„Feuer in der Villa Zollhaus“ – Gemeinsame Hauptübung

Am Freitag eilten zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Irsingen und der Feuerwehr Bad Wörishofen durch den Ort – diesmal brannte es nicht wirklich, doch die Kameraden mussten bei der Hauptübung ihr Können unter Beweis stellen.

Gegen 19.00 Uhr wurde für die Freiwilligen Feuerwehren Irsingen und Bad Wörishofen Übungsalarm zur diesjährigen Hauptübung gegeben. „Brand in der Villa Zollhaus, mehrere Personen auf dem Balkon in Gefahr!“ so die angenommene Übungslage. Nur kurze Zeit später fuhr unser Löschgruppenfahrzeug sowie unser Mannschaftstransporter und der Einsatzleiter Bad Wörishofen mit Blaulicht durch Irsingen zur Villa Zollhaus. Dort standen bereits mehrere Personen auf dem Balkon und riefen um Hilfe.

Löschwasserversorgung durch Irsingen, Menschenrettung über die Drehleiter

Aufgrund unserer Ortskenntnis lautete unser Einsatzauftrag die Wasserversorgung zum Brandobjekt herzustellen. Dazu trugen wir unsere Tragkraftspritze an die Wertach und legten mehrere B-Schläuche durch das Gestrüpp und die Uferböschung zum „brennenden Wohnhaus“. Zeitgleich bauten die Einsatzkräfte aus Bad Wörishofen ihre Drehleiter im Hof auf uns begannen mit Einsatzkräften unter schwerem Atemschutz die eingeschlossenen Personen vom Balkon zu retten.

Nach der Übungsnachbesprechung ließen wir den Abend gemeinsam mit den Kameraden aus Bad Wörishofen ausklingen.

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Gruppenübergreifender Übungsabend

In einer gemeinsamen Übung konnten die Montags- und Freitagsgruppe die Zusammenarbeit im Einsatzfall trainieren.

Um die reibungslosen Abläufe bei Einsätzen zu optimieren und das richtige Vorgehen bei Bränden zu üben, trafen sich am Montag beide Gruppen zu einer gemeinsamen Lösch- und Rettungsübung.

Im Vorfeld hatten zwei Kameraden ein Übungsszenario vorbereitet. In diesem Szenario wurde die Leitstelle über einen lauten Knall sowie eine Rauchentwicklung und Hilferufe im Wald informiert. Mit dieser „Erstmeldung“ rückten die 18 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen zum gemeldeten Ort aus. Hier wurden die Gruppenführer bereits vor die erste Herausforderung gestellt, denn die angenommene Explosion hatte eine Waldhütte in „Brand“ gesetzt, mindestens eine Person wurde vermisst. Doch weit und breit stand keine Wasserversorgung zur Verfügung. Die einzige Quelle für das Löschwasser war der Stausee, welcher jedoch nur über einen steilen Hang zu erreichen war. In der Übungsannahme wurde die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke „trocken“ aufgebaut und geübt. Zeitgleich suchte die Gruppe aus dem Mannschaftstransportwagen die vermisste Person und konnte diese dann auch in einem Hochsitz finden.

„Brandbekämpfung und Personenrettung“

Während die Gruppe vom Löschfahrzeug die „Brandbekämpfung“ der Hütte vornahm, rettetet die Kameraden den „verletzten Arbeiter“ vom Hochsitz und leisteten im Anschluss gleich noch Erste Hilfe.

Um den Löschgruppenaufbau auch noch mit „Wasser am Rohr“ zu üben, wurde eine weitere Übungssituation geschaffen. Diesmal musste das Vereinsheim eines Segelvereines gelöscht werden. Dazu war es notwendig die Tragkraftspritze an den Stausee zu tragen, von dort Wasser anzusaugen und dieses dann im „Löschangriff“ auf den „Brandherd“ zu bringen.

Ein weiterer Ausbildungsschwerpunkt lag bei der richtigen Nutzung der digitalen Handfunkgeräte. Aufgrund der Lage konnte nicht mit Handzeichen und Zurufen gearbeitet werden. Die Abstimmung musste also „Blind“ über Funk erfolgen.

