Stromausfall – Einsatzbereitschaft wurde sichergestellt

Um kurz nach 16 Uhr fiel in weiten Teilen Türkheims und auch dem nördlichen Irsingen der Strom aus. Ursache war ein umgestürzter Baum nahe der Golfanlage in Türkheim, welcher ausgerechnet einen 20 kVA Strommasten erwischte. Dadurch kam es zu einem Kurzschluss, welcher zum Stromausfall führte.

Einsatzbereitschaft im Gerätehaus

Da auch unsere Sirenenalarmierung vom Stromausfall betroffen war, machten sich zwei Kameraden der Irsinger Wehr zum Gerätehaus auf, um dort das Funkgerät im Fahrzeug zu besetzen und der Leitstelle Donau Iller mitzuteilen, dass bei Einsätzen im Ortsgebiet über Funk alarmiert werden muss, statt über die Sirene.

Noch bevor die beiden Kameraden aufbrachen, war der Strom wieder da und die Sitzbereitschaft somit nicht mehr notwendig.

Nach ersten Informationen kam es im Ortsgebiet lediglich zu kleineren “Sturmschäden”. So wurde leider auch das Baustellenklo an unserem Gerätehaus von einer Windböe erfasst und in eine Wiese geschleudert.

Waldbrandsaison startet!

Die Tage werden wieder länger und die Menschen treibt es, vor allem nach dem wochenlangen Lockdown, wieder in die Wälder der Region. Zeitgleich mit dem beginnenden Frühling steigt jedoch auch wieder das Waldbrandrisiko.

Unsere schönen Wälder laden jetzt wieder besonders viele Naturfreunde ein. Mit Sack und Pack, Picknickkorb und der Zigarette im Mund geht es in das erholsame Grün. Doch ab Montag heißt es wieder besonders aufpassen!

Aufgrund der geringen Niederschläge in den letzten Jahren und des verhältnismäßig trockenen Winters, sind gerade im Frühjahr die Wälder ganz besonders brandgefährdet. Altes Laub aus dem Herbst, abgebrochenes Gehölz und trockene Gräser bieten bereits dem kleinsten Funken eine Brandgrundlage.

Bitte beachten Sie daher nachfolgende Hinweise Ihrer Feuerwehr, damit wir alle möglichst waldbrandfrei den Frühling genießen können:

  • Ab März gilt absolutes Rauchverbot in Wäldern!
  • Werfen Sie auch keine Zigaretten oder brennenden Gegenstände aus dem Fahrzeug. Böschungen und Waldränder sind besonders trocken und entzünden sich schnell großflächig.
  • Parken Sie bei einem Waldspaziergang ihr Fahrzeug nicht im Wald oder auf Wiesen, hier besteht durch den heißen Katalysator ein hohes Brandrisiko – sie wollen sicher nicht nach dem Waldbesuch ein ausgebrannten PKW vorfinden, oder?
  • Nehmen Sie alles was Sie in den Wald mitgenommen haben wieder mit, dies gilt übrigens nicht nur jetzt im Frühjahr sondern generell. Müll, vor allem Glasscherben aber auch Kunststoffe können Brände auslösen.
  • PARKEN SIE NICHT IN WALDWEGEN UND HALTEN SIE DIE ZUFAHRTEN ZU WÄLDERN FREI, DAMIT DIE FEUERWEHREN BEI EINEM BRAND IN DEN WALD KOMMEN!
  • Melden Sie Brände sofort über den Notruf 112 und teilen Sie dem Leitstellendisponenten möglichst genau Ihren Standort mit.
  • Sofern Sie einen Brand entdeckt haben, machen Sie sich bitte bemerkbar und weisen sie anrückenden Einsatzkräften den Weg. Sofern weitere Personen mit Ihnen unterwegs sind, bitten Sie diese an der nächst größeren Straße die anrückenden Einsatzkräfte einzuweisen.

Wir bedanken uns bei allen Naturfreunden für die Beachtung der o. g. Punkte und wünschen einen angenehmen und brandfreien Aufenthalt in den Wäldern und der Natur.

