Jetzt erst recht – Wir üben trotzdem!

Unter Einhaltung der geltenden Infektionsschutzbestimmungen konnten wir nach einer langen Pause endlich wieder eine reguläre Gruppenausbildung durchführen.

Am Montag trafen sich die Floriansjünger zur ersten Übung im Sommer 2020. Für uns sollte diese Übung eine Besonderheit werden, da es die erste Übung unter den strengen Corona Regelungen war.

Unter Berücksichtigung und Achtung der Infektionsschutzbestimmungen übten wir das richtige Vorgehen bei einem Waldbrand. Dabei gingen wir davon aus, dass der rückwärtige Wald am Gerätehaus aufgrund der andauernden Trockenheit in Brand geraten war und sich die Flammen dem Gerätehaus und dem Ortsrand von Irsingen näherten.

Mit drei C-Rohren bauten wir eine Riegelstellung auf und simulierten das Eindämmen und Ablöschen des Waldbrandes. Neben der guten und schnellen Übungsdurchführung freute sich Gruppenführeranwärter Jeremy auch über die hohe Übungsbeteiligung.

Nach dem schweißtreibenden Übungsszenario ließen wir den Abend gemeinsam ausklingen.

Waldbrandgefahr – Bayern ist gut vorbereitet

Gleich vorneweg – Bayern und eigentlich auch Deutschland braucht keine Löschflugzeuge. Zur Wasseraufnahme bei Löschflugzeugen braucht man größere Wasserflächen um dort quasi „Wasser auftanken“ zu können.

(lfv-bayern) Bayern ist aber trotzdem gut und vielleicht auch viel besser als andere Bundesländer auf Waldbrände vorbereitet. Schon vor über 30 Jahren wurde ein flächendeckendes Stationierungssystem von Löschwasseraußenlastbehältern bei den Feuerwehren aufgebaut und wurde bis heute vom Freistaat Bayern erhalten. In den letzten Jahren wurde zudem eine Vielzahl der Behälter technisch verbessert und den Einsatzanforderungen angepasst.

Unter der Federführung des Kompetenzzentrums für Flughelfer an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg wurde dort in den letzten Jahren in enger Abstimmung mit den 17 Flughelferstandorten und dem Landesfeuerwehrverband Bayern Erneuerungen und eine Ergänzung der Ausstattung der 17 Flughelferstandorte abgestimmt. Zudem erfolgt die Ausbildung der Flughelfergruppen hier bayernweit einheitlich und regelmäßig.

Jeder dieser 17 Standorte hat ca. 20 ausgebildete und ständig fortgebildete Flughelfer, die im Umgang mit den Außenlastbehältern und den dafür benötigten Hubschraubern geschult sind. Insgesamt werden über 40 Behälter mit 900 Liter oder auch 5.000 Liter Fassungsvermögen vorgehalten.

Die Hubschrauber werden vornehmlich durch die Polizeihubschrauberstaffel Bayern (acht Hubschrauber) gestellt. Bei größeren Schadenslagen werden zusätzliche Hubschrauber der Bundespolizei und der Bundeswehr angefordert. Gelegentlich kommen aber auch private Hubschrauberbetreiber hier zum Einsatz.

Das System der Löschwasseraußenlastbehälter stellt eine Wasserentnahme aus jedem See, Weiher oder auch einem Fluss sicher. Zudem können die Behälter auch von den Flughelfergruppen selbst befüllt werden. Damit ist ein Einsatz überall und vor allem auch kurzfristig möglich. Durch die relativ kurzen Anflugzeiten bei der Wasseraufnahme halten sich die Einsatzkosten hier auch noch in Grenzen.

Im Rahmen der Konzeption von Hilfeleistungskontingenten können aus mehreren Flughelfergruppen spezielle Kontingente gebildet werden und sogar in andere Bundesländer oder auch ins Ausland verlegt werden. Das Kompetenzzentrum für Flughelfer an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg kümmert sich hierbei um die Koordinierung. Dort ist der jeweilige Ausbildungsstand aber auch die Einsatzfähigkeit der staatlichen Löschwasseraußenlastbehälter aktuell bekannt, da die Behälter von der Feuerwehrschule bayernweit geprüft werden.

Beobachtung aus der Luft seit über 50 Jahren!