Nach fast zwei Stunden intensiven Übens folgte dann noch die Nachbestückung der Einsatzfahrzeuge im Gerätehaus. Den Abend ließen wir gemütlich ausklingen.

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Jugend: Löschen und Retten im Team

Bei einer großen Jugendübung der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, der Rettungshundestaffel, dem lieben Team der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie die BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen, konnten wir am Sonntag das richtige Vorgehen bei einer Großschadenslage mit zahlreichen Verletzten üben.

Der Sonntag startete für unsere Jugendlichen früh. Um 09.00 Uhr wurde Übungsalarm für die Jugendfeuerwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen gegeben. In der Übungsannahme hatte ein Blitz in eine Jugendherberge eingeschlagen, daraufhin war es zu einer Explosion sowie einer Rauchentwicklung im Dachstuhl des Gebäudes gekommen.

Vor Ort erwarteten uns bereits die Fellnasen der Rettungshundestaffel, sowie die Helferinnen und Helfer der Notfalldarstellung des BRK Unterallgäu sowie der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen.

1. Teil der Übung: Brandbekämpfung und Menschenrettung

Diesmal hielten sich die drei Ausbilder, Anja, Thomas und Jerry ganz im Hintergrund und überließen Einsatzabarbeitung der anspruchsvollen Lage ganz den Jugendlichen. Zwei ältere Kameraden wurden zu Gruppenführern „ernannt“ und dürften Ihre jüngeren Kameraden und Kameradinnen in den Einsatz führen. Nach kurzer Einweisung folgte bereits der Einsatzbefehl: „Starke Rauchentwicklung im Dachgeschoss des Gebäudes, Angriffstrupp unter (simulierten) Atemschutz mit 1. C-Rohr zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das 1. Obergeschoss vor, Wassertrupp als Sicherungstrupp, Verteiler vor den Eingang, Wasserentnahme aus dem Unterflurhydranten, zum Einsatz fertig!“. Sofort schossen die Nachwuchsfeuerwehrkräfte los, setzten das Standrohr und legten mehrere B-Schläuche zum Verteiler aus. Gleichzeitig rückte der Angriffstrupp mit Schlauchreserve in das 1. Obergeschoss vor. Dort konnte hinter einer verschlossenen Türe eine starke Hitze- und Rauchentwicklung festgestellt werden, doch die Tür ließ sich nicht öffnen. Unter fachkundiger Aufsicht der Ausbilder mussten die Jugendlichen die Tür mit einem Halligan Tool gewaltsam öffnen und den dahinter befindlichen Brand ablöschen. Nach gut 15 Minuten konnte „Feuer aus!“ gemeldet werden.

2. Teil der Übung: Verletzensuche mit Rettungshunden

Nach einer kurzen Verschnaufpause, ging es dann wieder zur Sache. Gemeinsam mit den Rettungshunden musste das „einsturzgefährdete Gebäude“ nach Verletzen abgesucht werden. Durch das Notfalldarstellungsteam des BRK wurden vorher mehrere geschminkte Jugendliche im Gebäude versteckt. Während die Fellnasen nach und nach die Verletzten fanden, konnten unsere Nachwuchskräfte ihr Erste-Hilfe Wissen unter Beweis stellen und die „Verletzten“ richtig erstversorgen. Doch nicht nur im Gebäude wurde nach Vermissten gesucht, auch außerhalb. Hier kam ein speziell auf Geruchssuche trainierter Rettungshund, ein sogenannter „Mantrailer“ zum Einsatz. Trotz Regen gelang es dem Vierbeiner bereits nach kürzester Zeit den Vermissten „Vater und seine beiden Kinder“ zu entdecken. Für unsere Jugendlichen war hier besonders die Arbeit mit den Hunden sowie die Besonderheiten bei der Suche nach verletzten oder vermissten Personen eine besondere Herausforderung, die Erste-Hilfe rundete diesen Ausbildungsabschnitt ab.

3. Teil der Übung: Ablöschen von Trümmerteilen

Im dritten Teil der Übung (nach dem Durchtauschen der Gruppenführer) mussten die Wehrjungs und Mädels wieder an die Schläuche. Diesmal, so die Übungsannahme, hatten sich beiseite geräumte Trümmerteile entzündet. Um den „Schuttberg“ dauerhaft abzulöschen, sollten die Jugendlichen mit einem Verteiler, einem C-Schlauch, sowie einem B-Rohr und Stützkrümmer einen provisorischen Wasserwerfer bauen. Mit diesem konnten dann erfolgreich der „Trümmerberg“ in Schach gehalten werden.