Lasst die Bauarbeiten beginnen

Die ersten Bagger rollen an.

Nach langen Wartezeiten begannen am Mittwoch dem 10.02 die ersten Bauarbeiten am Feuerwehrhaus Irsingen. Geplant ist ein Anbau, welcher das Bestandsgebäude mit der zukünftig neuen Fahrzeughalle verbinden soll. Die neue Fahrzeughalle mit Ausrichtung zur Hardtstraße bieten in Zukunft genug Platz für die Fahrzeuge der Feuerwehr Irsingen. Mit einer gesonderten Umkleide, Duschen und einer Stiefelwaschanlage soll vor allem die bis dato mangelnde Schwarz-Weiß Trennung möglich sein. In einer gesonderten Werkstatt, welche sich innerhalb der alten Fahrzeughalle befinden wird, kann man kleine Reparaturen, die im alltäglichen Feuerwehrleben anfallen durchführen. Der Parkplatzmangel soll mittels Parkflächen hinter der Wache Vergangenheit sein und somit das Gefahrenpotential bei der Alarmierung verringern.

Besonders die nicht mehr ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen und der aktuell bestehende Platzmangel soll mit dem Anbau Geschichte sein. Die Irsinger Kameradinnen und Kameraden freuen sich bereits auf das „neue alte“ Feuerwehrhaus in Irsingen.

Übungsdienst in Jogginghose

Brand in einer Garage, auf welche Gefahren muss ich achten?

Mit dieser Frage begann die erste digitale Schulung der Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen beschäftigten sich anhand von Fallbeispielen, wie man auf die einzelnen gefahren eingeht und sie umgehen kann. Mit aktiver Teilnahme konnten die Jugendfeuerwehrler erfahren, auf was Sie in ihren späteren Einsatzdienst achten müssen und wie Sie gezielt die Gefahren an der Einsatzstelle abarbeiten können. Von Verkehrsunfällen bis hin zu eingestürzten Häusern war alles dabei. Gerade über die rege und aktive Mitarbeit von den Jugendfeuerwehrlern freute sich der 2. Jugendwart Simon sehr.

In Zeiten von Corona ist es wichtig den Übungsbetrieb, wenn auch in Form von Distanzschulungen aufrechtzuerhalten, den bei uns heißt es #IMMERDAWENNDUUNSBRAUCHTS

Du möchtest Teil unseres Teams werden, dann melde dich bei uns unter Jugendfeuerwehr(Ersetzen Sie diesen Text durch das @ Zeichen)ff-irsingen.de wir freuen uns auf dich.

Ich möchte oder kann selbst nicht bei der Jugendfeuerwehr mitmachen, möchte dennoch diese Arbeit unterstützen, ist dies möglich?

Sie können unsere Jugendarbeit gerne mit Ihrer Spende unterstützen. Über den nachfolgenden Button kommen Sie direkt auf unser Spendenformular für die Jugendarbeit.

DANKE!

Gerade die Weihnachtszeit gibt uns die Chance Danke zu sagen, Danke für die Bereitschaft 24 Stunden, Tag und Nacht für den Schutz unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu sein, Ausbildungen zu organisieren, Geräte und Gebäude einsatzbereit zu halten und das alles in ehrenamtlicher Arbeit.

Zusätzlich möchten wir uns ganz herzlichst bei unseren Kolleginnen und Kollegen der Nachbarfeuerwehren, vom Rettungsdienst, der integrierten Leitstelle, der Polizei, dem Bürgermeister und allen anderen Behörden und Organisationen, welche uns jederzeit im Einsatz professionell und kameradschaftlich zu Seite stehen bedanken.

Allen Unterstützern danken wir selbstverständlich auch für Ihre Treue zu uns. Wir freuen uns immer, wenn wir eine positive Resonanz bekommen.

