und Übungsleiter der Amberger Feuerwehr. Hand in Hand arbeiteten unsere Jungs und Mädels zusammen, um ihre Aufgaben zu erledigen. Denn nach kurzer Zeit war bereits die Wasserversorgung und die Beleuchtung aufgebaut.

Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit klappt halt einfach!

Wieder zeigte sich, das es nicht die Feuerwehr gibt, sonder die Feuerwehren. Gemeinsam mit den Kameraden und Kameradinnen aus Widergeltingen, Türkheim, Irsingen und Amberg konnte auch der anwesenden Presse wieder bewiesen werden, dass die Wehren der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim hervorragen zusammen Arbeiten wenn es drauf ankommt und jede Minute zählt.

Jugend: Wissentest nach Winterpause

Nach der Übungs ist vor der Übung und so mussten unsere Nachwuchsfeuerwehrkräfte am ersten Jugendübungsabend vor allem ihr Wissen aus dem letzten Jahr abrufen können.

Nach der Winterpause ging es beim ersten Übungsdienst erst mal um die Kameradschaft und den Austausch. Nach einer kurzen Begrüßung und Ausblick auf das kommende Übungsjahr ging es gleich wieder an die Fahrzeuge. Heute stand Gerätekunde auf dem Lehrplan.

In zwei Gruppen wurden die Einsatzfahrzeuge und die verladenden Gerätschaften erklärt und gezeigt. Dabei gingen die Ausbilder auch auf Besonderheiten im Einsatz und der Übung ein. Faszinieren konnte diesmal vor allem die sogenannte „Chiemsee-Pumpe“, eine spezielle Hochwasserleistungspumpe. Durch die besondere Konstruktion kann diese Pumpe sogar große Gegenstände, wie beispielsweise einen Tennisball, einsaugen und auch unbeschädigt wieder „ausspucken“. Auch der klassische „Einreißhaken“ wurde erklärt, dabei fühlte sich der eine oder andere Türkheimer sofort an die Sieben Schwaben erinnert.

Nach dem Zeigen mussten die Jugendlichen auf Zuruf den richtigen Ort und die Funktion der Geräte benennen. Auch dies funktionierte wieder hervorragend. Wir freuen uns besonders über die neue Kameradin in der Jugendfeuerwehr Wiedergeltingen. Auch wir in Irsingen freuen uns sehr, wenn wir auch heuer wieder interessierte Jugendliche ab 13 Jahren bei unseren Übungen begrüßen können.

Jugend: Ausbildung mit Hund(en)

Die ruhige Zeit zwischen den Jahren nutzen wir gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim und den Rettungshunden für eine große Übung in einem Bad Wörishofer Abbruchhaus.

Am letzten Samstag des Jahres 2018 trafen sich unser Nachwuchs und Ausbilder mit den Rettungshundestaffeln aus Augsburg und Donau-Iller. Unser Ziel war es zum einen den Ablauf des Einsatzes von Rettungshunden zu verstehen und zu unterstützen, sowie das Vorgehen bei Zimmerbränden zu üben. Ein weiterer besonderer Übungsschwerpunkt galt dem gewaltsamen und gewaltlosen öffnen von Türen. Hierzu nutzen wir verschiedenste Hilfmittel vom Löschgruppenfahrzeug. Neben dem bekannten Halligan-Tool kam dabei auch die Feuerwehraxt zum Einsatz

Eindrucksvolle Leistung der vierbeinigen Helfer

Beeindruckend war selbstverständlich die Arbeit der Fellnasen. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durchsuchten die Rettungshunde das komplette Gebäude (ein altes Brauereihotel mit zahlreichen Stockwerken und Kellergeschossen) nach „verschütteten“ Personen. Neben unserer Feuerwehrausbildung nutzten die Hundeführer dieses besondere Objekt auch für die Ausbildung der schnellen Schnüffelnasen.

Flash-Over und vorgehen bei einem Zimmerbrand

Auch wenn unsere jugendlichen Nachwuchskräfte natürlich noch keine schweren Atemschutzgeräte auf dem Rücken trugen, ging es bei der Stationsausbildung auch um das richtige Vorgehen bei Wohnungs- und Zimmerbranden. So mussten die Jugendlichen die Türen öffnen, „Rauchbewegungen“ und Flammen beobachten (theoretisch) sowie anschließend die Räume nach Personen durchsuchen. Dabei wurde auch die Selbstrettung bei einem Flash-Over geübt, also dem Fall, bei welchem sich die heißen Brandgase über den Köpfen der Einsatzkräfte entzünden und explosionsartig nach draußen schlagen. Hierzu setzten die Jugendlichen das gelernte richtig ein und „retteten“ sich und ihre Kameraden aus der Gefahrensituation.