4. Teil der Übung: Vornahme eines mit Wasser gefüllten Schlauches im Gebäude

Da wir nicht mit Wasser am Schlauch im Gebäude üben konnten, entschieden wir uns zu einem kleinen Trick, mit einer eingeschraubten ein Euro Münze im Mundstück des Strahlrohres, konnten die Jugendlichen den Unterschied der Schlauchführung mit Wasser im Gebäude üben. Dabei war das Übungsziel zu zeigen, wie schwer so ein Schlauch werden kann und vor allem wie stark die Kondition beeinträchtigt wird, wenn mit einem gefüllten Schlauch im Gebäude gearbeitet wird.

5. Teil der Übung: Gewaltsame Türöffnung

Im letzten Übungsabschnitt ging es um das Thema „gewaltsame Türöffnung“. Dabei nutzen wir das Halligan Tool der Türkheimer Wehr um verschiedenste Öffnungsmethoden und Besonderheiten in der Praxis zu üben. Auch hier zeigten sich die Jugendlichen interessiert und konnten geschickt mit dem Werkzeug der „großen“ Helfer umgehen.

Nach gut drei Stunden intensiven Übens und einer kleinen Feedbackrunde mit viel Lob der Ausbilder, halfen auch wieder alle eingesetzten Kameradinnen und Kameraden die Fahrzeuge wieder mit Schläuchen zu bestücken und einsatzklar zu machen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei der Rettungshundestaffel für die freundliche Einladung zu dieser Übung, dem Team vom BRK für die Unterstützung und Schminken der Verletzendarsteller und natürlich der BRK Bereitschaftsjugend aus Bad Wörishofen für die Teilnahme als „Verletzte“ an dieser Übung.

Insgesamt waren 11 Jugendliche, ein aktiver Kamerad aus Irsingen und drei Ausbilder der Jugendfeuerwehren Wiedergeltingen, Türkheim und Irsingen, neun Kinder- und Jugendliche der BRK Bereitschaftsjugend Bad Wörishofen nebst Ausbildern und dem Team der Notfalldarstellung Unterallgäu sowie 10 Hundeführern der Rettungshundestaffel an der Übung beteiligt.

Gemeinsam Helfen, gemeinsam Retten!

Feuerwehr Irsingen
Feuerwehr Wiedergeltingen
Feuerwehr Türkheim
BRK Bereitschaft Bad Wörishofen
Rettungshundestaffel Kaufering

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Fit in Erster Hilfe

Am Samstag, 07.06.2019 trafen sich zahlreiche Kameraden und Kameradinnen im Gerätehaus um gemeinsam das Wissen um die Erste Hilfe wieder auf Stand zu bringen.

Dem großen Erste Hilfe Kurs unterzogen sich am Samstag zahlreiche aktive Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen. Während ein Teil der Feuerwehrler ihr Wissen wieder auf Stand bringen wollten, konnten unsere neuen Einsatzkräfte die Kenntnisse der Ersten Hilfe zum ersten mal intensivieren.

Um 09.00 Uhr begann der Schulungstag mit einer kurzen Vorstellung der Ausbilderin Julia Santjohanser, selbst ehemalige Feuerwehrfrau aus Irsingen, aktive Feuerwehrfrau und ausgebildeter Rettungssanitäterin. Julia zeigte in zahlreichen Übungen, wie Erkrankungen erkannt, diese richtig erstversorgt werden und natürlich auch besondere feuerwehrtypische Szenarien. 

Ein besonderes Augenmerk lag in der Ausbildung der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dabei ging es um das auffinden einer leblosen Person und der unverzüglichen Einleitung aller notwendigen Maßnahmen. Während ein Kamerad sich um die Beatmung kümmerte (mit und ohne Hilfsmittel), konzentrierte sich der zweite Helfer auf die Herzdruckmassage im Rhythmus 30:2 (30x Drücken, zwei mal beatmen). Auch der Einsatz von Defibrillatoren wurde intensiv beübt und durchgeführt. Eine besondere Herausforderung lag, wie auch im echten Einsatz, beim Auffinden eines verunglückten Motorradfahrers mit Helm auf dem Kopf. Immer wieder kommt die Frage auf: Helm runter oder nicht? Hier heißt es ganz klar, ist der Patient nicht mehr ansprechbar muss, zur Einleitung der Reanimation oder stabilen Seitenlage der Helm runter. Diesen Vorgang übten wir besonders intensiv.

