DANKE!

Gerade die Weihnachtszeit gibt uns die Chance Danke zu sagen, Danke für die Bereitschaft 24 Stunden, Tag und Nacht für den Schutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu sein, Ausbildungen zu organisieren, Geräte und Gebäude einsatzbereit zu halten und das alles in ehrenamtlicher Arbeit.

Zusätzlich möchten wir uns ganz herzlichst bei unseren Kolleginnen und Kollegen der Nachbarfeuerwehren, vom Rettungsdienst, der integrierten Leitstelle, der Polizei, dem Bürgermeister und allen anderen Behörden und Organisationen, welche uns jederzeit im Einsatz professionell und kameradschaftlich zu Seite stehen bedanken.

Allen Unterstützern danken wir selbstverständlich auch für Ihre Treue zu uns. Wir freuen uns immer, wenn wir eine positive Resonanz bekommen.

Die Feuerwehr Irsingen wünscht allen Mitbürgerinnen und Mitbürger, Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, allen Freunden und Unterstützern eine schöne, besinnliche und vor allem eine Gesunde sowie sichere Weihnachtszeit.

Ihre Freiwillige Feuerwehr Irsingen

1. Christbaumverkauf voller Erfolg

Die grassierende Covid 19 Pandemie trifft auch die Vereine mit voller Härte. Feste und Veranstaltungen, die regelmäßig die Vereinskassen gefüllt haben, sind heuer komplett entfallen. Um die Kasse aufzubessern, veranstaltete der Feuerwehrverein Irsingen e. V. heuer erstmalig einen Christbaumverkauf.

Unter dem Motto “Fahr nicht fort, kauf im Ort!” fand am 05.12.2020 der 1. Christbaumverkauf des Feuerwehrverein Irsingen e. V. statt. Unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen wurde binnen kürzester Zeit ein Christbaumverkauf organisiert und erfolgreich durchgeführt.

Gut 20 Helferinnen und Helfer halfen gemeinsam, um die Veranstaltung erfolgreich zu machen. Mehrere Tage Vorbereitung sowie ein ausgeklügeltes Hygienekonzept waren im Vorfeld notwendig.

Auch zeigte sich wieder die gute Zusammenarbeit im Dorfleben, so stellte das JuZe Irsingen Bauzäune zur Verfügung, um die vorgegebene “Verkaufsfläche” abzusperren. Auch der Kindergarten unterstütze die Aktion mit einer Spende von Schokonikoläusen für die kleinen Christbaumkäufer. “Gerade in angespannten Zeiten zeigt sich, wie gut der Ort mit seinen Vereinen zusammenhält”, freut sich 2. Vorstand Jeremy Rizer, “auch dafür gilt unser Dank.”

Am Samstag füllte sich dann der Übungshof am Feuerwehrgerätehaus in Irsingen mit feinsten “Nordmännern” aus deutscher und dänischer Herkunft. Als besonderen Service bot die Feuerwehr die kostenlose Anlieferung der Bäume an die Irsinger Haushalte an. Auch hier wurde die Hygienevorgaben eingehalten und die Bäume lediglich bis zur ersten Haustüre angeliefert.

“Ein voller Erfolg mit Anspruch auf Wiederholung!”

Sichtlich erfreut zeigte sich der 1. Vorstand des Feuerwehrvereines Irsingen, Christian Mair über den Christbaumverkauf: “Unsere Kameraden und Kameradinnen konnten über 100 Christbäume verkaufen, mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet. Mein besonderer Dank geht an unsere vielen Helfer und natürlich auch an die Bürgerinnen und Bürger die so viele Bäume bei uns im Ort gekauft haben…im kommenden Jahr werden wir sicher wieder solch einen Verkauf durchführen”.

Fotos

Basismodul mit Verzögerung

Nach 7. Monaten konnten David Ramon Martin, Andreas Santjohanser und Simon Santjohanser das Basismodul Truppmann gemäß FwDV2 abschließen.

Die Ausbildung zum Truppmann musste am 14. März 2020 wegen der noch bestehenden SARS-CoV-2 Pandemie unterbrochen werden. Am 12. Oktober ging der Kurs unter strengen Hygienemaßnahmen weiter. In dem Basismodul werden zwischen Praktischen und Theoretischen teilen die Grundtätigkeit des Feuerwehrmannes vermittelt. Am 17. Oktober konnten die drei Ihr Basismodul erfolgreich abschließen und somit den Grundstein Ihrer Feuerwehrkarriere setzen.

