Jugend: Wissentest nach Winterpause

Nach der Übungs ist vor der Übung und so mussten unsere Nachwuchsfeuerwehrkräfte am ersten Jugendübungsabend vor allem ihr Wissen aus dem letzten Jahr abrufen können.

Nach der Winterpause ging es beim ersten Übungsdienst erst mal um die Kameradschaft und den Austausch. Nach einer kurzen Begrüßung und Ausblick auf das kommende Übungsjahr ging es gleich wieder an die Fahrzeuge. Heute stand Gerätekunde auf dem Lehrplan.

In zwei Gruppen wurden die Einsatzfahrzeuge und die verladenden Gerätschaften erklärt und gezeigt. Dabei gingen die Ausbilder auch auf Besonderheiten im Einsatz und der Übung ein. Faszinieren konnte diesmal vor allem die sogenannte „Chiemsee-Pumpe“, eine spezielle Hochwasserleistungspumpe. Durch die besondere Konstruktion kann diese Pumpe sogar große Gegenstände, wie beispielsweise einen Tennisball, einsaugen und auch unbeschädigt wieder „ausspucken“. Auch der klassische „Einreißhaken“ wurde erklärt, dabei fühlte sich der eine oder andere Türkheimer sofort an die Sieben Schwaben erinnert.

Nach dem Zeigen mussten die Jugendlichen auf Zuruf den richtigen Ort und die Funktion der Geräte benennen. Auch dies funktionierte wieder hervorragend. Wir freuen uns besonders über die neue Kameradin in der Jugendfeuerwehr Wiedergeltingen. Auch wir in Irsingen freuen uns sehr, wenn wir auch heuer wieder interessierte Jugendliche ab 13 Jahren bei unseren Übungen begrüßen können.

Fahrzeugkunde

Nach der langen Winterpause ging es am Montag wieder los mit dem regulären Übungsdienst.

Als Auffrischung des Wissens stand der erste Übungsdienst somit im Zeichen der Fahrzeug- und Gerätekunde. Dabei suchten wir bestimmte Feuerwehrgerätschaften und führten eine Funktionsüberprüfung sowie einen kleinen Wissenstest durch.

Ein weiterer Schwerpunkt der Schulung war das Thema BOS Funk und das Verhalten nach der Alarmierung. In der Theorie gingen wir gemeinsam die entsprechenden Schritte, vom Eintreffen am Gerätehaus bis zum richtigen Status für die Leitstelle und der Lagemeldung nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle durch. Dabei wurden auch noch mal die Besonderheiten der Funkgeräte erklärt.

Nach gut eineinhalb Stunden waren wir wieder Fit für den nächsten Einsatz und freuen uns natürlich bereits jetzt auf den nächsten Übungsdienst.

Was sind die Unterschiede zwischen dem Einsatzhelm und der Schutzkleidung bei Forst- und Waldarbeiten? Diese und viele weitere Fragen beschäftigten uns am ersten Übungsdienst.

CO macht K.O. – Schütze dich vor Kohlenmonoxid!

Dortmund (ots) / Berlin, 4. Februar 2019 – Mit einer Aktionswoche startet die neu gegründete Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen vom 18. bis 24. Februar 2019 ihre erste bundesweite Aufklärungswoche. Ziel ist es, die Bevölkerung über die gesundheitsgefährdenden Gefahren von Kohlenmonoxid (CO) zu informieren und damit die Zahl der CO-Vorfälle deutlich zu reduzieren.

Die Feuerwehr Dortmund unterstützt die Initiative und klärt mit diversen Hinweisen in den sozialen Medien über die Gefahren rund um das Thema „Kohlenmonoxod“ in der Aktionswoche auf.