Mit vielen neuen Eindrücken und aufgefrischtem Wissen sind wir jetzt wieder auf dem aktuellen Stand der Ersten Hilfe und bedanken uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei Julia, welche extra einen Samstag für die Ausbildung unserer Wehrmänner und Frauen für das wichtige Thema „Erste Hilfe“ opferte. 

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Fahrzeugkunde

Nach der langen Winterpause ging es am Montag wieder los mit dem regulären Übungsdienst.

Als Auffrischung des Wissens stand der erste Übungsdienst somit im Zeichen der Fahrzeug- und Gerätekunde. Dabei suchten wir bestimmte Feuerwehrgerätschaften und führten eine Funktionsüberprüfung sowie einen kleinen Wissenstest durch.

Ein weiterer Schwerpunkt der Schulung war das Thema BOS Funk und das Verhalten nach der Alarmierung. In der Theorie gingen wir gemeinsam die entsprechenden Schritte, vom Eintreffen am Gerätehaus bis zum richtigen Status für die Leitstelle und der Lagemeldung nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle durch. Dabei wurden auch noch mal die Besonderheiten der Funkgeräte erklärt.

Nach gut eineinhalb Stunden waren wir wieder Fit für den nächsten Einsatz und freuen uns natürlich bereits jetzt auf den nächsten Übungsdienst.

Was sind die Unterschiede zwischen dem Einsatzhelm und der Schutzkleidung bei Forst- und Waldarbeiten? Diese und viele weitere Fragen beschäftigten uns am ersten Übungsdienst.

Jugend: Knobelaufgaben für den Nachwuchs

Am letzten Mittwoch musste die Jugendlichen unserer Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen mit Köpfchen eine knifflige Aufgabe lösen.

Das es bei der Feuerwehr nicht nur um Geschwindigkeit geht, sondern auch einiges an Köpfchen gefordert ist, bewiesen am Mittwoch unsere Jugendfeuerwehrler bei einer Knobelaufgabe sowie bei den Stichen und Bunden.

In zwei Gruppen aufgeteilt ging es rund um das Thema taktisches, überlegtes Vorgehen sowie die richtige Anwendung der bekannten Feuerwehrknoten. Während eine Gruppe die verschiedensten Knoten übte, musste sich die andere Gruppe hinter dem Feuerwehrhaus der Aufgabe stellen, eine Kübelspritze aus einem Fass zu „bergen“ ohne einen Kreis zu betreten oder das Fass zu berühren. Ohne große Berührungsangst begannen die jungen Feuerwehrler mit dem Zusammentragen von verschiedensten Ideen und setzten diese auch gleich in die Tat um. Bereits nach kurzer Zeit konnten mit verschiedenen Wegen die richtige Lösung gefunden werden.

Sichtlich beeindruckt von der tollen Leistung des Feuerwehrnachwuchses konnten wir diese, vorletzte, Übung des Jahres wieder mit einem tollen Erlebnis abschließen.

Besonders gefreut hat uns der „Zuwachs“ bei den Wiedergeltinger Kameraden, welche unter anderem aufgrund unserer „25h-Übung“ gleich zwei neue Mitgliederinnen für die Jugendfeuerwehr gewinnen konnten. Klasse!

Auch wir in Irsingen suchen Kinder- und Jugendliche ab 13 Jahren für unsere Jugendfeuerwehr. Gerne beraten wir Eltern und interessierte Kinder auch außerhalb unserer Übungszeiten. Bei Interesse schreiben Sie uns eine Email an jugendfeuerwehr(Ersetzen Sie diesen Text durch das @ Zeichen)ff-irsingen.de

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Jugend: 25h im vollen Einsatz

Wir trotzen weder Wind noch Wetter! Unter diesem Motto fand unsere große 25h Jugendübung zwar nicht statt, jedoch war gerade das Wetter mit Schnee und eisigem Wind eine besondere Herausforderung am Übungswochenende.