Des Weiteren gibt es mittlerweile seit über 50 Jahren die Luftrettungsstaffel Bayern. Die Luftrettungsstaffel schützt mit derzeit rund 300 ehrenamtlichen Piloten, über 150 Flächenflugzeugen und fünf Hubschraubern, die auf 32 Flugplätzen in ganz Bayern verteilt sind sowie rund 250 aktiven Luftbeobachtern die Wälder in Bayern. Bei besonders hoher Waldbrandgefahr können die Bezirksregierungen Überwachungsflüge durch die Luftrettungsstaffel anordnen. Dadurch können Waldbrände noch schneller erkannt werden und die Einsatzkräfte direkt zu den Rauchentwicklungen oder Bränden geführt werden.

Ausstattung der Feuerwehren in Bayern

In rund 7.600 Feuerwehren leisten rund 320.000 Feuerwehrangehörige ihren Dienst. Unter den rund 14.500 Einsatzfahrzeugen der Feuerwehren in Bayern befinden sich rund 1.000 Tanklöschfahrzeuge die Wasser mitführen und dieses direkt an die Einsatzstelle bringen können.

Zudem halten die Feuerwehren rund 150 Schlauchwägen vor, auf denen zwischen 1.000 und 2.000 m B-Schläuche transportiert werden, um z.B. eine Wasserförderung über lange Schlauchstrecken aufbauen zu können.

Ergänzt werden diese durch insgesamt 12 Wasserfördersysteme, die der Freistaat Bayern in den letzten Jahren für den Katastrophenschutz beschafft hat. Diese sind an 12 Standorten bayernweit stationiert und können große Wassermengen (über 4.000 Liter/min.) über längere Strecken fördern.

Konzeption der Hilfeleistung – Hilfeleistungskontingente in Bayern

Seit 2007 hat der Freistaat Bayern mit dem Landesfeuerwehrverband Bayern die Planungsrichtlinien für die Aufstellung von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten zur überregionalen bzw. länder- oder staatenübergreifende Katastrophenhilfe erstellt und fortgeführt. Mit Hilfe dieser Planung haben die Landkreise und Städte ihre Einsatzmittel zu Hilfeleistungskontingenten für verschiedene Einsatzszenarien zusammen gefasst.

Diese vorbereitenden Maßnahmen ermöglichen relativ schnell eine organisierte und dem entsprechenden Einsatzauftrag oder auch Hilfeersuchen angepasste Hilfe.

Bei Großschadenslagen innerhalb Bayerns fordern die Landkreise oder Städte diese Kontingente bei ihrer zuständigen Bezirksregierung an. Bei Schadensereignissen, die über einen Regierungsbezirk hinaus gehen, koordiniert das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Integration die Entsendung von Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten.

Bei der Anforderung von Hilfeersuchen aus anderen Bundesländern oder auch dem Ausland prüft und koordiniert das Bayerische Staatsministerium des Innern und für Integration die Entsendung von geeigneten Hilfeleistungskontingenten.

Corona und Jugendfeuerwehr – Geht das überhaupt?

Nicht nur im Übungsbetrieb der Erwachsenen sind die Auswirkungen der Corona Pandemie bemerkbar, auch bei der Jugend hat der Virus den Ablauf beeinträchtigt. Doch wie gehen wir damit um?

Seit März ruhte der Übungsbetrieb bei Aktiven und Jugendfeuerwehr aufgrund der Corona Pandemie. Um diese Zeit zu überbrücken und den Jugendlichen trotzdem etwas „Feuerwehr und Übungsbetrieb“ zu bieten, haben wir Alternativen zum klassischen Übungsablauf erarbeitet.

Virtuelle Funkübung erfolgreich durchgeführt

Im Frühjahr führten wir zum ersten mal eine virtuelle Funkübung durch, dazu mussten wir jedoch kreativ sein und eine sinnvolle und vor allem lehrreiche Alternative zur echten Funkübung mit Koordinaten und Ablaufen von Wegpunkten finden. Für die technische Umsetzung entschieden wir uns für eine Übungsleitstellensoftware, mit welcher wir den Funkbetrieb, von der Alarmierung bis zur Lagemeldung inklusive FMS-Statussimulation und Atemluftverbrauch im virtuellen Atemschutzeinsatz, abbilden konnten. Für den „Funkbetrieb“ nutzten wir die Push-to-Talk App von Zello, welche auf den Mobiltelefonen der Jugendlichen installiert wurde.

Die Leitstellenleitung wurde durch die Jugendwarte Jeremy und Simon übernommen, wobei Jeremy für Alarmierung, Statusmeldungen und Lagemeldungen sowie Nachalarmierungen verantwortlich war und Simon als „Springer“ für den spannenden Einsatzablauf in den verschiedenen Übungsszenarien sorgte.

Wie lief so eine Übung ab?