Laut der im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichten Übersicht „Diagnostik und Therapie der Kohlenmonxidvergiftung“ verzeichnen deutsche Kliniken jährlich rund 3.900 Einweisungen aufgrund von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer, da viele Fälle nicht erkannt werden. Gerade in der kalten Jahreszeit treten CO-Vergiftungen vermehrt auf. Auslöser können technische Defekte, mangelnde Wartung oder verstopfte Abluftrohre von Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen sein. Auch der unsachgemäße Gebrauch von Grills oder Heizpilzen in geschlossenen Räumen stellt eine häufige Unfallursache dar. Kohlenmonoxid dringt zudem mühelos durch Wände und Fußböden und kann sich unabhängig von der Quelle im ganzen Haus verteilen.

Atemgift Kohlenmonoxid

Kohlenstoffmonoxid, kurz Kohlenmonoxid, ist ein gefährliches Atemgift, das man weder sehen, riechen noch schmecken kann. Der Mensch merkt daher nicht, wenn er CO einatmet, denn der Körper reagiert weder mit Husten noch mit Atemnot. Das macht das Gas so gefährlich. Kohlenmonoxid verdrängt den Sauerstoff im Blut. Die Versorgung von lebenswichtigen Organen und dem besonders auf Sauerstoff angewiesenen Gehirn wird blockiert. „Die Folgen einer CO-Vergiftung können verheerend sein“, erläutert Dr. Hella Körner-Göbel vom Bundesverband der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und ergänzt: „Während bei hohen CO-Konzentrationen in der Luft schnell der Tod eintritt, können typische Vergiftungssymptome bei niedrigen Werten auch erst nach längerer Zeit auftreten. Diese reichen von Gedächtnisstörungen und Verhaltensänderungen bis hin zum Parkinsonismus.“

CO-Warnmelder schützen vor Kohlenmonoxid-Vergiftungen

„Das Risiko von CO-Vergiftungen in den eigenen vier Wänden lässt sich durch die Installation von CO-Warnmeldern deutlich reduzieren. Weil das Gas für den Menschen nicht erkennbar ist, kann eine Frühwarnung nur durch technische Geräte erfolgen. Diese reagieren auf gesundheitsgefährdende CO-Konzentrationen in der Raumluft und der schrille Alarmton warnt die Menschen vor dem gefährlichen Atemgift“, erklärt Norbert Schaaf vom BHE Bundesverband Sicherheitstechnik. „Bei einem Verdacht auf Kohlenmonoxid oder wenn der CO-Melder anschlägt, sollte man schnell das Haus verlassen. Außerdem, wenn möglich, Fenster und Türen öffnen und von draußen den Notruf 112 der Feuerwehr wählen“, erläutert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Mehr Informationen zu den Gefahren von Kohlenmonoxid sind online unter www.co-macht-ko.de und auf Facebook unter „CO-macht-KO“ zu finden. Auf der Homepage der Initiative gibt es auch Empfehlungen, wie man sich zu Hause vor einer CO-Vergiftung schützen kann sowie einen Informations-Flyer zum Download.

Foto: © Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen

Jugend: Ausbildung mit Hund(en)

Die ruhige Zeit zwischen den Jahren nutzen wir gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim und den Rettungshunden für eine große Übung in einem Bad Wörishofer Abbruchhaus.

Am letzten Samstag des Jahres 2018 trafen sich unser Nachwuchs und Ausbilder mit den Rettungshundestaffeln aus Augsburg und Donau-Iller. Unser Ziel war es zum einen den Ablauf des Einsatzes von Rettungshunden zu verstehen und zu unterstützen, sowie das Vorgehen bei Zimmerbränden zu üben. Ein weiterer besonderer Übungsschwerpunkt galt dem gewaltsamen und gewaltlosen öffnen von Türen. Hierzu nutzen wir verschiedenste Hilfmittel vom Löschgruppenfahrzeug. Neben dem bekannten Halligan-Tool kam dabei auch die Feuerwehraxt zum Einsatz

Eindrucksvolle Leistung der vierbeinigen Helfer

Beeindruckend war selbstverständlich die Arbeit der Fellnasen. Mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durchsuchten die Rettungshunde das komplette Gebäude (ein altes Brauereihotel mit zahlreichen Stockwerken und Kellergeschossen) nach „verschütteten“ Personen. Neben unserer Feuerwehrausbildung nutzten die Hundeführer dieses besondere Objekt auch für die Ausbildung der schnellen Schnüffelnasen.