Übungsdienst: Retten von eingeklemmten Personen

Wenn die Alarmmeldung Technische Hilfeleistung Person eingeklemmt heißt, denken wir fast immer an einen schweren Verkehrsunfall. Dass dieses Alarmstichwort auch andere Situationen bedeuten kann, übten wir am Freitag in Irsingen.

Jeden ersten Freitag und jeden ersten Montag im Monat treffen wir uns für unsere regelmäßigen Übungen. An diesem Freitag stand das Thema “Retten von eingeklemmten Personen” auf dem Ausbildungsplan. Um dies möglichst realistisch zu trainieren, wurde an der nahen Kiesgrube ein entsprechendes Szenario vorbereitet. Mit einer Übungspuppe (eine freundliche Leihgabe der Kameraden aus Türkheim), stellten wir einen Unfall nach. Angenommen wurde, dass Jugendliche beim erstellen von Insta Videos auf Rohren rumturnten, diese jedoch dann ins Rollen gerieten und einen Jugendlichen unter sich begruben.

Damit der Stresslevel etwas erhöht wurde, wusste die Mannschaft und auch der Gruppenführer noch nicht was sie vor Ort erwartet. Um kurz nach 19.00 Uhr erfolgte dann die “Übungsalarmierung” per Funk zur “eingeklemmten Person”.

Vor Ort ging es zuerst darum, die Situation und Lage zu erkunden und alle aufgefundenen Personen zu betreuen. Da es der “eingeklemmten” Person anfangs noch entsprechend gut ging (ansprechbar) entschied sich der Gruppenführer dazu, den Patienten vorerst zu betreuen und das Rohr zu unterfüttern, damit die Last nicht weiter auf den Patienten drückt.

In der Realität verbleiben wir auch in dieser Position bis der Notarzt eintrifft und die weiteren Schritte mit uns abspricht. So lange der Patient ansprechbar ist, besteht unsere Hauptaufgabe darin weiteren Schaden am Patienten zu verhindern.

Im Übungsszenario wurde jedoch der Schwierigkeitsgrad noch mal erhöht. In der Übungsannahme wurde der Patient plötzlich bewusstlos und hörte mit dem Atmen auf. Jetzt galt es mit einer Schnell / oder Crashrettung den Patienten schnellstmöglich zu befreien. Dazu wurde das schwere Eisenrohr von allen Kameraden gleichzeitig angehoben, während ein weiterer Kamerad den Patienten rettete und sofort mit Herz-Druck Massage und Beatmung begann.

Nach so viel Action und Einsatz war dann auch Übungsende und Nachbesprechung angesagt. Danach ließen wir den Abend gemeinsam im Gerätehaus ausklingen.

Fotos

Noch mal auf die Schulbank – Tausche Büro gegen Klassenraum

Anfang September tauschte unser Kamerad, Jugendwart und 2. Vereinsvorstand Jeremy eine Woche lang seinen Arbeitsplatz am Büroschreibtisch mit einem Sitzplatz im Klassenraum der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg.

Normalerweise finden wir unseren Jugendwart im zivilen Leben als HR Manager des IT SaaS Unternehmens Wikando GmbH am Schreibtisch beim Rekrutieren und Managen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seines Arbeitgebers. Doch Anfang September stellte die Wikando Jeremy für eine Woche frei, um ihm damit den wichtigen Lehrgang zum Gruppenführer in der Feuerwehr zu ermöglichen. Auch wenn das Bayerische Feuerwehrgesetz für solche Lehrgänge einen grundsätzlichen Freistellungsanspruch der Feuerwehrdienstleistenden vorsieht, ist es doch besonders lobenswert, wenn ein Arbeitgeber wie die Wikando GmbH dies auch von sich aus gerne macht, um dieses wichtige Ehrenamt zu Fördern und zu Unterstützen.


Wie so eine Lehrgangswoche aussieht und wie knackig Übungen sein kann, beschreibt uns Jeremy in seinem Bericht aus Regensburg.