Über die Leitstellensoftware wurde ein „Notruf“ aufgenommen und dann, wie in der Realität, ein Stich- und Schlagwort hinterlegt sowie das passende Einsatzmittel disponiert und „alarmiert“. Dieser Alarm löste am PC des Jugendlichen als Melderalarm mit Alarmdepesche, also Einsatzart, Ort und „Besonderheiten“ aus. Jetzt konnten die alarmierten Jugendfeuerwehrler mit dem PC „Status- und Funkhörer“ ihren Status setzen, z. B. 3 – Einsatz übernommen. Gleichzeitig wurde der Funkverkehr über Zello simuliert, dazu wurde die virtuelle Leitstelle „angefunkt“ und der Einsatz entsprechend abgearbeitet. Dabei ist es auch wichtig mit Phantasie an die Szenarien zu gehen, um auch „virtuell“ vor Ort, das Einsatzziel erfolgreich abzuarbeiten.

Je nach „Szenarien“ und Motivation / Lust der Teilnehmer dauern solche Übungen 1-3 Stunden.

Ab Juli wieder „echte Übungen“

Mit dem Abklingen der 1. Welle war es uns ab Mitte Juli auch wieder möglich, den normalen Übungsbetrieb aufzunehmen. Dabei galt es jedoch die Vorgaben zum Infektionsschutz zu beachten. So mussten die Jugendlichen Mund-Nasen-Schutz tragen und es wurde auf ausreichende Abstände geachtet. Trotzdem gelang es den Ausbildern aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen spannende Übungen durchzuführen.

Nach nur zwei Übungen ging es dann jedoch erst einmal wieder in die planmäßige Sommerferienpause.

Wie geht es weiter?

Nach den Sommerferien hatten wir eigentlich unsere 24-Stunden-Übung geplant, an welchem wir den Ablauf einer Berufsfeuerwehr mit vielen Einsätzen und Übungen durchführen wollten. Diese Übung muss vorerst auf kommendes Jahr verschoben werden.

Je nach Infektionsgeschehen planen wir wieder gemeinsame echte Übung unter Beachtung der Infektionsschutzregelungen durchzuführen. Sobald dies nicht mehr geht oder das Wetter wieder auf Winter zusteuert, werden wir auch wieder unsere virtuellen Funkübungen durchführen und planen auch weitere Lehrgangsangebote über Web durchzuführen.

Mein Kind möchte gerne zur Jugendfeuerwehr, ist dies aktuell möglich?

Selbstverständlich ist ein Beitritt zu unseren Jugendfeuerwehren jederzeit und weiterhin möglich. Wir bieten Mädchen und Jungen ab 13 Jahren die spannende Welt der Feuerwehr und ermöglichen eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung.

Gerne können Sie an einem unserer nächsten Übungstermine mit Ihrem Kind vorbeischauen und „reinschnuppern“. Bitte melden Sie sich in diesem Fall kurz bei uns an.

Zum Formular

Ich möchte oder kann selbst nicht bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, möchte dennoch diese Arbeit unterstützen, ist dies möglich?

Sie können unsere Jugendarbeit gerne mit Ihrer Spende unterstützen. Über den nachfolgenden Button kommen Sie direkt auf unser Spendenformular für die Jugendarbeit.

Spenden 2.0 – Feuerwehrverein geht neue Wege

Statt Überweisungsträger und Lastschrift bietet der Feuerwehrverein Irsingen e. V. jetzt auch neue digitale Zahlungsweise für Mitgliedschaft und Spende an. Im Feuerwehrbereich ist der Ischinga Verein damit Pionier im Unterallgäu.

Mitgliedsbeiträge und Spenden an die Feuerwehr oder unseren Feuerwehrverein waren bisher immer gleich: Mitgliedsantrag ausfüllen, SEPA Lastschrift Formular ausfüllen oder den Überweisungsträger zucken, Bankdaten eintragen, evtl. noch zur Bank bringen und dann ist der Mitgliedsbeitrag vom Girokonto abgebucht und dem Vereinskonto gut geschrieben.

Ähnlich bei einer Spende: Wo finde ich die Bankdaten vom Verein, Überweisungsträger oder Onlineüberweisung ausfüllen und absenden oder zur Bank tragen.

“Diesen Weg wollen wir uns und auch unseren Mitgliedern und Spendenden ersparen und vor allem wollten wir auch moderne alternative Zahlungsweisen wie PayPal oder Kreditkartenzahlungen einführen”, so 2. Vorstand Jeremy Rizer zur Einführung der neuen Spende 2.0 .