Tür nicht gleich Tür

Interessant war auch das Thema gewaltsame Türöffnung. Während bei den meisten Einsätzen eher der langsame und schadensmindernde Vorgang mit sogenannten „Zieh-Fix“ Gerätschaften angewendet wird, bei dem mit dem Spezialwerkzeug der Zylinder einer Türe gezogen wird, ging es am Samstag um den sinnvollen Einsatz von Gewalt um möglichst schnell in einen Raum zu kommen. Dazu setzten die Ausbilder unter anderem das Haligan-Tool ein. Bei diesem Tool werden Brecheisen und Feuerwehraxt in einem Werkzeug vereint. Bei richtigem Einsatz ist ein schnelles und trotz Gewalteinwirkung vergleichsweise schadfreier Zugang zu einem Raum möglich. Die richtige Anwendung wurde von den Ausbildern gezeigt und konnte von den Jugendlichen direkt in der Praxis angewendet werden. Das auch die klassische Feuerwehraxt ein adäquates Mittel für einen schnelle Zugang ist, zeigte die zweite Ausbildungsstation. Hier wurde mit Hilfe der Feuerwehraxt ebenfalls die Türe aufgebrochen. Auch die Schaffung einer „Löschöffnung“ durch das Türblatt wurde gezeigt.

Nach gut drei Stunden intensiven Übens konnten die Jugendlichen mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen in das wohlverdiente Wochenende starten. Auch die Fellnasen der Rettungshundestaffel machten sich nach der Übung auf den Heimweg.

Auf diesem Wege bedanken wir uns zum einen bei den Rettungshundestaffeln für den spannenden Einblick in die Arbeit sowie im Besonderen bei der Fa. Glass für die Nutzung des Abbruchgebäudes für unsere Übung.

Fotos (© Schreiegg / Rizer)

Jugend: Knobelaufgaben für den Nachwuchs

Am letzten Mittwoch musste die Jugendlichen unserer Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen mit Köpfchen eine knifflige Aufgabe lösen.

Das es bei der Feuerwehr nicht nur um Geschwindigkeit geht, sondern auch einiges an Köpfchen gefordert ist, bewiesen am Mittwoch unsere Jugendfeuerwehrler bei einer Knobelaufgabe sowie bei den Stichen und Bunden.

In zwei Gruppen aufgeteilt ging es rund um das Thema taktisches, überlegtes Vorgehen sowie die richtige Anwendung der bekannten Feuerwehrknoten. Während eine Gruppe die verschiedensten Knoten übte, musste sich die andere Gruppe hinter dem Feuerwehrhaus der Aufgabe stellen, eine Kübelspritze aus einem Fass zu „bergen“ ohne einen Kreis zu betreten oder das Fass zu berühren. Ohne große Berührungsangst begannen die jungen Feuerwehrler mit dem Zusammentragen von verschiedensten Ideen und setzten diese auch gleich in die Tat um. Bereits nach kurzer Zeit konnten mit verschiedenen Wegen die richtige Lösung gefunden werden.

Sichtlich beeindruckt von der tollen Leistung des Feuerwehrnachwuchses konnten wir diese, vorletzte, Übung des Jahres wieder mit einem tollen Erlebnis abschließen.

Besonders gefreut hat uns der „Zuwachs“ bei den Wiedergeltinger Kameraden, welche unter anderem aufgrund unserer „25h-Übung“ gleich zwei neue Mitgliederinnen für die Jugendfeuerwehr gewinnen konnten. Klasse!

Auch wir in Irsingen suchen Kinder- und Jugendliche ab 13 Jahren für unsere Jugendfeuerwehr. Gerne beraten wir Eltern und interessierte Kinder auch außerhalb unserer Übungszeiten. Bei Interesse schreiben Sie uns eine Email an jugendfeuerwehr(Ersetzen Sie diesen Text durch das @ Zeichen)ff-irsingen.de

Fotos

Jugend: 25h im vollen Einsatz

Wir trotzen weder Wind noch Wetter! Unter diesem Motto fand unsere große 25h Jugendübung zwar nicht statt, jedoch war gerade das Wetter mit Schnee und eisigem Wind eine besondere Herausforderung am Übungswochenende.

18 Jugendliche und mehrere Betreuer der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen starteten im vergangenen Oktoberwochenende gemeinsam in die wohl längste Jugendübung dieses Jahres. Ganze 25 Stunden ging es neben Theorie, Ausbildung sowie Spaß und Spiel auch und besonders um spannende Einsatzübungen aus dem Alltag einer Feuerwehr. Während der Samstag ruhig begann und wir den Jugendlichen die Schlafplätze sowie theoretischen Unterricht im Bereich Funken gaben, kam bereits der erste ungeplante Einsatz. Aufgrund eines (echten) Heizungsdefektes war der Keller der Feuerwache Türkheim mit Wasser überflutet. Mit entsprechenden Geräten machten sich die jungen Kameraden sofort an die Arbeit und entfernten mit Wassersauger und Pumpen das Wasser nach draußen. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb den Nachwuchseinsätzkräften jedoch nicht. Gegen 16 Uhr meldete sich zum ersten mal der Hausalarm mit einer ausgedehnten Ölspur in Wiedergeltingen. Vor Ort mussten die Jugendfeuerwehrler nicht nur zeigen, wie Einsatzstellen gegen den fließenden Verkehr abgesichert werden, auch das Abbinden und Aufnehmen von gefährlichen Flüssigkeiten (in unserem Fall ungefährliches Glykol) wurde in der Praxis umgesetzt.