Die Feuerwehr Irsingen wünscht allen Mitbürgerinnen und Mitbürger, Feuerwehrkameradinnen und Kameraden, allen Freunden und Unterstützern eine schöne, besinnliche und vor allem eine Gesunde sowie sichere Weihnachtszeit.

Ihre Freiwillige Feuerwehr Irsingen

1. Christbaumverkauf voller Erfolg

Die grassierende Covid 19 Pandemie trifft auch die Vereine mit voller Härte. Feste und Veranstaltungen, die regelmäßig die Vereinskassen gefüllt haben, sind heuer komplett entfallen. Um die Kasse aufzubessern, veranstaltete der Feuerwehrverein Irsingen e. V. heuer erstmalig einen Christbaumverkauf.

Unter dem Motto “Fahr nicht fort, kauf im Ort!” fand am 05.12.2020 der 1. Christbaumverkauf des Feuerwehrverein Irsingen e. V. statt. Unter Einhaltung der geltenden Hygienemaßnahmen wurde binnen kürzester Zeit ein Christbaumverkauf organisiert und erfolgreich durchgeführt.

Gut 20 Helferinnen und Helfer halfen gemeinsam, um die Veranstaltung erfolgreich zu machen. Mehrere Tage Vorbereitung sowie ein ausgeklügeltes Hygienekonzept waren im Vorfeld notwendig.

Auch zeigte sich wieder die gute Zusammenarbeit im Dorfleben, so stellte das JuZe Irsingen Bauzäune zur Verfügung, um die vorgegebene “Verkaufsfläche” abzusperren. Auch der Kindergarten unterstütze die Aktion mit einer Spende von Schokonikoläusen für die kleinen Christbaumkäufer. “Gerade in angespannten Zeiten zeigt sich, wie gut der Ort mit seinen Vereinen zusammenhält”, freut sich 2. Vorstand Jeremy Rizer, “auch dafür gilt unser Dank.”

Am Samstag füllte sich dann der Übungshof am Feuerwehrgerätehaus in Irsingen mit feinsten “Nordmännern” aus deutscher und dänischer Herkunft. Als besonderen Service bot die Feuerwehr die kostenlose Anlieferung der Bäume an die Irsinger Haushalte an. Auch hier wurde die Hygienevorgaben eingehalten und die Bäume lediglich bis zur ersten Haustüre angeliefert.

“Ein voller Erfolg mit Anspruch auf Wiederholung!”

Sichtlich erfreut zeigte sich der 1. Vorstand des Feuerwehrvereines Irsingen, Christian Mair über den Christbaumverkauf: “Unsere Kameraden und Kameradinnen konnten über 100 Christbäume verkaufen, mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet. Mein besonderer Dank geht an unsere vielen Helfer und natürlich auch an die Bürgerinnen und Bürger die so viele Bäume bei uns im Ort gekauft haben…im kommenden Jahr werden wir sicher wieder solch einen Verkauf durchführen”.

Fotos

Basismodul mit Verzögerung

Nach 7. Monaten konnten David Ramon Martin, Andreas Santjohanser und Simon Santjohanser das Basismodul Truppmann gemäß FwDV2 abschließen.

Die Ausbildung zum Truppmann musste am 14. März 2020 wegen der noch bestehenden SARS-CoV-2 Pandemie unterbrochen werden. Am 12. Oktober ging der Kurs unter strengen Hygienemaßnahmen weiter. In dem Basismodul werden zwischen Praktischen und Theoretischen teilen die Grundtätigkeit des Feuerwehrmannes vermittelt. Am 17. Oktober konnten die drei Ihr Basismodul erfolgreich abschließen und somit den Grundstein Ihrer Feuerwehrkarriere setzen.

Übungsdienst: Retten von eingeklemmten Personen

Wenn die Alarmmeldung Technische Hilfeleistung Person eingeklemmt heißt, denken wir fast immer an einen schweren Verkehrsunfall. Dass dieses Alarmstichwort auch andere Situationen bedeuten kann, übten wir am Freitag in Irsingen.