Doch auch auf Vereinsseite wollten wir unsere Ehrenamtlichen bei der Spendengenerierung entlasten. “Bisher haben wir ein mal im Jahr einen Spendenbrief erstellt, ausgedruckt, kuvertiert und an alle Irsinger Haushalte ausgetragen, diese konnten dann wieder nur per Überweisung zahlen – jetzt bieten wir Spendenden und auch Unternehmen an, Einzelspenden und auch wiederkehrende Spenden per Kreditkarte oder PayPal zu leisten, im Idealfall reicht dazu sogar nur ein Klick”, begründet Rizer die Neueinführung der modernen Spendenwege. Der Spendenbrief bleibt natürlich auch weiterhin eine wichtige Methode zur Spendensammlung in der Bevölkerung, hier ist jedoch dann auch die Spende per QR Code direkt mit dem Handy möglich.

Erfahrener Partner aus dem Spendenbereich

Als Software nutzt die Feuerwehr die FundraisingBox der Wikando GmbH aus Augsburg, welche mehr als 10 Jahre Erfahrung in der digitalen Spendengenerierung einbringt. Uns war wichtig, eine gut entwickelte und bereits in der Anwendung befindliche Software zu nutzen, welche idealerweise aus der Region kommt.

Zielgerichtet Spenden – jetzt möglich!

Auf unserer Webseite finden Spendende jetzt einen Button zum anklicken oder können direkt über das Menü Spenden und Mitgliedschaft auf unser neues Spendenformular kommen. Neben einer Mitgliedschaft mit jährlicher Zahlung, besteht auch die Möglichkeit Einzelspenden oder wiederkehrende Spenden auch mit PayPal und/oder Kreditkarte zu leisten. Es ist auch möglich, die Spende einem “Projekt” zuzuordnen, z. B. direkt der Jugendarbeit, Vereinsarbeit allgemein oder in Ausstattung.

Sie wollen unsere neue Spendenmöglichkeit sofort ausprobieren? Wir freuen uns über jede Zuwendung von Ihnen.

Benedikt Albrecht neuer 2. Kommandant

Unter besonderen Umständen wählte die aktive Mannschaft am Freitag, 26.06.2020 Benedikt Albrecht zum neuen 2. Kommandanten.

Besondere Situationen erfordern besondere Wege. Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie musste die außerordentliche Wahl des 2. Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen vom März verschoben werden. Um wieder voll handlungsfähig zu sein, trafen sich die aktiven Wehrmänner und Frau am 03.07.2020, unter Beachtung der geltenden Infektionsschutzvorgaben im Vereinsheim Irsingen, um den neuen 2. Kommandanten zu wählen.

Dank und Anerkennung für scheidenden 2. Kommandanten Jürgen Kreher

Aufgrund eines Wegzuges aus der Gemeinde musste der bisherige 2. Kommandant Jürgen Kreher sein Amt niederlegen. Kreher hatte sich in den Jahren als 2. Kommandant um den Ausbau und die Ausbildung der Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr Irsingen gekümmert, war maßgeblich an der Beschaffung, Verwaltung und Ausgabe sowie Pflege von Einsatzkleidung und Einsatzequipment betraut und auch in der Kameradschaftspflege ein tragendes Mitglied der Wehr. Kreher kann zwar nicht mehr aktiv „dabei“ sein, wird jedoch als Mitglied des Feuerwehrvereines weiterhin die treue zu seinen ehemaligen Kameraden und Kameradin halten. 1. Kommandant Georg Resch bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz seines Stellvertreters, mit dem eine große Lücke entstanden ist, welche wieder adäquat nachbesetzt werden musste. Auch Resch freute sich über die weitergehende „Treue“ von Kreher zur „Ischinga Wehr“.

Ein Kandidat stellt sich zur Wahl

Für den Wahlausschuss unter Vorsitz von Türkheims 1. Bürgermeister Christian Kähler war die Aufgabe einen neuen 2. Kommandanten zu finden einfach. Im Vorfeld waren zwar mehrere Vorschläge im Rathaus eingegangen, diese hatten jedoch immer den gleichen Namen; Benedikt Albrecht.

Trotz allem, so das Bayerische Feuerwehrgesetz, war eine geheime schriftliche Wahl notwendig. Das Ergebnis dieser Wahl wünscht sich so manch Politiker, denn alle abgegebenen Stimmen waren gültig und Einstimmig für Albrecht abgegeben worden.

Gute Nachfolge mit vielen Aufgaben

Benedikt Albrecht nahm die Wahl zum 2. Kommandanten an und wird ab sofort zahlreiche Aufgaben seines Vorgängers, sowie weitere neue Herausforderungen übernehmen. Albrecht ist ebenfalls langjähriges aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen und hat sich in den letzten Jahren als Gruppenführer sehr erfolgreich eingebracht. Nach dem Besuch des Gruppenführerlehrganges an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried wurde Albrecht zum Löschmeister ernannt und freut sich jetzt auf die neue Aufgabe in der Wehrführung.