Flash-Over und vorgehen bei einem Zimmerbrand

Auch wenn unsere jugendlichen Nachwuchskräfte natürlich noch keine schweren Atemschutzgeräte auf dem Rücken trugen, ging es bei der Stationsausbildung auch um das richtige Vorgehen bei Wohnungs- und Zimmerbranden. So mussten die Jugendlichen die Türen öffnen, „Rauchbewegungen“ und Flammen beobachten (theoretisch) sowie anschließend die Räume nach Personen durchsuchen. Dabei wurde auch die Selbstrettung bei einem Flash-Over geübt, also dem Fall, bei welchem sich die heißen Brandgase über den Köpfen der Einsatzkräfte entzünden und explosionsartig nach draußen schlagen. Hierzu setzten die Jugendlichen das gelernte richtig ein und „retteten“ sich und ihre Kameraden aus der Gefahrensituation.

Tür nicht gleich Tür

Interessant war auch das Thema gewaltsame Türöffnung. Während bei den meisten Einsätzen eher der langsame und schadensmindernde Vorgang mit sogenannten „Zieh-Fix“ Gerätschaften angewendet wird, bei dem mit dem Spezialwerkzeug der Zylinder einer Türe gezogen wird, ging es am Samstag um den sinnvollen Einsatz von Gewalt um möglichst schnell in einen Raum zu kommen. Dazu setzten die Ausbilder unter anderem das Haligan-Tool ein. Bei diesem Tool werden Brecheisen und Feuerwehraxt in einem Werkzeug vereint. Bei richtigem Einsatz ist ein schnelles und trotz Gewalteinwirkung vergleichsweise schadfreier Zugang zu einem Raum möglich. Die richtige Anwendung wurde von den Ausbildern gezeigt und konnte von den Jugendlichen direkt in der Praxis angewendet werden. Das auch die klassische Feuerwehraxt ein adäquates Mittel für einen schnelle Zugang ist, zeigte die zweite Ausbildungsstation. Hier wurde mit Hilfe der Feuerwehraxt ebenfalls die Türe aufgebrochen. Auch die Schaffung einer „Löschöffnung“ durch das Türblatt wurde gezeigt.

Nach gut drei Stunden intensiven Übens konnten die Jugendlichen mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen in das wohlverdiente Wochenende starten. Auch die Fellnasen der Rettungshundestaffel machten sich nach der Übung auf den Heimweg.

Auf diesem Wege bedanken wir uns zum einen bei den Rettungshundestaffeln für den spannenden Einblick in die Arbeit sowie im Besonderen bei der Fa. Glass für die Nutzung des Abbruchgebäudes für unsere Übung.

Fotos (© Schreiegg / Rizer)

Danke & Willkommen 2019

Auch wenn die letzten Tage – glücklicherweise – keine Einsätze für uns bereit hielt, waren unsere Kameraden nicht untätig. Neben einem sehr schönen Feuerwehrausflug nach Burghausen, dem Besuch der Werkfeuerwehr Wacker und des dortigen Weihnachtsmarktes, nutzten wir auch die Zeit zwischen den Jahren für eine spannende Ausbildung unserer Jugendlichen, gemeinsam mit den Jugendwehren aus Wiedergeltingen, Türkheim sowie den Rettungshunden aus Augsburg in einem Abbruchgebäude. Zu beiden Themen folgt in Kürze noch ein ausführlicher Bericht mit zahlreichen Bildern.

Natürlich stehen auch wir vor den gesellschaftlichen Herausforderungen. So suchen wir dringend interessierte Bürgerinnen und Bürger, welche sich diesem wichtigen Ehrenamt stellen wollen. Auch unsere Jugendgruppe benötigt dringend neuen Nachwuchs. Die Planungen am Ausbau unseres Gerätehauses werden auch in diesem Jahr weiter voranschreiten. Gemeinsam mit Marktgemeinderat, Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Bürgermeister werden wir hier die beste und sinnvollste Variante finden .