Tag 1 – Anfahrt, Corona und Rechtskunde

Endlich angekommen in der Feuerwehrschule

Am Montag, dem 07.09.2020 war es nach (mehrjähriger!) Wartezeit endlich so weit, nach der Ankunft in Regensburg galt es die Feuerwehrschule in Lappersdorf zu finden. Ein großes Backsteingebäude sowie ein aufälliges Übungsgelände zeigte; „hier bist Du richtig!“. Nach der Anmeldung ging es dann bereits in die modernen und schönen Einzelzimmer. Aufgrund der Corona Situation war der Ablauf auch in der Feuerwehrschule etwas verändert. So mussten im Gebäuden stets Masken getragen werden, zahlreiche beliebte Freizeiteinrichtungen, wie Kegelbahn und Tischkicker waren ebenfalls tabu. Im Unterrichtsraum konnten die Mund-Nase-Bedekungen dann jedoch am Platz abgelegt werden, da hier der Mindestabstand sowie stetiges Lüften eine dauerhafte Maskenpflicht obsolet machten. Inhaltlich war es am ersten Tag natürlich etwas trocken wenngleich wichtig: Rechtskunde war angesagt und forderte trotz teils langer Anreise der Klassenkameraden hohe Aufmerksamkeit. Trotz allem waren wir alle froh, als es gegen 17 Uhr dann zum Feierabend und Abendessen in die Kantine ging. Den Abend ließen wir dann – unter Berücksichtigung der Abstandregelungen – unter freiem Abendhimmel ausklingen.

Tag 2 – Es wird ernst

Nach einer kurzen aber ungewohnt erholsamen Nacht startete der zweite Tag mit Gefahren an der Einsatzstelle sowie interessanten Themen aus der Einsatztaktik bei Bränden. Nach diesem theoretischen Teil ging es dann endlich in die mit Spannung erwarteten Plan- und Einsatzübungen. Exkursion Planübungen: Hierbei werden auf einer Modellanlage (ähnlich einer Modellbahn) Einsatzszenarien erstellt, die dann durch den Teilnehmer möglichst realistisch abgearbeitet werden müssen. Dabei ist es nicht nur wichtig den Funkverkehr ordentlich umzusetzen, sondern auch sein Fahrzeug und Einheiten richtig und taktisch zu plazieren.

In den folgenden Einsatzübungen ging es dann richtig zur Sache. Auf dem weitläufigen Übungsgelände wurden kleinere Einsatzlagen simuliert um uns Schüler langsam an die Situationen und Anforderungen zu gewöhnen. Ein besonderer Schwerpunkt lag in der korrekten und vor allem umfangreichen und stetigen Erkundung der Einsatzstelle getreu dem Motto „Drunter, Drüber, Drumherum“. Dabei überlegten sich die Ausbilder immer wieder kleinere Gemeinheiten, wie das „verstecken von Verletzten“, um das Erkunden wirklich in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Auch wenn keiner der Gruppenführeraspiranten fehlerfrei die Einsatzübungen schaffte, war es doch ein enormer Lerneffekt. Auch am zweiten Tag konnten wir den Abend wieder gemeinsam unter freiem Himmel ausklingen lassen.

Tag 3 – Von Schere und Spreizer zum vorbeugenden Brandschutz

Am Mittwoch ging es dann erst mal wieder auf der Schulbank weiter. Als Unterrichtsthemen beschäftigten wir uns erst mit der Einsatztaktik im Technischen Hilfeleistungseinsatz sowie im Anschluss mit Baustoffen und Bauteilen sowie dem vorbeugendem Brandschutz und dem Einsatzplan für Objekte. Auch die bei Feuerwehrangehörigen besonders beliebte, da häufig ohne Grund auslösende, Brandmeldeanlage war Gegenstand der Ausbildung am Vormittag und der Praxiseinheit auf dem Hof. Nach einem leckeren Mittagessen ging es dann in den zweiten Praxisteil. Erst standen wieder Planübungen auf der Agenda welche dann durch deutlich anspruchsvollere Einsatzübungen als am Vortag im Gelände der Feuerwehrschule abgerundet wurden. Wieder zeigte sich, wer nicht sauber erkundet bekommt die „Strafe“. Was in der Realität Menschenleben kosten kann, kostete im Übungsgeländer Schmunzeln der anderen Lehrgangsteilnehmer, wenn statt Menschenrettung die Brandbekämpfung befohlen wurde und nur Sekunden später laut krachend die Übungspuppe aus dem Fenster der brennenden Wohnung sprang und auf der Straße aufschlug. Nach diesen Eindrücken ging es dann in den ersehnten Feierabend.