Kurzer Ausblick zum Feuerwehrhausanbau

Nach den Gratulationen und dem formellen Teil, hatte Kähler noch einen aktuellen Stand zum Gerätehausanbau für die Kameraden dabei. „Inzwischen sind die Angebote mehrerer Firmen im Rathaus eingegangen…in der Sitzung des Marktgemeinderates Anfang Juli wird über den entsprechenden Zuschlag entschieden…die Baumaßnahmen sollen idealerweise bereits diesen Sommer beginnen…und zumindest die Fahrzeughalle soll noch vor dem Winter stehen“, so Kähler.

Nach der Wahl verließen alle Wehrmänner wieder das Vereinsheim und machten sich auf den Heimweg. Auf das obligatorische „Wahlbier“ musste heuer verzichtet werden.

Bild v. l. : 1. Kommandant Georg Resch, 2. Kommandant Benedikt Albrecht, 1. Bürgermeister Christian Kähler

Grünes Licht für Gerätehausanbau

Zu eng, zu klein und nicht mehr zeitgemäß – um den steigenden Sicherheitsanforderungen nachzukommen musste für unsere Feuerwehr ein neues Standortkonzept gefunden werden. Jetzt gab auch der Marktgemeinderat grünes Licht zur Gerätehauserweiterung.

In der Marktgemeinderatssitzung vom 06.02.2020 füllten zahlreiche Wehrmänner die Zuschauerreihen, der Grund: Die Entscheidung für oder gegen den geplanten Ausbau unseres Feuerwehrgerätehauses. Bereits seit längerer Zeit entspricht unser Feuerwehrhaus nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen. Im Winter zu kalt, im Einsatzfall zu eng und kein Platz für unseren Einsatzkombi. Um diese Zustände zu ändern, beschäftigte sich der Marktgemeinderat bereits mehrfach mit verschiedenen Modellen wie dieser Ist-Stand geändert werden kann.

Nach reichlicher Überlegung und Abwägung zahlreicher Vorschläge einigte sich der Marktgemeiderat einstimmig auf den Vorschlag, welchen unsere Feuerwehr erarbeitet hatte.

Planung – möglicher Baubeginn noch heuer

Im Vorschlag der Feuerwehr, welcher übrigens durch einen ehrenamtlichen Kameraden geplant wurde, wird der Ausbau in westliche Richtung durchgeführt. Dadurch ist gewährleistet, dass sich die anrückenden Einsatzkräfte und die abrückenden Einsatzfahrzeuge nicht in die Quere kommen. Unfallverhütung war dabei eines unserer Prämissen in der Planung. Die Einsatzkräfte können im jetzt verabschiedeten Entwurf über den Bürgermeister-Lofner-Weg von hinten an das Gerätehaus anfahren. Die Einsatzfahrzeuge rücken dann in nördliche Richtung direkt auf die Hardtstraße aus.

Der Plan sieht vor an das bestehende Gerätehaus eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen anzubauen, im bestehenden Gerätehaus werden 50 Kleidungsspinde und eine Werkstatt entstehen, durch einen Verbindungskorridor gelangen die Einsatzkräfte dann in die Fahrzeughalle. Auch hier wurden die Wege so geplant das sich an- und abrückende Einsatzkräfte nicht queren.

Um unsere Planung umzusetzen, werden wir jedoch die sogenannte Baggerhalle teilweise abtragen müssen um Platz für die neue Fahrzeughalle zu schaffen. Dies werden wir größtmöglich in Eigenleistung umsetzen.

Sofern es möglich ist, so der 1. Bürgermeister Kähler, soll bereits im Herbst diesen Jahres mit dem Umbau begonnen werden. Wir bedanken uns an dieser Stelle für die einstimmige Annahme unseres Vorschlages und freuen uns schon jetzt auf ein sicheres Abrücken in naher Zukunft.

Fit für den Atemschutz?

Irsinger Wehrmänner und Frauen informieren sich über das Thema Atemschutz im Feuerwehreinsatz

Die Anforderungen sind hoch, die Ausbildung anspruchsvoll der Bedarf jedoch riesig. Es geht um das Thema Atemschutz. Bisher ist unsere Wehr noch ohne entsprechend ausgebildete Feuerwehrkräfte und Ausstattung. Aufgrund der immer stärker steigenden Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehren und auch der hochgiftigen Rauchgase bei Bränden, sind wir derzeit in einer Selbstüberprüfung, ob und wie auch unsere Einsatzkräfte zu Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden können.