Wir freuen uns auf ein spannendes neues Jahr und hoffen weiterhin auf Ihre Unterstützung. Unser Appell geht auch an die im Irsinger Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen. Gerade hier wünschen wir uns eine stärke Unterstützung, gerne auch durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche uns untertägig bei Einsätzen unterstützen können.

Wir, die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen bedanken uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern für den ruhigen und einsatzfreien Jahresübertritt. Besonders möchten wir uns an dieser Stelle noch mal bei allen Spendern bedanken, welche 2018 viele Dinge, unter anderem in der Jugendausbildung, möglich gemacht haben. Gemeinsam wünschen wir uns weiterhin, möglichst nicht zum Einsatz gerufen zu werden, versprechen aber, weiterhin an 365 Tagen rund um die Uhr bereit zu sein Dienst am Nächsten zu leisten.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein schadfreies und erfolgreiches Jahr 2019. Ihre Freiwillige Feuerwehr Irsingen.

Jugend: Knobelaufgaben für den Nachwuchs

Am letzten Mittwoch musste die Jugendlichen unserer Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen mit Köpfchen eine knifflige Aufgabe lösen.

Das es bei der Feuerwehr nicht nur um Geschwindigkeit geht, sondern auch einiges an Köpfchen gefordert ist, bewiesen am Mittwoch unsere Jugendfeuerwehrler bei einer Knobelaufgabe sowie bei den Stichen und Bunden. In zwei Gruppen aufgeteilt ging es rund um das Thema taktisches, überlegtes Vorgehen sowie die richtige Anwendung der bekannten Feuerwehrknoten. Während eine Gruppe die verschiedensten Knoten übte, musste sich die andere Gruppe hinter dem Feuerwehrhaus der Aufgabe stellen, eine Kübelspritze aus einem Fass zu „bergen“ ohne einen Kreis zu betreten oder das Fass zu berühren. Ohne große Berührungsangst begannen die jungen Feuerwehrler mit dem Zusammentragen von verschiedensten Ideen und setzten diese auch gleich in die Tat um. Bereits nach kurzer Zeit konnten mit verschiedenen Wegen die richtige Lösung gefunden werden. Sichtlich beeindruckt von der tollen Leistung des Feuerwehrnachwuchses konnten wir diese, vorletzte, Übung des Jahres wieder mit einem tollen Erlebnis abschließen. Besonders gefreut hat uns der „Zuwachs“ bei den Wiedergeltinger Kameraden, welche unter anderem aufgrund unserer „25h-Übung“ gleich zwei neue Mitgliederinnen für die Jugendfeuerwehr gewinnen konnten. Klasse! Auch wir in Irsingen suchen Kinder- und Jugendliche ab 13 Jahren für unsere Jugendfeuerwehr. Gerne beraten wir Eltern und interessierte Kinder auch außerhalb unserer Übungszeiten. Bei Interesse schreiben Sie uns eine Email an jugendfeuerwehr(Ersetzen Sie diesen Text durch das @ Zeichen)ff-irsingen.de
Fotos

Wenn der Kamin plötzlich Funken schlägt

Wohlige Wärme, dazu knistert das Holz, richtig toll kann so ein Kaminofen sein. Die Öfen sind gefragt, aber beim Betrieb wird viel falsch gemacht. Immer öfter muss die Feuerwehr ausrücken, um Kaminbrände zu löschen. Was kann man vorsorglich dagegen tun?