18 Jugendliche und mehrere Betreuer der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen starteten im vergangenen Oktoberwochenende gemeinsam in die wohl längste Jugendübung dieses Jahres. Ganze 25 Stunden ging es neben Theorie, Ausbildung sowie Spaß und Spiel auch und besonders um spannende Einsatzübungen aus dem Alltag einer Feuerwehr. Während der Samstag ruhig begann und wir den Jugendlichen die Schlafplätze sowie theoretischen Unterricht im Bereich Funken gaben, kam bereits der erste ungeplante Einsatz. Aufgrund eines (echten) Heizungsdefektes war der Keller der Feuerwache Türkheim mit Wasser überflutet. Mit entsprechenden Geräten machten sich die jungen Kameraden sofort an die Arbeit und entfernten mit Wassersauger und Pumpen das Wasser nach draußen. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb den Nachwuchseinsätzkräften jedoch nicht. Gegen 16 Uhr meldete sich zum ersten mal der Hausalarm mit einer ausgedehnten Ölspur in Wiedergeltingen. Vor Ort mussten die Jugendfeuerwehrler nicht nur zeigen, wie Einsatzstellen gegen den fließenden Verkehr abgesichert werden, auch das Abbinden und Aufnehmen von gefährlichen Flüssigkeiten (in unserem Fall ungefährliches Glykol) wurde in der Praxis umgesetzt.

Pizzabuffet zum Abendessen

Erschöpft vom ersten Einsatz freuten sich die Jugendlichen über das große Pizzabuffet. Gleich mehrere Partypizzen luden zum „Kräftetanken“ ein – und diese Kraft sollten die Übungsteilnehmer auch brauchen.

Verkehrsunfall fordert alle Einsatzkräfte

Um 19.30 Uhr meldete sich wieder der laute Alarmton – diesmal hieß es: „Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen in Irsingen“. Mit Einsatzhorn und Blaulicht ging es auf den Hof der Feuerwehr Irsingen, dort waren zwei PKW „verunfallt“ ein Fahrer wurde vermisst, drei Personen waren in den Wracks eingeschlossen. Unter Vornahme von Schere und Spreizer gingen die älteren Jugendlichen an die technische Rettung, während die jüngeren den vermissten Fahrer suchten und die Verletzten in den Fahrzeugen betreuten. Trotz wenig oder bisher gar keiner Einsatzpraxis entfernten die Florianer fachgerecht Türen und das Dach und konnten nach kürzester Zeit alle Personen aus den Fahrzeugen befreien.

Nachtruhe? Nicht mit uns!

Nach dem anstrengenden Einsatz brauchten die Jugendlichen erst mal eine Verschnaufpause. Während sich die jüngeren bereits bettfertig machten, erklang erneut der Alarmton. Diesmal zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im JuZe Irsingen. Wieder ging es mit Blaulicht und Einsatzhorn durch dichtes Schneegestöber (!) nach Irsingen. Aus den dortigen Fenstern quoll bereits dichter Rauch. Mit einer Wärmebildkamera und einem Löschschlauch erkundeten zwei Trupps das verrauchte Gebäude und konnten auf dem Herd einen Topf mit „verbrannten“ Essen finden. Nach diesem Löscheinsatz ging es dann erst mal in die Kojen zum Schlafen.

Alarm: Personensuche im Schnee

Pünktlich um 6 Uhr war die Nachtruhe bereits wieder um, eine Person wurde vermisst. Mit Funkgeräten ausgestattet machten sich die Feuerwehrjungs und Mädchen im winterlichen Türkheim auf die Suche nach einer Person mit weißem Mantel, kohleartigen Augen und einer Möhrennase. Da trotz intensiver Suche keine derartige Person gefunden werden konnte, ging es direkt zum leckeren Frühstück mit frischer Milch, Rührei und Speck.