Dazu luden wir uns am Montag den Kreisbrandmeister Atemschutz Lothar Raffler ins Gerätehaus Irsingen ein. In seinem Vortrag unterstrich Lothar die Wichtigkeit und auch Notwendigkeit von Atemschutz für die Feuerwehren. Vor allem aus reinem Eigenschutz hält er Atemschutz für unverzichtbar bei der Brandbekämpfung. Besonders hob er dabei die Verantwortung der kleineren Ortswehren wie Irsingen in Zusammenhang mit der gesetzlichen Hilfsfrist hervor. So muss eine Feuerwehr 10 Minuten nach dem Notruf am Einsatzort eingetroffen sein, das fordert der Freistaat Bayern. Doch was nützt es wenn die Wehr zwar schnell da ist, jedoch bei einem Kellerbrand erst auf das Eintreffen anderer Wehren warten muss, welche mit Atemschutz ausgerüstet sind um den Brand zu bekämpfen? Lothar präsentierte auch die gesetzlichen Voraussetzungen und auch Kosten für Ausstattung und Wartung der lebensrettenden Technik.

Anspruchsvolle Aus- und kontinuierliche Weiterbildung

Vieles spricht für die Einführung von Atemschutz, da dies quasi zur Grundausbildung eines Feuerwehrangehörigen gehört. Doch die Hürden sind nicht zu unterschätzen.
Neben einer regelmäßigen Wartung und Pflege der Gerätschaften und einer lückenlosen Dokumentation der Atemschutzbenutzungen kommen auf die Einsatzkräfte auch neue Anforderungen zu.

Jeder Atemschutzgerätetrager oder Atemschutzgeräteträgerin muss mindestens 18 Jahre alt sein, die Grundausbildung (MTA) sowie einen Atemschutzlehrgang der Feuerwehr durchlaufen haben und muss darüber hinaus arbeitsmedizinisch tauglich nach G26.3 sein.
Auch wenn das alles erfüllt ist warten jährlich weitere Pflichttermine:

1x Theoretische Atemschutzunterweisung
1x Einsatzübung unter Atemschutz oder entsprechender Einsatz unter Atemschutz
1x Belastungsübung in der Atemschutzstrecke in Mindelheim

Ohne eine Zusammenarbeit mit Türkheim geht es nicht

Gleichzeitig lobte Lothar die gute Ausstattung und Ausbildung der Kameraden in unserer Nachbarwehr Türkheim. Diese haben auch eine voll ausgestattete Atemschutzwerkstatt und wären für alles rund um Prüfen und Instandhalten unser erster Ansprechpartner. Auch, sollte es zu einer Entscheidung für Atemschutz kommen, empfahl Lothar die Abstimmung bei der Ausstattung mit Türkheim, um hier einheitliche Standards zu haben.

Wie geht es weiter?

Nach diesem ersten Informationsabend wird es innerhalb unserer Wehr weitere Infoabende geben um das Thema intensiv zu besprechen. Eine Einführung / Nachrüstung auf Atemschutz ist keine Entscheidung für kurze Zeit sondern eine langfristige und auch nachhaltige Entscheidung.

Wenn „Sabine“ Irsingen besucht…

…sind wir bereit!

Am Montag hieß es in nahezu in ganz Deutschland „Alarmstufe Rot“ – der Grund war das inzwischen überall bekannte Sturmtief „Sabine“. Auch unser schönes Irsingen wurde von den Auswirkungen des Sturmes getroffen.

Kurz vor 10 Uhr ging es los

Während im Landkreis Unterallgäu bereits ab 04.00 Uhr die Sirenen und Funkmelder die Feuerwehren zum Sturmeinsatz riefen, blieb es bei uns noch sturmschadenfrei. Zwar flogen einige gelbe Tonnen durch unseren Ort aber mehr passierte noch nicht. Um kurz vor 10 Uhr erfasste „Sabine“ dann im Römerweg einen großen Baum. Dieser entwurzelte durch die Sturmböen und krachte quer über die Fahrbahn. Damit begann dann auch für unsere Wehr der „aktive“ Teil des Unwetters. Nach dem Sirenenalarm besetzten wir unser Löschgruppenfahrzeug und den Einsatzkombi. Am Römerweg eingetroffen sicherten wir die Straße ab und begannen mit der Kettensäge den großen Baum von der Fahrbahn zu entfernen. Das Dorfleben seine Vorteile hat zeigte sich bereits in diesem ersten Einsatz. Binnen kürzester Zeit besorgte einer unserer Wehrmänner seinen Bulldog samt Hänger und konnte damit die Beseitigung des Baumes sehr viel schneller bewerkstelligen als mit schlichter Manpower. Noch während wir den 1. Einsatz abarbeiteten kam bereits die nächste Meldung über weitere Bäume auf einem Rad- und Wanderweg nahe des Bunkerwaldes. Nachdem wir den Römerweg wieder „besenrein“ hinterlassen hatten, widmeten wir uns dem Bunkerwald. Hier lagen gleich mehre Nadelbäume quer über den Weg. Wieder musste unser „Fichtenmoped“ zum Einsatz kommen um auch diesen Radweg wieder befahrbar zu machen.