Aus dem Schlot schlagen Flammen, giftige Gase strömen ins Zimmer, das Haus droht abzubrennen. Wenn der Kamin brennt, kann es richtig gefährlich werden. „Wenn es tatsächlich brennt, sollte man auf jeden Fall gleich die „112“ wählen und nicht versuchen, das Feuer mit Wasser zu löschen“, rät die Feuerwehr Irsingen. Ein Löschen mit Wasser dagegen ist sogar besonders gefährlich, da im heißen Kamin das Wasser schlagartig verdampft, sein Volumen enorm vergrößert und dann den Kamin sprengen kann. Ein Kaminbrand entsteht, wenn sich Ablagerungen im Schornstein oder im Rauchrohr entzünden. Diese Ablagerungen entstehen durch Ruß oder Rauch-Kondensation. Die Hauptursache für Kaminbrände ist falsches Heizen. Es werden oft ungeeignete oder zu feuchte Brennstoffe verwendet. Um Kaminbrände zu vermeiden, ist Folgendes zu beachten:

Vorsorgemaßnahmen

  • Bei der Anschaffung muss berücksichtigt werden, dass Heizleistung und Kaminquerschnitt angepasst sind. Das muss in Rückssprache mit dem Kaminkehrer oder Ofenbauer entschieden werden.
  • Zum Anzünden sollten Sie immer nur trockenes Holz, etwas Papier oder Anzünder, auf keinen Fall aber Flüssiges verwenden.
  • Das Holz, das Sie verwenden, sollte maximal einen Feuchtigkeitsgehalt von 20 Prozent haben. Das ist in der Regel nach zwei Jahren Lagerung erreicht.
  • Achten Sie auf genügend Zuluft. Wenn nach dem Anschüren die Zuluft zu schnell abgeschnitten wird, schwelt das Holz nur an. Es kommt zur Rußbildung. Wenn die Sichtscheibe schwarz beschlagen ist, ist das ein Warnsignal.
  • Verwenden Sie ordnungsgemäßes Brennmaterial- kein Gerümpel, Haushaltsabfälle, Windeln (Pampers), Joghurtbecher etc.. Die Verfeuerung von unerlaubten Brennmaterial ist nicht nur verboten, sondern führt zu extremen Schadstoffausstößen und kann Schäden in Feuerstätten und Rauchfängen auslösen!
Wenn es doch zum Brand kommt, bewahren Sie Ruhe und rufen Sie die Feuerwehr unter 112 an. Unterlassen Sie eigene Löschungversuche mit Wasser. Die Gefahr, dass der Schornstein explodiert, ist zu groß. Schließen Sie alle Zuluftöffnungen am Ofen. Kontrollieren Sie die Umgebung und stellen Sie einen Feuerlöscher bereit, um vorbereitet zu sein, wenn es durch die große Hitzeentwicklung bis zu 1.400 Grad zu einem Sekundärbrand kommt.

Jugend: 25h im vollen Einsatz

Wir trotzen weder Wind noch Wetter! Unter diesem Motto fand unsere große 25h Jugendübung zwar nicht statt, jedoch war gerade das Wetter mit Schnee und eisigem Wind eine besondere Herausforderung am Übungswochenende.