Tag 4 – Üben, Üben, Üben

Der Vormittag des vorletzten Übungstages stand ganz im Zeichen von praktischen Einsatzübungen. Jetzt wurde das komplette Register gezogen, vom Verkehrsunfall über den Drachen in der Stromleitung, einer Person die vom Dach zu springen droht bis zum Brand in einem Haus. Wieder hatten sich die Lehrgangsleiter knackige Szenarien für uns ausgedacht. Und wieder wurde bis ins kleinste Detail ausgewertet, ob wir das gelernte auch richtig umsetzen.


Nach der ganzen Überei fand dann am Nachmittag noch mal die abschließende Theorie statt. Dabei standen Einsatztaktik, Löschmittel sowie die Arbeit mit der Integrierten Leitstelle und Einsatztaktik im ABC Einsatz auf dem Lehrplan. Diesmal gingen wir wohl alle mit einem mulmigen Bauchgefühl in die Zimmer, da am Freitag der Abschlusstest anstand.

Tag 5 – Es wird ernst

Gespenstisch still war es am Freitagmorgen im Lehrgangssaal. Gespannt warteten alle Teilnehmer auf die Prüfungsfragen des schriftlichen Test. Über sechzig Fragen aus dem gesamten Feuerwehrwesen in Ergänzung mit den neu erlernten Themen der letzten Tage galt es zu beantworten. Erfreulich: Alle Teilnehmer konnten sich am Nachmittag über ein Zeugnis und die erfolgreich bestandene Prüfung zum Gruppenführer freuen und die Heimreise antreten.

Fazit: Leider sind die Lehrgangsplätze an den staatlichen Feuerwehrschulen sehr rar und begehrt. Für mich war es ein einmaliges Erlebnis und der erste große externe Lehrgang bei einer Feuerwehrschule. Das Wissen und vor allem auch die Praxis, welche hier vermittelt wird, ist für den korrekten und sicheren Einsatz in der Wehr Zuhause unersetzlich. Mit vielen Eindrücken und Ideen für die nächsten Übungsabende und Hauptübungen konnte auch ich am Freitagabend wieder meine Heimat genießen.

Fotogalerie vom Lehrgang

Auch privat Feuerwehrmann

Das dass Ehrenamt Feuerwehr nicht nur dem Heimatort zugute kommt, sondern durchaus auch im privaten Umfeld von Vorteil sein kann, bewies unser 2. Kommandant am Freitagvormittag in Bad Wörishofen.

Kurz vor 11 Uhr entdeckte der Fahrer eines Hähnchengrillwagens auf dem Parkplatz eines Wörishofer Supermarktes, eine starke Rauchentwicklung aus seinem Fahrzeug. Bereits kurze Zeit später drangen Flammen aus dem Kaminrohr in den Himmel. Während der Fahrer einen Notruf absetzte, wurde unser 2. Kommandant auf die Situation aufmerksam und begann sofort damit, den Entstehungsbrand, gemeinsam mit dem Hähnchenwagenfahrer, mit Feuerlöschern abzulöschen.

Durch dieses schnelle Handeln gelang es den beiden Männern das Feuer noch in der Anfangsphase einzudämmen. Nicht auszudenken, welche Folgen ein Vollbrand des mit Gasflaschen, Fett und Kraftstoff beladenden Hähnchenwagens auf dem vollen Supermarktparkplatz gehabt hätte.

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wörishofen löschten die Glutnester mit einem Schnellangriffsrohr noch einmal ab und kontrollierten mit der Wärmebildkamera das Fahrzeug. Für die Hähnchenfreunde in der Kneippstadt entfällt für den heutigen Freitag jedoch das knusprige Grillhendl. 

Fotos

Bilder © Jeremy Rizer

6. Stauseelauf: Feuerwehrkameraden(in) laufen mit!

Am Freitag veranstaltete der TSV Bad Wörishofen den 6. Stauseelauf um den Bad Wörishofer Stausee, auch drei aktive Kameraden, darunter unser 1. Vorstand, unserer Wehr sowie eine Mitläuferin nahmen am Lauf teil.