Starke Rauchentwicklung in der Kiesgrube

Nach dem Frühstück ging es bereits weiter zum nächsten Einsatz. In der Kiesgrube Türkheim war ein großer Holzhaufen in Brand geraten. Ausgerechnet als die Löschmannschaften alle Schläuche verlegt hatten piepsten plötzlich die Funkmelder der erwachsenden Kameraden zum echten Einsatz, einem Verkehrsunfall auf der A96. Während ein Teil der Kameraden zum Einsatz auf die Autobahn fuhren, kümmerten sich die anderen Betreuuer um ein kontrolliertes Abbrennen des Haufens, sowie die Beaufsichtigung der Jugendlichen.

Letzter Einsatz hatte es noch mal in sich

Nach einem stärkenden Mittagessen folgte der letzte aber wieder sehr anspruchsvolle Alarm für die Nachwuchskräfte. In einem Wiedergeltinger Unternehmen war es zu einem Betriebsunfall gekommen. Mehrere Arbeiter waren unter einem tonnenschweren Container begraben. Mit Hebekissen und Spreizer sowie der Winde vom Löschfahrzeug wurde auch dieser Einsatz schnell und fachgerecht von den Jugendlichen abgearbeitet. Müde aber zufrieden konnten nach diesem spannenden 25 Stunden der Restsonntag zuhause genutzt werden.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei den zahlreichen Sponsoren von Semmeln, Milch, Eiern und vielem mehr, sowie der tollen Berichterstattung in der Mindelheimer Zeitung und dem Wochenkurier Mindelheim bedanken.

Ganz besonders freuen wir uns natürlich über neue Mitglieder die sich der Jugendfeuerwehr anschließen wollen, getreu dem Motto #findedeinfeuer!

Fotostrecke (Fotos Schreiegg / Rizer / Karatas)

Hauptübung: Feuerschein im Wald

Unter dem Stichwort „unklarer Feuerschein“ fand heuer unsere große Jahreshauptübung aller aktiven Kameraden und Kameradinnen unserer Wehr statt.

„Einsatz für die Feuerwehr Irsingen! Feuerschein am östlichen Ortsrand.“ Mit dieser Einsatzmeldung startete am letzten Freitag unsere große Jahreshauptübung.

Am Waldrand entdeckten wir dann, einen bereits entsprechend vorbereiteten, in „Vollbrand“ befindlichen Stadel. Die Herausforderung bestand darin, schnellstmöglich Löschwasser an das Brandobjekt heranzuführen. Während bei einem echten Brandereignis recht schnell die wasserführenden Großfahrzeuge aus Bad Wörishofen oder Türkheim unterstützend eintreffen, musste in der Übungslage ohne diese Hilfe gearbeitet werden. Es galt also Wasser aus der nahen Wertach anzusaugen und dieses über eine lange Wegstrecke an den „brennenden“ Stadel zu bringen. Dazu wurden neben unserer Tragkraftspritze auch die Frontpumpe zum Einsatz gebracht. Nach gut einer dreiviertel Stunde konnten „Feuer aus!“ gemeldet werden.

Gerade der schnelle Aufbau einer kontinuierlichen Wasserversorgung, auch wenn andere Fahrzeuge mit Wassertanks eintreffen oder vor Ort sind, ist für einen Löscherfolg dringend notwendig.

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Übung: Wasserentnahme aus Gewässern

Kein Regen, Temperaturen um die 30°C und ausgetrocknete Böden – ideale Voraussetzungen für Flächen- und Waldbrände. Doch gerade im Freiland ist Wasser in Form von Hydranten nicht vorhanden – wie wir trotzdem an unser Löschmittel Nummer 1 kommen, übten wir am Montag.

Brennt es im Ort oder im Gewerbegebiet haben wir schnell Zugriff auf eine Vielzahl von Ober- und Unterflurhydranten, die unsere Einsatzfahrzeuge mit Wasser versorgen. Wenn es jedoch auf einem Feld, Wiese oder im Wald brennt steht – meist – kein Hydrant zur Verfügung. Im Rahmen unseres Ausbildungs- und Übungsabends beschäftigten wir uns daher mit dem Thema Wasserentnahme aus Oberflächengewässern, Pools und unterirdischen Schächten.