18 Jugendliche und mehrere Betreuer der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen starteten im vergangenen Oktoberwochenende gemeinsam in die wohl längste Jugendübung dieses Jahres. Ganze 25 Stunden ging es neben Theorie, Ausbildung sowie Spaß und Spiel auch und besonders um spannende Einsatzübungen aus dem Alltag einer Feuerwehr. Während der Samstag ruhig begann und wir den Jugendlichen die Schlafplätze sowie theoretischen Unterricht im Bereich Funken gaben, kam bereits der erste ungeplante Einsatz. Aufgrund eines (echten) Heizungsdefektes war der Keller der Feuerwache Türkheim mit Wasser überflutet. Mit entsprechenden Geräten machten sich die jungen Kameraden sofort an die Arbeit und entfernten mit Wassersauger und Pumpen das Wasser nach draußen. Viel Zeit zum Verschnaufen blieb den Nachwuchseinsätzkräften jedoch nicht. Gegen 16 Uhr meldete sich zum ersten mal der Hausalarm mit einer ausgedehnten Ölspur in Wiedergeltingen. Vor Ort mussten die Jugendfeuerwehrler nicht nur zeigen, wie Einsatzstellen gegen den fließenden Verkehr abgesichert werden, auch das Abbinden und Aufnehmen von gefährlichen Flüssigkeiten (in unserem Fall ungefährliches Glykol) wurde in der Praxis umgesetzt.
Pizzabuffet zum Abendessen
Erschöpft vom ersten Einsatz freuten sich die Jugendlichen über das große Pizzabuffet. Gleich mehrere Partypizzen luden zum „Kräftetanken“ ein – und diese Kraft sollten die Übungsteilnehmer auch brauchen.
Verkehrsunfall fordert alle Einsatzkräfte
Um 19.30 Uhr meldete sich wieder der laute Alarmton – diesmal hieß es: „Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen in Irsingen“. Mit Einsatzhorn und Blaulicht ging es auf den Hof der Feuerwehr Irsingen, dort waren zwei PKW „verunfallt“ ein Fahrer wurde vermisst, drei Personen waren in den Wracks eingeschlossen. Unter Vornahme von Schere und Spreizer gingen die älteren Jugendlichen an die technische Rettung, während die jüngeren den vermissten Fahrer suchten und die Verletzten in den Fahrzeugen betreuten. Trotz wenig oder bisher gar keiner Einsatzpraxis entfernten die Florianer fachgerecht Türen und das Dach und konnten nach kürzester Zeit alle Personen aus den Fahrzeugen befreien.
Nachtruhe? Nicht mit uns!
Nach dem anstrengenden Einsatz brauchten die Jugendlichen erst mal eine Verschnaufpause. Während sich die jüngeren bereits bettfertig machten, erklang erneut der Alarmton. Diesmal zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage im JuZe Irsingen. Wieder ging es mit Blaulicht und Einsatzhorn durch dichtes Schneegestöber (!) nach Irsingen. Aus den dortigen Fenstern quoll bereits dichter Rauch. Mit einer Wärmebildkamera und einem Löschschlauch erkundeten zwei Trupps das verrauchte Gebäude und konnten auf dem Herd einen Topf mit „verbrannten“ Essen finden. Nach diesem Löscheinsatz ging es dann erst mal in die Kojen zum Schlafen.
Alarm: Personensuche im Schnee
Pünktlich um 6 Uhr war die Nachtruhe bereits wieder um, eine Person wurde vermisst. Mit Funkgeräten ausgestattet machten sich die Feuerwehrjungs und Mädchen im winterlichen Türkheim auf die Suche nach einer Person mit weißem Mantel, kohleartigen Augen und einer Möhrennase. Da trotz intensiver Suche keine derartige Person gefunden werden konnte, ging es direkt zum leckeren Frühstück mit frischer Milch, Rührei und Speck.
Starke Rauchentwicklung in der Kiesgrube
Nach dem Frühstück ging es bereits weiter zum nächsten Einsatz. In der Kiesgrube Türkheim war ein großer Holzhaufen in Brand geraten. Ausgerechnet als die Löschmannschaften alle Schläuche verlegt hatten piepsten plötzlich die Funkmelder der erwachsenden Kameraden zum echten Einsatz, einem Verkehrsunfall auf der A96. Während ein Teil der Kameraden zum Einsatz auf die Autobahn fuhren, kümmerten sich die anderen Betreuuer um ein kontrolliertes Abbrennen des Haufens, sowie die Beaufsichtigung der Jugendlichen.
Letzter Einsatz hatte es noch mal in sich
Nach einem stärkenden Mittagessen folgte der letzte aber wieder sehr anspruchsvolle Alarm für die Nachwuchskräfte. In einem Wiedergeltinger Unternehmen war es zu einem Betriebsunfall gekommen. Mehrere Arbeiter waren unter einem tonnenschweren Container begraben. Mit Hebekissen und Spreizer sowie der Winde vom Löschfahrzeug wurde auch dieser Einsatz schnell und fachgerecht von den Jugendlichen abgearbeitet. Müde aber zufrieden konnten nach diesem spannenden 25 Stunden der Restsonntag zuhause genutzt werden. Wir möchten uns an dieser Stelle bei den zahlreichen Sponsoren von Semmeln, Milch, Eiern und vielem mehr, sowie der tollen Berichterstattung in der Mindelheimer Zeitung und dem Wochenkurier Mindelheim bedanken. Ganz besonders freuen wir uns natürlich über neue Mitglieder die sich der Jugendfeuerwehr anschließen wollen, getreu dem Motto #findedeinfeuer!
Fotostrecke (Fotos Schreiegg / Rizer / Karatas)