Jeden ersten Freitag und jeden ersten Montag im Monat treffen wir uns für unsere regelmäßigen Übungen. An diesem Freitag stand das Thema “Retten von eingeklemmten Personen” auf dem Ausbildungsplan. Um dies möglichst realistisch zu trainieren, wurde an der nahen Kiesgrube ein entsprechendes Szenario vorbereitet. Mit einer Übungspuppe (eine freundliche Leihgabe der Kameraden aus Türkheim), stellten wir einen Unfall nach. Angenommen wurde, dass Jugendliche beim erstellen von Insta Videos auf Rohren rumturnten, diese jedoch dann ins Rollen gerieten und einen Jugendlichen unter sich begruben.

Damit der Stresslevel etwas erhöht wurde, wusste die Mannschaft und auch der Gruppenführer noch nicht was sie vor Ort erwartet. Um kurz nach 19.00 Uhr erfolgte dann die “Übungsalarmierung” per Funk zur “eingeklemmten Person”.

Vor Ort ging es zuerst darum, die Situation und Lage zu erkunden und alle aufgefundenen Personen zu betreuen. Da es der “eingeklemmten” Person anfangs noch entsprechend gut ging (ansprechbar) entschied sich der Gruppenführer dazu, den Patienten vorerst zu betreuen und das Rohr zu unterfüttern, damit die Last nicht weiter auf den Patienten drückt.

In der Realität verbleiben wir auch in dieser Position bis der Notarzt eintrifft und die weiteren Schritte mit uns abspricht. So lange der Patient ansprechbar ist, besteht unsere Hauptaufgabe darin weiteren Schaden am Patienten zu verhindern.

Im Übungsszenario wurde jedoch der Schwierigkeitsgrad noch mal erhöht. In der Übungsannahme wurde der Patient plötzlich bewusstlos und hörte mit dem Atmen auf. Jetzt galt es mit einer Schnell / oder Crashrettung den Patienten schnellstmöglich zu befreien. Dazu wurde das schwere Eisenrohr von allen Kameraden gleichzeitig angehoben, während ein weiterer Kamerad den Patienten rettete und sofort mit Herz-Druck Massage und Beatmung begann.

Nach so viel Action und Einsatz war dann auch Übungsende und Nachbesprechung angesagt. Danach ließen wir den Abend gemeinsam im Gerätehaus ausklingen.

Fotos

Noch mal auf die Schulbank – Tausche Büro gegen Klassenraum

Anfang September tauschte unser Kamerad, Jugendwart und 2. Vereinsvorstand Jeremy eine Woche lang seinen Arbeitsplatz am Büroschreibtisch mit einem Sitzplatz im Klassenraum der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg.

Normalerweise finden wir unseren Jugendwart im zivilen Leben als HR Manager des IT SaaS Unternehmens Wikando GmbH am Schreibtisch beim Rekrutieren und Managen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seines Arbeitgebers. Doch Anfang September stellte die Wikando Jeremy für eine Woche frei, um ihm damit den wichtigen Lehrgang zum Gruppenführer in der Feuerwehr zu ermöglichen. Auch wenn das Bayerische Feuerwehrgesetz für solche Lehrgänge einen grundsätzlichen Freistellungsanspruch der Feuerwehrdienstleistenden vorsieht, ist es doch besonders lobenswert, wenn ein Arbeitgeber wie die Wikando GmbH dies auch von sich aus gerne macht, um dieses wichtige Ehrenamt zu Fördern und zu Unterstützen.


Wie so eine Lehrgangswoche aussieht und wie knackig Übungen sein kann, beschreibt uns Jeremy in seinem Bericht aus Regensburg.