Nach dem Mittag ging es weiter

Nach einer kurzen Verschnaufpause wurden uns zwei weitere quer liegende Bäume im Bereich des Zollhauses mitgeteilt. Wieder eilten wir zur Einsatzstelle und schnitten die beiden Bäume soweit aus dem Weg, dass die Wege wieder befahrbar waren.

Einsatzbereitschaft in dieser Form kein Standard

Alle Feuerwehren die im Unterallgäuer Sturmeinsatz waren, sind Freiwillige Feuerwehren. Wie auch in Irsingen, leisten hier Mitbürger, Nachbarn und Kollegen Dienst an der Allgemeinheit, wenn Not oder Gefahr droht. Dabei werden die Einsatzkräfte per Funkmeldeempfänger oder wie in unserem Ort per Sirene zum Alarm gerufen und müssen binnen 10 Minuten am Einsatzort sein. Aufgrund der angekündigten Unwetterlage und der Bereitschaft einiger Kameraden einen Urlaubstag zu opfern, konnten wir am Montag auch untertägig eine starke Mannschaft zur Gefahrenabwehr bereitstellen. Doch dies ist leider nicht mehr die Regel, weder bei uns noch bei vielen anderen Freiwilligen Feuerwehren. Ein großer Anteil unserer aktiven 27 Männer und Frauen ist untertägig außerörtlich am Arbeiten und erst am Abend, in der Nacht oder am Wochenende in voller Anzahl vorhanden. Trotz allem versuchen wir auch untertägig weiterhin mit so vielen Kameraden wie möglich auszurücken. Doch dafür brauchen wir Sie liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen und vor allem auch liebe Arbeitgeber im nahen Gewerbegebiet „Unterfeld“. Bis auf eine Ausnahme gibt es keine Feuerwehrangehörigen die im Gewerbegebiet einer Arbeitstätigkeit nachgehen oder Mitarbeiter die uns untertägig bei Alarmen unterstützen.

Mitmachen

Auch Sie liebe Irsinger Mitbürger und Mitbürgerinnen können uns helfen, durch Spenden oder noch besser durch eigene aktive Mitwirkung in der Feuerwehr. Dies beginnt bereits bei unserer Jugendfeuerwehr, wo neue Nachwuchskräfte ab 14 Jahren eine sinnvolle Freizeitaktivität bekommen und geht über die Feuerwehranwartschaft in welcher interessierte Bürgerinnen und Bürger ab 18 Jahren eine kostenlose Ausbildung zum Feuerwehrmann oder Frau erhalten. Geben Sie sich einen Ruck und schauen Sie bei uns vorbei, entweder zu unseren Übungsabenden oder einfach auf Wunsch bei einem persönlichen Termin am Gerätehaus.

Wir freuen uns über Ihre Anfragen und natürlich umso mehr, wenn wir auch Sie für die Mitwirkung in der Feuerwehr begeistern.

Weitere Informationen und Termine für ein persönliches und unverbindliches Gespräch unter:

>> dabeisein(Ersetzen Sie diesen Text durch das @ Zeichen)ff-irsingen.de <<

Alternativ können Sie uns auch beim Neubürgerempfang am 08.03.2020 ab 17:00 Uhr am Gasthaus „Kreuz“ in der Dorfstraße besuchen, gerne auch mit Ihren interessierten Kindern. Dort stellen wir nicht nur unser Löschgruppenfahrzeug vor, sondern stehen auch für Fragen und Antworten parat.

Fotos von unserem Tag mit „Sabine“

Alles wegen eines Christbaumes – Feuerwehr spendet 205 Euro an Kindergarten

v.l.n.r. 1. Vorstand Christian Mair, Kindergartenleitung Andrea Rieger und 1. Bürgermeister Christian Kähler Foto: Rizer

Ein verspäteter Christbaum, ein frecher Nikolaus und ein gemütlicher Glühweinabend mit Spende für den Kindergarten.