Planungen zur Erweiterung unseres Feuerwehrgerätehauses

Es ist zu klein und lässt sich nicht ausreichend beheizen, unser Feuerwehrgerätehaus kommt an seine Grenzen. In der Marktgemeinderatssitzung vom 18.10.2018 wurde ein Konzept für uns vorgestellt.

Wenn es um die Sicherheit geht, bleibt nicht viel Spielraum für Alternativen. So lässt sich der notwendig gewordene Umbau unseres Feuerwehrhauses am besten zusammenfassen. Die Fahrzeughalle sowie das Gebäude entsprechen nicht mehr den Vorschriften und müssen daher umgebaut werden. In der Marktgemeinderatssitzung vom 18.10.2018 ging es um zwei Konzeptvorschläge für unser neues / altes Feuerwehrhaus.
Konzept mit zwei Stellplätzen wird favorisiert
In beiden Konzeptvorschlägen wird das bestehende Gerätehaus durch einen Anbau erweitert. In Konzept 1 wurde ein Stellplatz sowie die Alarmausfahrt über die Bgm.-Lofner-Straße vorgestellt, im zweiten Konzept präsentiere das Planungsbüro einen Anbau mit zwei Stellplätzen sowie der Ausfahrt über die Hardtstraße (wie bisher). Nach reger Diskussion setzte sich in der ersten Betrachtung (noch keine Beschlussfassung) das Konzept 2 durch. Im weiteren Verlauf wird es nun um Detailfragen gehen bis dann der Marktgemeinderat final einen Beschluss fassen wird. Auf diesem Wege bedanken wir uns bereits jetzt bei allen Marktgemeinderäten und Rätinnen für die Unterstützung unserer ehrenamtlichen Arbeit durch diese dringend notwendige Ausbaumaßnahme. Selbstverständlich berichten wir auf unserer Seite weiterhin über die Fortschritte in Zusammenhang mit dem Feuerwehrgerätehaus.

Unser bestehendes Feuerwehrhaus bleibt erhalten, bekommt jedoch einen Ausbau.

Hauptübung: Feuerschein im Wald

Unter dem Stichwort „unklarer Feuerschein“ fand heuer unsere große Jahreshauptübung aller aktiven Kameraden und Kameradinnen unserer Wehr statt.

„Einsatz für die Feuerwehr Irsingen! Feuerschein am östlichen Ortsrand.“ Mit dieser Einsatzmeldung startete am letzten Freitag unsere große Jahreshauptübung.

Am Waldrand entdeckten wir dann, einen bereits entsprechend vorbereiteten, in „Vollbrand“ befindlichen Stadel. Die Herausforderung bestand darin, schnellstmöglich Löschwasser an das Brandobjekt heranzuführen. Während bei einem echten Brandereignis recht schnell die wasserführenden Großfahrzeuge aus Bad Wörishofen oder Türkheim unterstützend eintreffen, musste in der Übungslage ohne diese Hilfe gearbeitet werden. Es galt also Wasser aus der nahen Wertach anzusaugen und dieses über eine lange Wegstrecke an den „brennenden“ Stadel zu bringen. Dazu wurden neben unserer Tragkraftspritze auch die Frontpumpe zum Einsatz gebracht. Nach gut einer dreiviertel Stunde konnten „Feuer aus!“ gemeldet werden.

Gerade der schnelle Aufbau einer kontinuierlichen Wasserversorgung, auch wenn andere Fahrzeuge mit Wassertanks eintreffen oder vor Ort sind, ist für einen Löscherfolg dringend notwendig.

Fotos

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