Tag 1 – Anfahrt, Corona und Rechtskunde

Endlich angekommen in der Feuerwehrschule

Am Montag, dem 07.09.2020 war es nach (mehrjähriger!) Wartezeit endlich so weit, nach der Ankunft in Regensburg galt es die Feuerwehrschule in Lappersdorf zu finden. Ein großes Backsteingebäude sowie ein aufälliges Übungsgelände zeigte; „hier bist Du richtig!“. Nach der Anmeldung ging es dann bereits in die modernen und schönen Einzelzimmer. Aufgrund der Corona Situation war der Ablauf auch in der Feuerwehrschule etwas verändert. So mussten im Gebäuden stets Masken getragen werden, zahlreiche beliebte Freizeiteinrichtungen, wie Kegelbahn und Tischkicker waren ebenfalls tabu. Im Unterrichtsraum konnten die Mund-Nase-Bedekungen dann jedoch am Platz abgelegt werden, da hier der Mindestabstand sowie stetiges Lüften eine dauerhafte Maskenpflicht obsolet machten. Inhaltlich war es am ersten Tag natürlich etwas trocken wenngleich wichtig: Rechtskunde war angesagt und forderte trotz teils langer Anreise der Klassenkameraden hohe Aufmerksamkeit. Trotz allem waren wir alle froh, als es gegen 17 Uhr dann zum Feierabend und Abendessen in die Kantine ging. Den Abend ließen wir dann – unter Berücksichtigung der Abstandregelungen – unter freiem Abendhimmel ausklingen.

Tag 2 – Es wird ernst

Nach einer kurzen aber ungewohnt erholsamen Nacht startete der zweite Tag mit Gefahren an der Einsatzstelle sowie interessanten Themen aus der Einsatztaktik bei Bränden. Nach diesem theoretischen Teil ging es dann endlich in die mit Spannung erwarteten Plan- und Einsatzübungen. Exkursion Planübungen: Hierbei werden auf einer Modellanlage (ähnlich einer Modellbahn) Einsatzszenarien erstellt, die dann durch den Teilnehmer möglichst realistisch abgearbeitet werden müssen. Dabei ist es nicht nur wichtig den Funkverkehr ordentlich umzusetzen, sondern auch sein Fahrzeug und Einheiten richtig und taktisch zu plazieren.

In den folgenden Einsatzübungen ging es dann richtig zur Sache. Auf dem weitläufigen Übungsgelände wurden kleinere Einsatzlagen simuliert um uns Schüler langsam an die Situationen und Anforderungen zu gewöhnen. Ein besonderer Schwerpunkt lag in der korrekten und vor allem umfangreichen und stetigen Erkundung der Einsatzstelle getreu dem Motto „Drunter, Drüber, Drumherum“. Dabei überlegten sich die Ausbilder immer wieder kleinere Gemeinheiten, wie das „verstecken von Verletzten“, um das Erkunden wirklich in Fleisch und Blut übergehen zu lassen. Auch wenn keiner der Gruppenführeraspiranten fehlerfrei die Einsatzübungen schaffte, war es doch ein enormer Lerneffekt. Auch am zweiten Tag konnten wir den Abend wieder gemeinsam unter freiem Himmel ausklingen lassen.

Tag 3 – Von Schere und Spreizer zum vorbeugenden Brandschutz

Am Mittwoch ging es dann erst mal wieder auf der Schulbank weiter. Als Unterrichtsthemen beschäftigten wir uns erst mit der Einsatztaktik im Technischen Hilfeleistungseinsatz sowie im Anschluss mit Baustoffen und Bauteilen sowie dem vorbeugendem Brandschutz und dem Einsatzplan für Objekte. Auch die bei Feuerwehrangehörigen besonders beliebte, da häufig ohne Grund auslösende, Brandmeldeanlage war Gegenstand der Ausbildung am Vormittag und der Praxiseinheit auf dem Hof. Nach einem leckeren Mittagessen ging es dann in den zweiten Praxisteil. Erst standen wieder Planübungen auf der Agenda welche dann durch deutlich anspruchsvollere Einsatzübungen als am Vortag im Gelände der Feuerwehrschule abgerundet wurden. Wieder zeigte sich, wer nicht sauber erkundet bekommt die „Strafe“. Was in der Realität Menschenleben kosten kann, kostete im Übungsgeländer Schmunzeln der anderen Lehrgangsteilnehmer, wenn statt Menschenrettung die Brandbekämpfung befohlen wurde und nur Sekunden später laut krachend die Übungspuppe aus dem Fenster der brennenden Wohnung sprang und auf der Straße aufschlug. Nach diesen Eindrücken ging es dann in den ersehnten Feierabend.