Foto (v. l. n. r.): Markus, Christian, Felix und Dagmar

5.300 Meter für eine Seeumrundung und 10.600 Meter für zwei Runden – diese beiden Wahlmöglichkeiten hatten die zahlreichen Teilnehmer am 6. Stauseelauf des TSV Bad Wörishofen am Samstag. Aufgrund der Corona Beschränkungen gab es auch bei dieser Veranstaltung viele Auflagen, doch trotz der Hemmnisse strömten zahlreiche Laufbegeisterte am Abend zum Stausee. Auch eine “Ischinga” (Feuerwehr) Delegation von drei Herren und einer Dame wagten den Lauf um den See.

Alle vier kamen erfolgreich ins Ziel und freuten sich gemeinsam mit den zahlreichen anderen Läufern darüber, endlich mal wieder etwas gemeinsames Erlebt und geschafft zu haben.

Das Redaktionsteam der Feuerwehr Irsingen gratuliert unserer Dagmar und den drei Kameraden der Wehr zum erfolgreichen Umrunden des “Ischinga (Bad Wörishofer) Stausees”.

Jetzt erst recht – Wir üben trotzdem!

Unter Einhaltung der geltenden Infektionsschutzbestimmungen konnten wir nach einer langen Pause endlich wieder eine reguläre Gruppenausbildung durchführen.

Am Montag trafen sich die Floriansjünger zur ersten Übung im Sommer 2020. Für uns sollte diese Übung eine Besonderheit werden, da es die erste Übung unter den strengen Corona Regelungen war.

Unter Berücksichtigung und Achtung der Infektionsschutzbestimmungen übten wir das richtige Vorgehen bei einem Waldbrand. Dabei gingen wir davon aus, dass der rückwärtige Wald am Gerätehaus aufgrund der andauernden Trockenheit in Brand geraten war und sich die Flammen dem Gerätehaus und dem Ortsrand von Irsingen näherten.

Mit drei C-Rohren bauten wir eine Riegelstellung auf und simulierten das Eindämmen und Ablöschen des Waldbrandes. Neben der guten und schnellen Übungsdurchführung freute sich Gruppenführeranwärter Jeremy auch über die hohe Übungsbeteiligung.

Nach dem schweißtreibenden Übungsszenario ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen.

Waldbrandgefahr – Bayern ist gut vorbereitet

Gleich vorneweg – Bayern und eigentlich auch Deutschland braucht keine Löschflugzeuge. Zur Wasseraufnahme bei Löschflugzeugen braucht man größere Wasserflächen um dort quasi „Wasser auftanken“ zu können.

(lfv-bayern) Bayern ist aber trotzdem gut und vielleicht auch viel besser als andere Bundesländer auf Waldbrände vorbereitet. Schon vor über 30 Jahren wurde ein flächendeckendes Stationierungssystem von Löschwasseraußenlastbehältern bei den Feuerwehren aufgebaut und wurde bis heute vom Freistaat Bayern erhalten. In den letzten Jahren wurde zudem eine Vielzahl der Behälter technisch verbessert und den Einsatzanforderungen angepasst.

Unter der Federführung des Kompetenzzentrums für Flughelfer an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg wurde dort in den letzten Jahren in enger Abstimmung mit den 17 Flughelferstandorten und dem Landesfeuerwehrverband Bayern Erneuerungen und eine Ergänzung der Ausstattung der 17 Flughelferstandorte abgestimmt. Zudem erfolgt die Ausbildung der Flughelfergruppen hier bayernweit einheitlich und regelmäßig.

Jeder dieser 17 Standorte hat ca. 20 ausgebildete und ständig fortgebildete Flughelfer, die im Umgang mit den Außenlastbehältern und den dafür benötigten Hubschraubern geschult sind. Insgesamt werden über 40 Behälter mit 900 Liter oder auch 5.000 Liter Fassungsvermögen vorgehalten.

Die Hubschrauber werden vornehmlich durch die Polizeihubschrauberstaffel Bayern (acht Hubschrauber) gestellt. Bei größeren Schadenslagen werden zusätzliche Hubschrauber der Bundespolizei und der Bundeswehr angefordert. Gelegentlich kommen aber auch private Hubschrauberbetreiber hier zum Einsatz.

Das System der Löschwasseraußenlastbehälter stellt eine Wasserentnahme aus jedem See, Weiher oder auch einem Fluss sicher. Zudem können die Behälter auch von den Flughelfergruppen selbst befüllt werden. Damit ist ein Einsatz überall und vor allem auch kurzfristig möglich. Durch die relativ kurzen Anflugzeiten bei der Wasseraufnahme halten sich die Einsatzkosten hier auch noch in Grenzen.

