Brandschutztipp des Monats – Asche richtig entsorgen

„Gestern war mein Haus noch da!“ So fühlen sich immer wieder Hausbesitzer nachdem es bei Ihnen gebrannt hat. In letzter Zeit mussten die Wehren wieder häufiger zu brennenden Mülltonnen ausrücken – nicht immer bleibt es bei einem kleinen Schaden

Bei diesem Brand in Kaufbeuren wurde durch nicht abgekühlte Aschereste verursacht (Foto: mindelmedia)

Was gibt es schöneres als einen gemütlichen Abend am Kamin oder ein leckeres Steak vom Grill? Oft werden nach dem Genießen Asche- oder Kohlereste in der Restmülltonne entsorgt. Auch wenn die Asche bereits ein paar Stunden abgekühlt ist, können sich immer noch einzelne Glutnester in der grau-schwarzen Masse befinden und wenn diese in der Restmülltonne auf etwas brennbares stoßen steht schon bald die Plastiktonne in Vollbrand. Bis hierhin, kann die Feuerwehr meist schlimmeres verhindern, doch oft stehen die Restmülltonnen unter dem Vordach oder in Garagen / Wintergärten. Hier können die Flammen rasend schnell auf die Fassade und das Dach übergreifen und erheblichen Brandschaden verursachen.

Brände verhindern – Tipps Ihrer Feuerwehr

  • Aschereste nur vollständig abgekühlt in die Restmülltonne einfüllen. Idealerweise vorher noch mit Wasser ablöschen.
  • Restmülltonnen die auch als „Aschetonne“ genutzt werden nicht unter brennbaren Material oder in der Garage abstellen.
  • Sollte es bereits zu einer Rauchentwicklung kommen, Tonne wenn möglich vom Gebäude wegziehen und Löschversuch unternehmen WENN DIES OHNE EIGENGEFÄHRDUNG MÖGLICH ist. Bei Rauchentwicklung in geschlossenen Räumen (Keller, Garage usw.) niemals selber betreten (Rauchgas tötet nach zwei Atemzügen).
  • Immer  sofort über 112 die Feuerwehr alarmieren auch nach erfolgreichem Löschversuch (Brandnachschau).
  • Im Brandfall Nachbarn und andere Hausbewohner warnen und einen Einweiser an der Straße platzieren.