Tag 4 – Üben, Üben, Üben

Der Vormittag des vorletzten Übungstages stand ganz im Zeichen von praktischen Einsatzübungen. Jetzt wurde das komplette Register gezogen, vom Verkehrsunfall über den Drachen in der Stromleitung, einer Person die vom Dach zu springen droht bis zum Brand in einem Haus. Wieder hatten sich die Lehrgangsleiter knackige Szenarien für uns ausgedacht. Und wieder wurde bis ins kleinste Detail ausgewertet, ob wir das gelernte auch richtig umsetzen.


Nach der ganzen Überei fand dann am Nachmittag noch mal die abschließende Theorie statt. Dabei standen Einsatztaktik, Löschmittel sowie die Arbeit mit der Integrierten Leitstelle und Einsatztaktik im ABC Einsatz auf dem Lehrplan. Diesmal gingen wir wohl alle mit einem mulmigen Bauchgefühl in die Zimmer, da am Freitag der Abschlusstest anstand.

Tag 5 – Es wird ernst

Gespenstisch still war es am Freitagmorgen im Lehrgangssaal. Gespannt warteten alle Teilnehmer auf die Prüfungsfragen des schriftlichen Test. Über sechzig Fragen aus dem gesamten Feuerwehrwesen in Ergänzung mit den neu erlernten Themen der letzten Tage galt es zu beantworten. Erfreulich: Alle Teilnehmer konnten sich am Nachmittag über ein Zeugnis und die erfolgreich bestandene Prüfung zum Gruppenführer freuen und die Heimreise antreten.

Fazit: Leider sind die Lehrgangsplätze an den staatlichen Feuerwehrschulen sehr rar und begehrt. Für mich war es ein einmaliges Erlebnis und der erste große externe Lehrgang bei einer Feuerwehrschule. Das Wissen und vor allem auch die Praxis, welche hier vermittelt wird, ist für den korrekten und sicheren Einsatz in der Wehr Zuhause unersetzlich. Mit vielen Eindrücken und Ideen für die nächsten Übungsabende und Hauptübungen konnte auch ich am Freitagabend wieder meine Heimat genießen.

Fotogalerie vom Lehrgang

Auch privat Feuerwehrmann

Das dass Ehrenamt Feuerwehr nicht nur dem Heimatort zugute kommt, sondern durchaus auch im privaten Umfeld von Vorteil sein kann, bewies unser 2. Kommandant am Freitagvormittag in Bad Wörishofen.

Kurz vor 11 Uhr entdeckte der Fahrer eines Hähnchengrillwagens auf dem Parkplatz eines Wörishofer Supermarktes, eine starke Rauchentwicklung aus seinem Fahrzeug. Bereits kurze Zeit später drangen Flammen aus dem Kaminrohr in den Himmel. Während der Fahrer einen Notruf absetzte, wurde unser 2. Kommandant auf die Situation aufmerksam und begann sofort damit, den Entstehungsbrand, gemeinsam mit dem Hähnchenwagenfahrer, mit Feuerlöschern abzulöschen.

Durch dieses schnelle Handeln gelang es den beiden Männern das Feuer noch in der Anfangsphase einzudämmen. Nicht auszudenken, welche Folgen ein Vollbrand des mit Gasflaschen, Fett und Kraftstoff beladenden Hähnchenwagens auf dem vollen Supermarktparkplatz gehabt hätte.

Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wörishofen löschten die Glutnester mit einem Schnellangriffsrohr noch einmal ab und kontrollierten mit der Wärmebildkamera das Fahrzeug. Für die Hähnchenfreunde in der Kneippstadt entfällt für den heutigen Freitag jedoch das knusprige Grillhendl. 

Fotos

Bilder © Jeremy Rizer

1 2 3 7