Bereits ein kleines Planschbecken enthält ausreichend Wasser für einen Erstangriff

Ein kleines Planschbecken war daher die erste Wasserquelle für einen angenommenden Brand einer Wiese am Ortsrand von Irsingen. Mit einer speziellen Tauchpumpe wurde das Plastikbecken innerhalb von ein paar Minuten leergesaugt. Im Einsatzfall reichen die gut 1.200 Liter für 3-5 Minuten Löscheinsatz. Zumindest einen Entstehungsbrand könnten wir damit schnell unter Kontrolle bekommen, bis die Wasserversorgung zu einem Tanklöschfahrzeug oder einem Hydranten aufgebaut wurde.

Zweite Übung „Brennt Mähdrescher auf Feld“

In der zweiten Übung nahmen wir den vermeintlichen Brand eines Mähdreschers auf einem Feld an. Als Wasserquelle sollte uns hier das Hinterlandwasser der Stauanlage am Irsinger See dienen. Leider war auch hier – aufgrund der Trockenheit – der Wasserstand zu niedrig, um mit der Pumpe Wasser sicher fördern zu können. Im Einsatzfall hätten wir jetzt unsere Hochdrucklöschanlage sowie Feuerlöscher zum Einsatz gebracht und die Schlauchleitungen für die nachrückenden wasserführenden Fahrzeuge aus Bad Wörishofen oder Türkheim bereitgestellt.

Nach gut zwei Stunden Praxis kehrten wir gemeinsam wieder in das Feuerwehrhaus zurück.

Mängel bei Hydrantenkontrolle festgestellt

Am Montag waren drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen im Ortsgebiet unterwegs und überprüften die Funktionsfähigkeit der Unterflurhydranten – im Brandfall zählt jede Sekunde.

Im Rahmen unseres heutigen Übungsdienstes ging es Rund um die lebensrettenden Wasserspender im Brandfall, den Unterflurhydranten. Drei Kameraden befuhren dazu mit unserem neuen Kombi den Norden Irsingens und überprüften die dort befindlichen Unterflurhydranten auf Funktionstüchtigkeit.

Was ist ein Unterflurhydrant?

Unter kleinen unscheinbaren Metallabdeckungen auf der Fahrbahn verstecken sich die sogenannten Unterflurhydranten. Um diese im Brandfall in Betrieb zu nehmen, werden die Schachtdeckel entfernt, ein Standrohr aufgeschraubt und dann kann das Löschen beginnen, wenn alles ordnungsgemäß gewartet wird.

Hydrantenschilder eingewachsen, Hydrantenschächte lassen sich nicht öffnen

Bei der Kontrolle prüften wir zum einen, ob die rot-weißen Hinweisschilder auf die Hydranten zu erkennen sind, dann überprüften wir die Zugänglichkeit zu den Hydranten unter anderem ob sich die Schächte leicht öffnen lassen. Weiterhin wurde ein Standrohr aufgeschraubt und jeder Unterflurhydrant kurz gespült. Leider fielen bei der Kontrolle einige Mängel auf:

  • Hydrantenschilder waren teilweise komplett eingewachsen, hierbei bitten wir die Grundstückseigentümer, in eigenem Interesse, die Hecken so weit zurückzuschneiden, dass die Schilder jederzeit, auch in der Nacht, leicht zu finden sind.
  • Mehrere Hydrantendeckel ließen sich trotz größter Kraftanstrengung nicht öffnen.
  • Teilweise fehlten Schutzabdeckungen oder Abdeckkappen in den Unterflurhydranten.

Die mangelhaften Hydranten wurden dokumentiert und werden an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Anwohner mit eingewachsenen Schildern wurden teilweise direkt durch uns angesprochen.

Fahrzeugkunde nach der Hydrantenkontrolle

Nach dem Abschluss der ersten Kontrollrunde erfolgte an der Wache noch eine kurze Fahrzeugunterweisung am neuen Transporter. Dabei wurden die Beleuchtungseinrichtungen, der Funk sowie die Sondersignalanlage erklärt und einer Funktionsprobe unterzogen.

Wir bedanken uns auf diesem Wege für die freundlichen Gespräche mit den Anwohner in den Straßen, welche unsere Arbeit interessiert verfolgt haben. Im Laufe dieses Übungsjahres werden auch die anderen Hydranten einer Kontrolle der Feuerwehr unterzogen. Bitte achten Sie auf die Hydrantenschilder – diese geben uns Hilfestellung wenn es bei Ihnen brennt.

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