Im Rahmen der Konzeption von Hilfeleistungskontingenten können aus mehreren Flughelfergruppen spezielle Kontingente gebildet werden und sogar in andere Bundesländer oder auch ins Ausland verlegt werden. Das Kompetenzzentrum für Flughelfer an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg kümmert sich hierbei um die Koordinierung. Dort ist der jeweilige Ausbildungsstand aber auch die Einsatzfähigkeit der staatlichen Löschwasseraußenlastbehälter aktuell bekannt, da die Behälter von der Feuerwehrschule bayernweit geprüft werden.

Beobachtung aus der Luft seit über 50 Jahren!

Des Weiteren gibt es mittlerweile seit über 50 Jahren die Luftrettungsstaffel Bayern. Die Luftrettungsstaffel schützt mit derzeit rund 300 ehrenamtlichen Piloten, über 150 Flächenflugzeugen und fünf Hubschraubern, die auf 32 Flugplätzen in ganz Bayern verteilt sind sowie rund 250 aktiven Luftbeobachtern die Wälder in Bayern. Bei besonders hoher Waldbrandgefahr können die Bezirksregierungen Überwachungsflüge durch die Luftrettungsstaffel anordnen. Dadurch können Waldbrände noch schneller erkannt werden und die Einsatzkräfte direkt zu den Rauchentwicklungen oder Bränden geführt werden.

Ausstattung der Feuerwehren in Bayern

In rund 7.600 Feuerwehren leisten rund 320.000 Feuerwehrangehörige ihren Dienst. Unter den rund 14.500 Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren in Bayern befinden sich rund 1.000 Tanklöschfahrzeuge die Wasser mitführen und dieses direkt an die Einsatzstelle bringen können.

Zudem halten die Feuerwehren rund 150 Schlauchwägen vor, auf denen zwischen 1.000 und 2.000 m B-Schläuche transportiert werden, um z.B. eine Wasserförderung über lange Schlauchstrecken aufbauen zu können.

Ergänzt werden diese durch insgesamt 12 Wasserfördersysteme, die der Freistaat Bayern in den letzten Jahren für den Katastrophenschutz beschafft hat. Diese sind an 12 Standorten bayernweit stationiert und können große Wassermengen (über 4.000 Liter/min.) über längere Strecken fördern.

Konzeption der Hilfeleistung – Hilfeleistungskontingente in Bayern

Seit 2007 hat der Freistaat Bayern mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern die Planungsrichtlinien für die Aufstellung von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten zur überregionalen bzw. länder- oder staatenübergreifende Katastrophenhilfe erstellt und fortgeführt. Mit Hilfe dieser Planung haben die Landkreise und Städte ihre Einsatzmittel zu Hilfeleistungskontingenten für verschiedene Einsatzszenarien zusammen gefasst.

Diese vorbereitenden Maßnahmen ermöglichen relativ schnell eine organisierte und dem entsprechenden Einsatzauftrag oder auch Hilfeersuchen angepasste Hilfe.

Bei Großschadenslagen innerhalb Bayerns fordern die Landkreise oder Städte diese Kontingente bei ihrer zuständigen Bezirksregierung an. Bei Schadensereignissen, die über einen Regierungsbezirk hinaus gehen, koordiniert das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Integration die Entsendung von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten.

Bei der Anforderung von Hilfeersuchen aus anderen Bundesländern oder auch dem Ausland prüft und koordiniert das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Integration die Entsendung von geeigneten Hilfeleistungskontingenten.

Corona und Jugendfeuerwehr – Geht das überhaupt?

Nicht nur im Übungsbetrieb der Erwachsenen sind die Auswirkungen der Corona Pandemie bemerkbar, auch bei der Jugend hat der Virus den Ablauf beeinträchtigt. Doch wie gehen wir damit um?

Seit März ruhte der Übungsbetrieb bei Aktiven und Jugendfeuerwehr aufgrund der Corona Pandemie. Um diese Zeit zu überbrücken und den Jugendlichen trotzdem etwas “Feuerwehr und Übungsbetrieb” zu bieten, haben wir Alternativen zum klassischen Übungsablauf erarbeitet.