Pizzabuffet zum Abendessen

Erschöpft vom ersten Einsatz freuten sich die Jugendlichen über das große Pizzabuffet. Gleich mehrere Partypizzen luden zum „Kräftetanken“ ein – und diese Kraft sollten die Übungsteilnehmer auch brauchen.

Verkehrsunfall fordert alle Einsatzkräfte

Um 19.30 Uhr meldete sich wieder der laute Alarmton – diesmal hieß es: „Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen in Irsingen“. Mit Einsatzhorn und Blaulicht ging es auf den Hof der Feuerwehr Irsingen, dort waren zwei PKW „verunfallt“ ein Fahrer wurde vermisst, drei Personen waren in den Wracks eingeschlossen. Unter Vornahme von Schere und Spreizer gingen die älteren Jugendlichen an die technische Rettung, während die jüngeren den vermissten Fahrer suchten und die Verletzten in den Fahrzeugen betreuten. Trotz wenig oder bisher gar keiner Einsatzpraxis entfernten die Florianer fachgerecht Türen und das Dach und konnten nach kürzester Zeit alle Personen aus den Fahrzeugen befreien.

Nachtruhe? Nicht mit uns!

Nach dem anstrengenden Einsatz brauchten die Jugendlichen erst mal eine Verschnaufpause. Während sich die jüngeren bereits bettfertig machten, erklang erneut der Alarmton. Diesmal zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im JuZe Irsingen. Wieder ging es mit Blaulicht und Einsatzhorn durch dichtes Schneegestöber (!) nach Irsingen. Aus den dortigen Fenstern quoll bereits dichter Rauch. Mit einer Wärmebildkamera und einem Löschschlauch erkundeten zwei Trupps das verrauchte Gebäude und konnten auf dem Herd einen Topf mit „verbrannten“ Essen finden. Nach diesem Löscheinsatz ging es dann erst mal in die Kojen zum Schlafen.

Alarm: Personensuche im Schnee

Pünktlich um 6 Uhr war die Nachtruhe bereits wieder um, eine Person wurde vermisst. Mit Funkgeräten ausgestattet machten sich die Feuerwehrjungs und Mädchen im winterlichen Türkheim auf die Suche nach einer Person mit weißem Mantel, kohleartigen Augen und einer Möhrennase. Da trotz intensiver Suche keine derartige Person gefunden werden konnte, ging es direkt zum leckeren Frühstück mit frischer Milch, Rührei und Speck.

Starke Rauchentwicklung in der Kiesgrube

Nach dem Frühstück ging es bereits weiter zum nächsten Einsatz. In der Kiesgrube Türkheim war ein großer Holzhaufen in Brand geraten. Ausgerechnet als die Löschmannschaften alle Schläuche verlegt hatten piepsten plötzlich die Funkmelder der erwachsenden Kameraden zum echten Einsatz, einem Verkehrsunfall auf der A96. Während ein Teil der Kameraden zum Einsatz auf die Autobahn fuhren, kümmerten sich die anderen Betreuuer um ein kontrolliertes Abbrennen des Haufens, sowie die Beaufsichtigung der Jugendlichen.

Letzter Einsatz hatte es noch mal in sich

Nach einem stärkenden Mittagessen folgte der letzte aber wieder sehr anspruchsvolle Alarm für die Nachwuchskräfte. In einem Wiedergeltinger Unternehmen war es zu einem Betriebsunfall gekommen. Mehrere Arbeiter waren unter einem tonnenschweren Container begraben. Mit Hebekissen und Spreizer sowie der Winde vom Löschfahrzeug wurde auch dieser Einsatz schnell und fachgerecht von den Jugendlichen abgearbeitet. Müde aber zufrieden konnten nach diesem spannenden 25 Stunden der Restsonntag zuhause genutzt werden.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den zahlreichen Sponsoren von Semmeln, Milch, Eiern und vielem mehr, sowie der tollen Berichterstattung in der Mindelheimer Zeitung und dem Wochenkurier Mindelheim bedanken.

Ganz besonders freuen wir uns natürlich über neue Mitglieder die sich der Jugendfeuerwehr anschließen wollen, getreu dem Motto #findedeinfeuer!

Fotostrecke (Fotos Schreiegg / Rizer / Karatas)

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