Traditionell freuen sich die Kinder des Irsinger Kindergartens am Montag nach dem 1. Advent über ihren leuchtenden Christbaum im Garten – doch heuer stand kein Christbaum vor der Tür.

Jedes Jahr am Samstag vor dem 1. Advent stellen die fleißigen Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Irsingen den Baum auf und schmücken diesen. Heuer war zwar die Helferschaar da doch einer fehlte, der Baum.

Nikolaus „schimpft“

Die Rechnung für dieses schwerwiegende Verhalten folgte unverzüglich an der gemeinsamen Weihnachtsfeier der Irsinger Vereine. Der Nikolaus persönlich machte die Feuerwehr für den fehlenden Baum am Kindergarten verantwortlich und „verdonnerte“ die Floriansjünger zu einem kostenlosen Glühwein- und Kinderpunsch Ausschank am Kindergarten. Der Erlös, so der „Nikolaus“, sollte dem Kindergarten zu Gute kommen. Doch die Feuerwehr hatte gar keine „Schuld“ am Terminverzug, der Baum war einfach noch nicht durch die Gemeinde geliefert worden und so wurde Bürgermeister Christian Kähler gleich mit in den „Christbaumskandal“ hineingezogen und erklärte sich bereit, die Kosten für die Getränke am Glühweinabend zu übernehmen.

Schnell wie die Feuerwehr

Die Feuerwehr hatte lediglich 24 Stunden Zeit alles zu organisieren, um den Abend zu einem erfolgreichen Abend zu machen. Glühwein und Kinderpunsch sowie Kocher mussten beschafft werden, Tische und ein passendes Lagerfeuer sollten auch nicht fehlen. Und wie man die Männer und Frauen der Feuerwehr kennt, war alles pünktlich um 17.30 Uhr aufgebaut.

Irsinger zeigen sich nachgiebig

Am Abend wurde das beliebte Heißgetränk an die Irsinger Bürgerschaft gegen Spende ausgegeben. Und dabei zeigten sich die Dorfgemeinschaft nachgiebig mit Wehr und Bürgermeister und spendete fleißig für den Kindergarten.

Am Mittwoch, 18.12.2019 freuten sich dann die Leiterin der Kindertagesstätte Irsingen, Andrea Rieger, über die Spende in Höhe von 205,40 Euro, des Feuerwehrvereins Irsingen, welche durch den 1. Vorstand Christian Mair und 1. Bürgermeister Christian Kähler überreicht wurde.

Foto (klicken für größere Ansicht)

v.l.n.r. 1. Vorstand Christian Mair, Kindergartenleitung Andrea Rieger und 1. Bürgermeister Christian Kähler Foto: Rizer

v.l.n.r. 1. Vorstand Christian Mair, Kindergartenleitung Andrea Rieger und 1. Bürgermeister Christian Kähler Foto: Rizer

Tödlicher Angriff auf Augsburger Feuerwehrkameraden

Am Freitagabend wurde in Augsburg ein Feuerwehrkamerad der Berufsfeuerwehr Augsburg wegen einer Nichtigkeit vor den Augen seiner Ehefrau totgeschlagen. Auch wir, die Freiwillige Feuerwehr Irsingen, sind fassungslos und bestürzt über diesen Vorfall. Daher haben wir beschlossen am Montag um 18 Uhr, im Rahmen einer stillen Anteilnahme, eine Kerze zur Erinnerung und Mahnung am Gerätehaus zu entzünden. In Gedanken sind wir bei der Familie und den Angehörigen des verstorbenen Kameraden aus Augsburg.

Gleichzeitig möchten wir damit auch auf die immer stärker werdende Respektlosigkeit gegenüber allen Einsatzkräften hinweisen. Nicht nur in Großstädten wie Augsburg oder heute München (bei dem ein Polizeibeamter hinterrücks durch einen Messerangriff lebensgefährlich verletzt wurde) kommt es zu Übergriffen auf Einsatzkräfte, auch in unserer Region nimmt der Respekt gegen die überwiegend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stetig ab. Sei es durch rücksichtsloses Verhalten an Straßenabsperrungen oder mit Beleidigungen und Bedrohungen bei Einsätzen. Es kann nicht angehen, das Menschen die ihr Leben und ihre Freizeit für das Leben und die Sicherheit IHRES Lebens tagtäglich riskieren, beleidigt, bedroht, bespuckt oder gar getötet werden. Wir fordern mehr Respekt für die Arbeit der Rettungs- und Einsatzkräfte überall!

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