Virtuelle Funkübung erfolgreich durchgeführt

Im Frühjahr führten wir zum ersten mal eine virtuelle Funkübung durch, dazu mussten wir jedoch kreativ sein und eine sinnvolle und vor allem lehrreiche Alternative zur echten Funkübung mit Koordinaten und Ablaufen von Wegpunkten finden. Für die technische Umsetzung entschieden wir uns für eine Übungsleitstellensoftware, mit welcher wir den Funkbetrieb, von der Alarmierung bis zur Lagemeldung inklusive FMS-Statussimulation und Atemluftverbrauch im virtuellen Atemschutzeinsatz, abbilden konnten. Für den “Funkbetrieb” nutzten wir die Push-to-Talk App von Zello, welche auf den Mobiltelefonen der Jugendlichen installiert wurde.

Die Leitstellenleitung wurde durch die Jugendwarte Jeremy und Simon übernommen, wobei Jeremy für Alarmierung, Statusmeldungen und Lagemeldungen sowie Nachalarmierungen verantwortlich war und Simon als “Springer” für den spannenden Einsatzablauf in den verschiedenen Übungsszenarien sorgte.

Wie lief so eine Übung ab?

Über die Leitstellensoftware wurde ein “Notruf” aufgenommen und dann, wie in der Realität, ein Stich- und Schlagwort hinterlegt sowie das passende Einsatzmittel disponiert und “alarmiert”. Dieser Alarm löste am PC des Jugendlichen als Melderalarm mit Alarmdepesche, also Einsatzart, Ort und “Besonderheiten” aus. Jetzt konnten die alarmierten Jugendfeuerwehrler mit dem PC “Status- und Funkhörer” ihren Status setzen, z. B. 3 – Einsatz übernommen. Gleichzeitig wurde der Funkverkehr über Zello simuliert, dazu wurde die virtuelle Leitstelle “angefunkt” und der Einsatz entsprechend abgearbeitet. Dabei ist es auch wichtig mit Phantasie an die Szenarien zu gehen, um auch “virtuell” vor Ort, das Einsatzziel erfolgreich abzuarbeiten.

Je nach “Szenarien” und Motivation / Lust der Teilnehmer dauern solche Übungen 1-3 Stunden.

Ab Juli wieder “echte Übungen”

Mit dem Abklingen der 1. Welle war es uns ab Mitte Juli auch wieder möglich, den normalen Übungsbetrieb aufzunehmen. Dabei galt es jedoch die Vorgaben zum Infektionsschutz zu beachten. So mussten die Jugendlichen Mund-Nasen-Schutz tragen und es wurde auf ausreichende Abstände geachtet. Trotzdem gelang es den Ausbildern aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen spannende Übungen durchzuführen.

Nach nur zwei Übungen ging es dann jedoch erst einmal wieder in die planmäßige Sommerferienpause.

Wie geht es weiter?

Nach den Sommerferien hatten wir eigentlich unsere 24-Stunden-Übung geplant, an welchem wir den Ablauf einer Berufsfeuerwehr mit vielen Einsätzen und Übungen durchführen wollten. Diese Übung muss vorerst auf kommendes Jahr verschoben werden.

Je nach Infektionsgeschehen planen wir wieder gemeinsame echte Übung unter Beachtung der Infektionsschutzregelungen durchzuführen. Sobald dies nicht mehr geht oder das Wetter wieder auf Winter zusteuert, werden wir auch wieder unsere virtuellen Funkübungen durchführen und planen auch weitere Lehrgangsangebote über Web durchzuführen.

Mein Kind möchte gerne zur Jugendfeuerwehr, ist dies aktuell möglich?

Selbstverständlich ist ein Beitritt zu unseren Jugendfeuerwehren jederzeit und weiterhin möglich. Wir bieten Mädchen und Jungen ab 13 Jahren die spannende Welt der Feuerwehr und ermöglichen eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung.

Gerne können Sie an einem unserer nächsten Übungstermine mit Ihrem Kind vorbeischauen und “reinschnuppern”. Bitte melden Sie sich in diesem Fall kurz bei uns an.

Zum Formular

Ich möchte oder kann selbst nicht bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, möchte dennoch diese Arbeit unterstützen, ist dies möglich?

Sie können unsere Jugendarbeit gerne mit Ihrer Spende unterstützen. Über den nachfolgenden Button kommen Sie direkt auf unser Spendenformular für die Jugendarbeit.

1 2 3 7